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Dr. Martin Feltes zum Abschied: "Ich bin sehr berührt"

Der Pädagogische Direktor und Kunstexperte der Akademie Stapelfeld geht in den Ruhestand. Alle Redner finden nur lobende Worte für sein berufliches und ehrenamtliches Schaffen.

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Geht in den Ruhestand: Dr. Martin Feltes war Pädagogischer Direktor der Akademie Stapelfeld. Foto: Hermes

Geht in den Ruhestand: Dr. Martin Feltes war Pädagogischer Direktor der Akademie Stapelfeld. Foto: Hermes

Mit lobenden Worten und viel Dankbarkeit haben die Verantwortlichen der Akademie Stapelfeld sowie weitere Vertreter aus Politik, Kunst und Kultur am Mittwoch Dr. Martin Feltes verabschiedet. Der Pädagogische Direktor und Dozent für Kunstgeschichte und Bildende Kunst geht nach mehr als 30 Jahren an der Bildungseinrichtung in den Ruhestand.

„Heute ist für mich ein großer Tag, ich bin sehr berührt“, sagte Feltes, der zum Schluss ans Mikrofon trat. Er bedankte sich bei den Weggefährten der vergangenen Jahre, im Besonderen bei Pfarrer und Akademiedirektor Dr. Marc Röbel sowie Willi Rolfes, Geschäftsführender Direktor.

Im Laufe des Vormittages kam immer wieder auch Feltes'´ Bescheidenheit zur Sprache, diese stellte er gleich selbst unter Beweis. „Ich war nicht immer ein guter Pädagogischer Direktor“, sagte er in Richtung der Mitarbeitenden. Gleichzeitig dankte er ihnen und zeigte sich stolz auf das Team: „Alle haben mich immer wertvoll unterstützt. Und vergesst niemals, dass ihr den schönsten Beruf der Welt habt“. Einen großen Dank richtete Feltes zudem an seine Familie, die immer verständnisvoll und geduldig gewesen sei.

Verabschiedung: Akademiedirektor Dr. Marc Röbel, Stiftungsvorstand Dr. Markus Wonka, Dr. Martin Feltes, Weihbischof Wilfried Theising und Landrat Johann Wimberg (von links). Foto: HermesVerabschiedung: Akademiedirektor Dr. Marc Röbel, Stiftungsvorstand Dr. Markus Wonka, Dr. Martin Feltes, Weihbischof Wilfried Theising und Landrat Johann Wimberg (von links). Foto: Hermes

Zuvor hatte Landrat Johann Wimberg die Arbeit von Feltes gelobt: „Sie haben die Akademie als Leuchtturm zum Strahlen gebracht, auch über das Oldenburger Münsterland hinaus.“ Sein Schaffen habe tief in die Region gewirkt. Es brauche Menschen, die solch eine Einrichtung mit Leben füllen, dies habe Feltes mit Lust, Leidenschaft und Begeisterung geschafft. Er sei im Team hoch angesehen und begegne den Menschen immer auf Augenhöhe, so Wimberg weiter.

Zudem habe er auch ehrenamtlich einiges bewegt, unter anderem ist Feltes Vorsitzender des Kunstkreises, der inzwischen mehr als 220 Mitglieder hat. Auch bei der Gründung der Kunsthalle und des Kulturforums habe der gebürtige Niederrheiner wesentliche Impulse gegeben. „Das alles trägt seine Handschrift und Unterstützung“.

Lob gab es auch zu Beginn von Röbel: „Ich bin ein Feltes-Fan und höre ihm gerne zu“. Der Pädagogische Direktor sei ein ausgewiesener Fachmann für Kunstgeschichte, der sein Wissen gerne einbringe, sich dabei aber nie überschätze. Seine Wertschätzung für andere Menschen zeichne ihn aus. Und: „Das Hochgestochene und akademisch Steife war seine Sache nicht“.

„Möge uns deine Kompetenz erhalten bleiben. Wir schätzen diese und wir brauchen sie“Professor Dr. Uwe Meiners

Wie Röbel weiter erklärte, habe Feltes sich 1987 bei der Akademie beworben und kurz danach ein Spontanseminar übernommen. „Aus dem Gastauftritt wurde schnell ein Dauerengagement. Er wurde 1991 zum stellvertretenden Pädagogischen Leiter ernannt und war seit 2018 Pädagogischer Direktor. Unterdessen sprachen fünf Redner über ihre Ansichten zur Zeit von Feltes. Professor Dr. Uwe Meiners, ehemaliger Leiter des Museumsdorfes, lobte den Humor und den Sachverstand. Feltes sei zudem tolerant und offen. „Möge uns deine Kompetenz erhalten bleiben. Wir schätzen diese und wir brauchen sie“, so Meiners.

Dr. Ulrike Kehrer von der Akademie zeigte einen Film mit Impressionen aus den verschiedenen Studienreisen durch Europa. „Danke für alles, was ich von dir über Kunst lernen durfte“, sagte sie anschließend. Feltes verfüge über ein pädagogisches Geschick und einen fachlichen Tiefgang, den er warmherzig vermitteln könne. „Du hast die Akademie mit deinem immensen Pensum und Engagement geprägt“.

Foto: HermesFoto: Hermes

Margret Maiwald bedankte sich im Namen einer langjährigen Kolleggruppe: „Wir haben ein familiäres Verhältnis aufgebaut. Er hat stets große Geduld bewiesen und wir haben immer etwas dazugelernt.“ Sie wisse, dass viele Besucher mit Begeisterung nach Stapelfeld kommen würden. Röbel sprach zuvor von rund 25.000 Übernachtungsgästen plus zahlreichen Veranstaltungen im Jahr.

Ein Dank für 15 Jahre gute Zusammenarbeit richtete Rolfes an Feltes: „Es war geprägt von Kreativität, Freundlichkeit, Respekt, Kompetenz und Gottvertrauen“. Feltes habe sich für die vielfältigen Aufgaben immer die nötige Zeit genommen, er sei Umwege mitgegangen, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren. Er sei ein Teamplayer: „Ausrufezeichen sowie das Laute und Aufdringliche sind ihm fremd“.

Ein Grußwort kam ebenfalls von Künstler Egbert Verbeek, der über die vielen Jahre zum Freund geworden ist. Am Ende gab es lang anhaltenden Applaus sowie stehende Ovationen für den kommenden Ruheständler, der zudem seinen Geburtstag feierte. Für Musik sorgte das Bläserensemble der Kreismusikschule Cloppenburg.

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