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Dr. Irmtraud Kannen hält Ausbau von Bundesstraße für falsch

Die VCE-Vorsitzende war bei der "Männersache" im Bildungswerk zu Gast. Sie kritisierte die Planung für die E233 als klimapolitische Fehlentscheidung.

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Glaubt an erhöhtes Verkehrsaufkommen: Dr. Irmtraud Kannen referierte bei der Männersache. Foto: Kessens

Glaubt an erhöhtes Verkehrsaufkommen: Dr. Irmtraud Kannen referierte bei der Männersache. Foto: Kessens

„Der vierstreifige Ausbau der Bundesstraße 213 ist klima- und verkehrspolitisch eine völlig falsche Entscheidung. Der Ausbau der Straße wird das Verkehrsaufkommen erhöhen“, davon ist die Vorsitzende des Vereins „Verkehrswende Cloppenburg-Emsland (VCE)“, Dr. Irmtraud Kannen, überzeugt. Sie diskutierte mit 26 Männern der Männersache des Bildungswerkes über die Ziele des Vereins und über die Sinnhaftigkeit des Ausbaus der E233.

Der Verein setze sich für die Stärkung des Schienenverkehrs und des öffentlichen Verkehrsnetzes ein, um das Klima und die Umwelt zu schonen. Bis jetzt seien bereits 38 Millionen Euro, inklusiv Personal- und Gutachterkosten, ausgegeben worden. Der Kreis sei nicht für den Ausbau der Bundesstraßen verantwortlich, informierte sie, der Kreis handele im Auftrag des Bundes, und der ginge davon aus, dass die Planungen schneller vorankämen. „Erst bei Fertigstellung flössen Gelder an den Landkreis zurück“, informierte sie.

550 Hektar Gesamtfläche seien für den Ausbau erforderlich

550 Hektar Gesamtfläche seien für den Ausbau erforderlich, bislang seien 385 Hektar erworben. „Der vierstreifige Ausbau zieht eine 28 Meter breite Schneise durch die beiden Landkreise“, verdeutlichte sie, das beeinträchtige die Natur, die Landschaft und die Naherholungsgebiete, ergänzte sie. Kannen geht davon aus, dass angesichts der hohen Ausgaben der Bundesregierung durch die Pandemie und den Ukrainekrieg in absehbarer Zeit keine finanziellen Mittel für den Ausbau zur Verfügung stünden.

Alternativen böten sich insbesondere für den Schwerlastverkehr über die A 31 und A 28. „Das sind nur 13 Kilometer“, hieß es aus der Runde. Mit der Initiative „EXIT233“ im Emsland befürworte der Verein den teilweisen Ausbau der B 213 als „Zwei-plus-eins-Lösung“. Kannen stellte bei der Verkehrsplanung auch eine Zeitenwende fest. Früher hätte man dem Verkehr hinterher gebaut, heute überlege man Strategien, den Verkehr zu reduzieren.

  • Info: Die nächste Männersache ist am 4. Juni zum Thema „Schön war die Zeit“– ein heiterer Rückblick in die 50er Jahre“. Anmeldungen unter Telefon 04471/91080.

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