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Dr. Christian Hönemann wird zum Professor ernannt

Der Anästhesie-Facharzt lehrt bereits sei vielen Jahren als Privatdozent an der Uni-Klinik Münster. Sein Engagement ist jetzt mit der Bezeichnung außerplanmäßiger Professor gewürdigt worden.

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Überreichen Dr. Christian Hönemann (Mitte) einen Blumenstrauß zur Ernennung als Pofessor - die Vechtaer Klinik-Manager Katharina Rindfleisch und Aloys Muhle. Foto: M. Niehues

Überreichen Dr. Christian Hönemann (Mitte) einen Blumenstrauß zur Ernennung als Pofessor - die Vechtaer Klinik-Manager Katharina Rindfleisch und Aloys Muhle. Foto: M. Niehues

Schon seit 2003 ist Dr. Christian Hönemann, Chefarzt der Anästhesie am Marienhospital in Vechta, auch als Lehrbeauftragter an der medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster tätig. 2008 wurde er dort zum Privatdozenten berufen. Jetzt hat ihm Dekan Professor Dr. Frank Müller die Bezeichnung "außerplanmäßiger Professor" verliehen. Die Klinik-Manager des Vechtaer Marienhospitals, Katharina Rindfleisch und Aloys Muhle, beglückwünschten ihn hierzu am Donnerstag und überreichten einen Blumenstrauß. Sichtlich erfreut nahm Hönemann die Glückwünsche der Klinikleitung entgegen.

Der 1967 geborene Hönemann stammt aus Dinklage. Er studierte nach dem Abitur am Kolleg St. Thomas in Vechta Medizin an der Medizinischen Hochschule in Hannover. Seine Doktorarbeit zum Thema "Sicherung der Atemwege bei Inhalationsnarkosen" erarbeitete er sich am St. Elisabeth Stift in Damme und an der Uni-Klinik Münster.

Es folgten Stationen in Münster und Virginia (USA), bevor Hönemann 2001 Facharzt für Anästhesiologie wurde. 2003 wurde er Geschäftsführender Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin in Vechta und auch Mitglied im Beirat der Akademie für ärztliche Fortbildung der Ärztekammer Niedersachsen am Niels-Stensen-Werk Vechta.

Heute ist Hönemann nicht nur Chefarzt für Anästhesie und operative Intensivmedizin in Vechta, er ist inzwischen auch Facharzt für Laboruntersuchungen in der Intensivmedizin, Notfallmedizin, Leitender Notarzt und Prüfarzt. Zudem ist er der transplantationsbeauftragte Arzt am Marienhospital und Leiter der Arzneimittelkommission. Außerdem ist er Experte für Trauma- und Schmerztherapie.

Christian Hönemann ist Mitglied verschiedener ärztlicher Vereinigungen auf nationaler und internationaler Ebene. Er war zudem an 13 wissenschaftlichen Arbeiten beteiligt, die in Deutschland, Frankreich und den USA Preise und Auszeichnungen erhielten.

Forschungen zu Blutvergiftung und effizienterer Nutzung von Narkosemitteln

Stolz ist Hönemann vor allem auf die Ergebnisse seiner Forschungsarbeit zur "Low-Flow, Minimal-Flow- und Metabolic-Flow-Anästhesien", die er zusammen mit seinem Dammer Kollegen Dr. Bert Mierke erarbeitete und als frei herunter ladbares Buch veröffentlicht hat. Konkret geht es hier um Techniken zur Nutzung von Rückatmesystemen bei der Narkose. Die Idee, sagt er, gehe zurück auf den verstorbenen Professor Dr. Jan Baum aus Damme, der ein Vorreiter der Technologie mit Sauerstoff als Trägergas gewesen sei. Jetzt gelinge es, den Verbrauch von Narkosemitteln extrem zu reduzieren. Das sei sehr nachhaltig und auch umweltfreundlicher.

Christian Hönemann kannte Baum schon als angehender Arzt und dankt ihm auch im Vorwort der Publikation zusammen mit Mierke "für die exzellente Anleitung und Ausbildung während unserer Tätigkeit in Damme". Auch Baum wurde einst von der Uni-Klinik in Münster zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Hönemann schätzt sich glücklich, im Landkreis Vechta jetzt quasi sein Nachfolger geworden zu sein. 

Außerdem gehört Christian Hönemann zu einer Gruppe von Medizinern, die sich mit der Sepsis-Forschung befasst haben. Konkret ging es hier darum, eine Blutvergiftung schneller und günstiger feststellen zu können. Er spricht hier von "Low-Budget-Forschung". Gelungen sei es, mit vorhandenen Laborgeräten und funktionierenden Zellen ein neues Verfahren zum Nachweis zu erarbeiten. Statt tagelang warten zu müssen, erklärt Hönemann, stehe jetzt das Ergebnis in einer Minute fest – für rund 70 Cent statt 50 Euro.

Hönemann gibt viele Seminare und bereitet ausländische Ärzte auf die Approbation vor. Das sei ein großer Vorteil für das Marienhospital in Vechta, sagt er. Denn bei der aktuellen Ärzteknappheit entdeckt so mancher Mediziner das Oldenburger Münsterland als attraktive Wirkungsstätte.

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