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Don-Bosco-Schule verwandelt sich in Messegelände

36 Firmen haben sich am Freitag den Steinfelder Schülern vorgestellt. Ob Ausbildung, Freiwilliges Soziales Jahr oder duales Studium – bei der Berufsmesse wurde jede Frage geklärt.

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Mit Geräten Aufmerksamkeit schaffen: Bei dem Stand der Kieferorthopädie Dasy & Höne konnten Schüler einen Behandlungsstuhl aus nächster Nähe betrachten – und das ohne Behandlung. Foto: E. Wenzel

Mit Geräten Aufmerksamkeit schaffen: Bei dem Stand der Kieferorthopädie Dasy & Höne konnten Schüler einen Behandlungsstuhl aus nächster Nähe betrachten – und das ohne Behandlung. Foto: E. Wenzel

Volle Flure, Geschenke, ein Lkw auf dem Pausenhof und daneben baut jemand eine Mauer – an klassischen Unterricht dachte in der Don-Bosco-Schule Steinfeld am Freitag niemand mehr. Denn hier war Berufsberatung im großen Stil angesagt. 36 Unternehmen aus der Region haben sich auf dem Gelände der Schule präsentiert. Das berufliche Angebot reichte vom Feinwerkmechaniker über den Maurer bis hin zur Pflegekraft.

Die Messe sollte die Schüler mit den Betrieben ins Gespräch bringen. Denn die Lehrerin und Organisatorin der Veranstaltung, Simone Blömer, weiß: Viele wollen eine Ausbildung machen, wissen aber nicht, was es für Angebote gibt. Schulleiter Marco Kruse betonte in seiner Eröffnungsrede, dass nicht immer nur über das Studieren geredet werden müsse, auch Ausbildungen seien wichtig.

Ist das körperlich anstrengend? Das Bauunternehmen Borgerding beantwortete die Frage praktisch – der Azubi William Paul Veerhart zeigte, wie man eine Mauer baut. Foto: E. WenzelIst das körperlich anstrengend? Das Bauunternehmen Borgerding beantwortete die Frage praktisch – der Azubi William Paul Veerhart zeigte, wie man eine Mauer baut. Foto: E. Wenzel

Die Firmen der Region seien sehr motiviert gewesen. Das ist Blömer besonders in den Wochen vor der Messe aufgefallen. Bei ihr und den mitorganisierenden Schülern aus dem Wirtschafts-Profil-Kurs hätten sich einige Firmen gemeldet, die nichts von dem Termin wussten, aber gerne dabei gewesen wären. Auch die Betriebe vor Ort kamen nicht mit leeren Händen. Viele von ihnen hatten kleine Geschenke und Attraktionen dabei. Die Firma Paul Schockemöhle Logistics parkte einen Lkw auf dem Schulhof, am Stand des Bauunternehmens Borgerding baute ein Azubi eine Mauer und die Mitarbeiter der Kieferorthopädie Dasy & Höne machten Abdrücke der Zähne.

Fragebögen helfen bei Gespräch zwischen Betrieb und Schüler

Rita Koopmann vom St.-Anna-Stift Kroge erklärte, wieso sie den Aufwand betreibe – an ihrem Stand können Schüler mit einer Seheinschränkung über verschiedene Böden gehen. „Wir vertreten heute die Pflegeberufe.“ Wie viele weitere Betriebe auch versuchten sie und ihr Kollege, Fachkräfte anzuwerben. „Das Interesse ist da, aber ich glaube, die Schüler sind einfach reizüberflutet“, erklärt sie. An ihrem Stand werden Informationen zu Ausbildungen in den Bereichen des St.-Anna-Stifts verteilt.

Ein paar Stände weiter wirbt die Landessparkasse zu Oldenburg für verschiedene Ausbildungen, Praktika und duale Studiengänge. Das Interesse der Schüler ist auch hier groß, berichtet der Auszubildende Tim Schockemöhle. Hilfreich sind da auch die Fragebögen, die jeder Schüler bekommen hat. Auf ihnen stehen Fragen zu den Betrieben, Ausbildungsmöglichkeiten und Vergütungen – so muss jeder Schüler mit mindestens drei Betrieben reden, erklärt Blömer.

Guter Gesprächsleitfaden: Die Schüler der Don-Bosco-Schule erhielten jeweils drei Fragebögen, die von den Firmen unterschrieben werden mussten. Foto: E. WenzelGuter Gesprächsleitfaden: Die Schüler der Don-Bosco-Schule erhielten jeweils drei Fragebögen, die von den Firmen unterschrieben werden mussten. Foto: E. Wenzel

Schüchtern gehen die meisten Schüler aber nicht auf die Betriebe zu. Schon kurz nach Beginn werden fleißig Zettel ausgefüllt und Fragen zu den Betrieben gestellt. Das Interesse ist aber auch ohne die Fragebögen da, erklärten Daniel Cacal und Denis Mehmedov. Beide sind in der 9. Klasse und nutzten die Berufsmesse als Chance, um sich einen Überblick über ihre beruflichen Optionen zu verschaffen. Eigentlich sei er sich sicher gewesen, dass er Kfz-Mechatroniker werden will, erklärt Cacal. Nach einem Besuch bei dem Stand der Firma Demand Software Solutions habe der IT-Bereich aber auch interessant ausgesehen. Ähnlich sieht es bei Mehmedov aus. Er wollte Architekt werden, sei in Mathe aber nicht so gut. Die Berufsmesse könnte Alternativen aufzeigen.

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