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Die Lokomotive dampft davon: Fridtjof Amling verlässt Dinklage und Wulfenau

Bei einem Gottesdienst verabschiedet sich der evangelische Pfarrer in Richtung Moskau. Von der Kreispfarrerin erhält er viel Lob für seine Arbeit.

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Abschied mit einem Lächeln: Der Ratsvorsitzende Robert Blömer (rechts) dankte Galina und Fridtjof Amling. Foto: Röttgers

Abschied mit einem Lächeln: Der Ratsvorsitzende Robert Blömer (rechts) dankte Galina und Fridtjof Amling. Foto: Röttgers

„Freiwillig, neugierig, innerlich ein wenig unstet und angespannt“ – mit diesen Worten beschreibt der evangelische Pfarrer für Dinklage und Wulfenau Fridtjof Amling sein Gefühl, von Dinklage wieder zurück nach Moskau zu wechseln. Denn für Amling und seine Familie bedeutet der Gang nach Moskau, wo sie bereits in den Nuller Jahren lebten, auch ein vertrautes Wiedersehen. Am Sonntag hat sich der Kirchenmann mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel und einem anschließenden Fest für die ganze Gemeinde feierlich von seinen Gläubigen verabschiedet.

„Meine Lebensglaubensreise geht weiter“, so ein im Aufbruch befindlicher Amling, der „mit Sack und Pack“ diesen Sommer nach Moskau wechselt, da dort Menschen wohnen, die „meinen seelsorgerischen Beistand brauchen“, so Amling, dessen Entscheidung trotz aller Bedenken und nach reiflicher Überlegung in der Familie feststehe.

Kreispfarrerin Martina Wittkowski würdigte Amling als „Lokomotive der Gemeinde“, wie ihn die Kirchenälteste Magdalene Schaller gerne genannt habe. „Ich glaube alle, die Fridtjof Amling kennen, können etwas mit diesem Bild anfangen.

Fridtjof Amling: "Voller Power" und "immer in Aktion"

Amling sei ein Mann „voller Power“, der immer gerne mit der Gemeinde im Kanon „Lobe den Herrn, meine Seele“ gesungen habe. „Immer in Aktion“ sei Amling gewesen, um zu organisieren, Sponsoren aufzutreiben für wichtige Projekte wie die Erneuerung der Friedhofskapelle, die baulichen Veränderungen der Trinitatiskirche und die Restaurierung der Orgel, blickte die Kreispfarrerin auf über ein Jahrzehnt des Schaffens zurück.

„Immer sind Dir die Menschen wichtig: Bei Besuchen, bei alltäglichen Begegnungen und bei gern gefeierten Festen bist Du mit ihnen in Kontakt“Martina Wittkowski, Kreispfarrerin

„Immer sind Dir die Menschen wichtig: Bei Besuchen, bei alltäglichen Begegnungen und bei gern gefeierten Festen bist Du mit ihnen in Kontakt“, lobte Wittkowski. Bei besonderen, fröhlichen, aber auch traurigen Anlässen sei Amling für die Gemeinde da gewesen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit sei die Integration von Flüchtlingen im Laufe der Zeit geworden, was sich im Näh-Café und im „Internationalen Grillen“ widergespiegelt habe, wo sich viele Menschen begeistern ließen, sich ebenfalls zu engagieren. „Mittendrin, entlastend, Türen öffnend und den Tisch reichlich deckend“, dankte Wittkowski auch Ehefrau Galina für ihre Unterstützung und ihren Rückhalt.

Amling habe sich auch über die Kirchengemeinde hinaus für den Kirchenkreis Oldenburger Münsterland engagiert, als Mitglied und Vorsitzender des Vorstandes im Evangelischen Johannesstift, als Vertreter unseres Kirchenkreises in der Landessynode der Oldenburgischen Kirche „und für uns Pfarrerinnen und Pfarrer als Mitglied im Geschäftsausschuss des Allgemeinen Pfarrkonventes hinterlässt Du jede Menge Spuren“, dankte die Kirchenvertreterin.

„Gottes Rückenwind“ wünschte der Ratsvorsitzende der Stadt Dinklage, Robert Blömer. Von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Visbek-Langförden, die übrigens auch eine Emmaus-Kirche ist, wünschte Ex-Kollegin und Pfarrerin Andrea Hilgen-Frerichs alles Gute und schenkte Amling einen passenden Hut. Vom Diakonischen Werk Oldenburg dankte für die gemeinsame Arbeit Thomas Feld.

Tänzer sorgen für Action auf dem Kirchenpflaster

Für die vielfältigen Aktivitäten rund um das Schützenwesen bedankte sich Schützenpräsident Ronald Reimer bei dem Geistlichen. „Reichlich Gottes Segen“ wünschte auch der Präsident der St. Hubertus-Schützen aus Langwege Ewald Möllers. „In der Hoffnung auf ein Wiedersehen“ wünschte Franz Nuxoll im Namen der Nachbarn alles Gute zum Neubeginn. Für die vertrauensvolle Zusammenarbeit dankten vom Johannesstift der Leiter der Einrichtung Thomas Zellner und der 1. Vorsitzende Ralf Kurzweg. Unter der Choreografie von Ann-Kathlen Hartlage führten zum Abschied die Tanzgruppen „Rising Star“ und die „Smarties“ Tänze vor. „So viel Action hat das Kirchenpflaster noch nicht erlebt!“, sagte Fridtjof Amling und freute sich.

Die Wiederbesetzung der Pfarrstelle ist bis mindestens Ende des Jahres offen. Als Kirchenälteste übernimmt in dieser Vakanz Magdalene Schaller wichtige Aufgaben der Kirchengemeinde. Sie ist „Drehschreibe“ für Informationen und insbesondere für alle Friedhofsangelegenheiten und die Organisation der Beerdigungen zuständig. Christine Wagner und Melanie Enkler übernehmen Gottesdienste, Wolfgang Bollmann und Lothar Stolzenbach zeichnen für den Gemeindebrief, die Webseite und das Streamen der Gottesdienste verantwortlich. Ein Vertretungsplan in Zusammenarbeit mit den umliegenden Gemeinden stellt sicher, dass kein Sonntagsgottesdienst ausfallen muss. Auch Taufen können angemeldet werden.

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