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Die größte Orgel im Oldenburger Land feiert ihren 30. Geburtstag

Die Sauer-Orgel in der St.-Catharina-Kirche wurde 1991 für 1 Million DM erbaut. Am Sonntag gibt's eine kirchenmusikalische Andacht mit Elisabeth Lefken.

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Beeindruckt von der Sauer-Orgel: Orgelbauer Gustavo Thern reinigte zusammen mit seinem Kollegen Dirk Wegener zwei Tage lang das Musikinstrument. Foto: Böckmann

Beeindruckt von der Sauer-Orgel: Orgelbauer Gustavo Thern reinigte zusammen mit seinem Kollegen Dirk Wegener zwei Tage lang das Musikinstrument. Foto: Böckmann

Sie ist die größte Orgel im Oldenburger Land. Sie kostete rund 1 Million DM. Das Instrument verfügt über ein großes, symphonisch-romantisches Schwellwerk und ein barockes Rückpositiv, hat insgesamt 54 Register auf Schleifladen und hat mehr als 3.995 Pfeifen. Die Spieltrakturen sind mechanisch, die Registertrakturen elektrisch. Die Rede ist von der Sauer-Orgel in der St.-Catharina-Kirche in Dinklage. Siegfried Sauer aus Höxter fertigte sie innerhalb eines Jahres an. Am 18. August 1991 wurde die Orgel im Rahmen eines Festhochamtes schließlich eingeweiht. Von der Planung bis zum letzten Einbau der Orgelpfeife, so ist es in der damaligen Festzeitschrift zu lesen, vergingen 10.390 Arbeitsstunden.

Das ist nun 3 Jahrzehnte her und die Pfarrgemeinde möchte den 30. Geburtstag am Sonntag (19. September) mit einer kirchenmusikalischen Andacht feiern. Ab 10.30 Uhr spielt Kirchenmusikerin Elisabeth Lefken Orgelwerke, die ausschließlich von Komponistinnen geschrieben wurden. Die große 3-manualige Sauer-Orgel aus dem Jahr 1991, wie eigentlich jede Orgel eine Sonderanfertigung, soll dabei in all ihren Facetten erklingen.

„Die Orgelwerke der Komponistinnen sind mal träumerisch, zuweilen sphärisch und dann wieder hymnisch und festlich komponiert“, teilt die Pfarrgemeinde mit. Unter anderem sind Orgelwerke über die Lieder „Großer Gott, wir loben dich“, „Danke für diesen guten Morgen“ und „The Lord’s my Shepherd“ zu hören. Es gibt – mit Blick auf die Herkunftsländer der Komponistinnen – eine musikalische Weltreise durch Deutschland, Niederlande, England, USA und Australien. Der Eintritt zu der kirchenmusikalischen Andacht ist kostenlos.

Vor dem Konzert an diesem Sonntag wurde das Musikinstrument übrigens professionell in Handarbeit gereinigt. 2 Tage lagen waren die Orgelbauer Gustavo Thern und Dirk Wegener von der Firma Sauer & Heinemann Orgelbau damit beschäftigt, die technischen Probleme zu bereinigen, die Koppeln zu regulieren und die Orgel zu stimmen. 


Für die Orgel wurden 17,5 Kubikmeter Eiche verbaut. Zur Herstellung des Pfeifenwerks wurden 1.980 Kilogramm Zinn, 505 Kilogramm Blei und 9,5 Kubikmeter Holz verarbeitet. 1.050 Meter feine Holzleisten verbinden die Tasten mit Spielventilen. Neben vielen tausend Mechanik- und Elektroteilen kamen im Inneren der Orgel (Windladen, Wellenbretter, Windkanäle) weitere 10,8 Kubikmeter verschiedenste Edelhölzer zum Einbau.

Die Sauer-Orgel ist übrigens die 3., die in der St.-Catharina-Kirche seit 1878 erklingt. Die erste tat ihren Dienst 56 Jahre lang. Sie stammt von der Orgelbaufirma Kröger aus Vechta. Sie hatte 40 Register auf 3 Manuale. Die 2. Orgel wurde 1934 mit 41 Registern angeschafft und spielte 57 Jahre. Sie wurde von der Firma Breil aus Dorsten hergestellt. 

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