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Der OM-Cup fehlt Christian Albers sehr

Der 44-Jährige aus Staatsforsten musste das beliebte Fußallturnier erneut absagen. Die Entscheidung tat ihm "richtig weh".

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Meereslust und Ballsport: Der OM-Cup-Beauftragte Christian Albers zwischen seinen Leidenschaften.⋌ Foto: Bernd Götting.

Meereslust und Ballsport: Der OM-Cup-Beauftragte Christian Albers zwischen seinen Leidenschaften.⋌ Foto: Bernd Götting.

Er ist seit sechs Jahren im Landkreis Cloppenburg das Gesicht des OM-Cups. Das Fußballturnier für E-Jugendliche hat schon fast einen legendären Charakter und ist in Größe und Organisation wohl einmalig in Deutschland.

Als Christian Albers vom Cloppenburger Ableger des Niedersächsischen Fußballverbandes zum Cup-Beauftragten ernannt wurde, übernahm er den Job gemeinsam mit dem Holdorfer Sportartikelhändler Ralf Böckmann. Oft durfte er in den vergangenen Jahren miterleben, wie Sportvereine die Aufgabe stemmten und teilweise mehr als ein Jahr Vorbereitungszeit und tausende von Arbeitsstunden investierten. Nicht immer spielte das Wetter mit, dennoch wurde der Cup für die Vereine und Akteure ein prägendes Erlebnis. Auch für den 44-jährigen Christian Albers, der Politikwissenschaften studierte und in Cloppenburg ein Nachhilfeinstitut betreibt, bedeutete der Cup jeweils über einen kurzen Zeitraum hoch intensive Arbeit.

Der Lohn war stets, ein großes Fest des Fußballs zu erleben, die pure Freude von 1500 Kindern zu spüren und die schnörkellose Liebe zum Sport zu sehen. „Das ist auch das, was mich und Ralf vorantreibt, nämlich den Kindern mit dem Turnier und dem Zeltlager eine riesige Freunde zu bereiten“, beschreibt Albers sein persönliches Glücksgefühl beim OM-Cup. Umso mehr trifft es ihn, die erneute Absage dieses Turniers aufgrund der Corona-Pandemie vornehmen zu müssen. „Nachdem wir bereits 2020 das Turnier in Lohne ausfallen lassen mussten, sind wir nach mehreren Gesprächen zu dem Entschluss gekommen, dass eine weitere Planung zur Durchführung des Großereignisses in Elsten im Sommer 2021 vollkommen realitätsfern ist“, berichtet er mit erkennbarem Bedauern.

„Es tut mir richtig weh. Aber wir mussten die Situation ehrlich bewerten und dem SV DJK Elsten gegenüber eine klare Aussage machen.“Christian Albers

Umso mehr, weil es im Spätsommer 2020 zunächst so aussah, dass die Pandemie kurzfristig ein Ende finden würde. „Seit Herbst bewegen wir uns leider auf kontinuierlich hohem Niveau und können uns kaum vorstellen, dass ein zweitägiges Turnier erlaubt sein wird.“ Die langjährigen Erfahrungen mit dem OM-Cup haben ihn gelehrt, wie viel Arbeit und Geld die Vereine in so ein Event investierten. „Es tut mir richtig weh. Aber wir mussten die Situation ehrlich bewerten und dem Ausrichter SV DJK Elsten gegenüber eine klare Aussage machen.“ Man habe den Verantwortlichen eine frühzeitige Entscheidung zugesagt, um größere Planungskosten im Falle einer Absage zu vermeiden. Zudem erhielten Elstener das Angebot, den OM-Cup 2023 auszurichten, sofern das Interesse bestehen bleibt. Hierfür können sich die Verantwortlichen mit ihrer Entscheidung bis zum Sommer des kommenden Jahres Zeit lassen.

Gespannt ist Albers, der auch im Cloppenburger Stadtrat sitzt, wie der OM-Cup 2022 in Neuenkirchen ablaufen wird. Bislang seien 112 Mannschaften der Standard gewesen, das werde nach dem Ende der Pandemie und der langen Pause im Spielbetrieb anders sein. „Die Kinder leiden überall unter den Restriktionen, können sich nicht sportlich betätigen und habe kaum noch Gemeinschaftserlebnisse. Die Kollateralschäden sind enorm“, bedauert Albers. „Besonders der Jahrgang 2010 wird unter Nebenwirkungen von Corona zu leiden haben“, ist sich der Sportfunktionär sicher, dessen Wurzeln bei den Sportfreunden Sevelten und beim DJK Elsten liegen. Derzeit arbeitet er mit Ralf Böckmann an Modellen, mit denen die betroffenen Jahrgänge, die unberücksichtigt blieben, eventuell durch ein eigenes Kurzturnier entschädigt werden können. Den Cup will Albers auf alle Fälle weiter betreuen, allein schon wegen seines Sohnes, der 2030 mitspielen soll.

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