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Der Hund war es: Gesichtsverletzungen waren Todesursache im Fall des Toten aus Brockdorf 

Das Ergebnis der Rechtsmedizin bestätigt, dass die Beißattacke des American Bully XL der Grund für den Tod seines Halters war. Wie es weitergeht, steht noch aus.

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Foto: M. Niehues

Foto: M. Niehues

Der Hund war es. Im Falle des tot aufgefundenen 33-Jährigen in Brockdorf gab es lange Unklarheit um die Todesursache. Seit Donnerstag liege nun das Ergebnis der Rechtsmedizin vor, berichtet der Norddeutsche Rundfunk (NDR). Wie der NDR in Berufung auf Angaben des Landkreises Vechta schreibt, werden die schweren Verletzungen im Gesicht des 33-Jährigen „zweifelsfrei für todesursächlich gehalten“.

Nach der Obduktion des Lohners war bereits bestätigt, dass der Hund für die schweren Gesichtsverletzungen seines Halters verantwortlich gewesen sei. Die genauen Umstände, die zu der Auseinandersetzung geführt haben, sind aber noch nicht geklärt.

Der 33-Jährige war am Donnerstagmittag (8. Januar) von einer Passantin in einem Graben an der Straße „An der Querlenburg“ in Brockdorf leblos entdeckt worden. Der Rettungsdienst konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Erschwert wurde der Einsatz durch den American Bully XL des toten Mannes, der die Einsatzkräfte bedrohte und immer wieder die Nähe zu der Leiche gesucht habe. Erst eine Mitbewohnerin des Verstorbenen konnte den Hund schließlich beruhigen, sodass er von Mitarbeitern des Technischen Hilfswerks in einer speziellen Sicherheitsbox abtransportiert werden konnte.

Der 4 Jahre alte American Bully XL befindet sich aktuell in amtlicher Verwahrung. Er wird auf dem Tierschutzhof in Dickel in einem gesicherten Innen-Außenzwinger gehalten und habe vorerst keinen ungesicherten Kontakt zu Menschen. Dazu gelte für ihn eine strikte Leinen- und Maulkorbpflicht.

Nach dem tödlichen Vorfall wird für den Hund nun eine Gefährlichkeitsfeststellung durch das Veterinäramt vorbereitet. Vor dem Vorfall in Brockdorf war der American Bully XL nicht als gefährlich eingestuft. Nach Angaben des Landkreises habe es lediglich im November 2023 eine Mitteilung zu einem Beißvorfall des Hundes gegen eine Katze gegeben.


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