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Das neue Salzsilo hat seine Feuertaufe bestanden

Das 21 Meter hohe Behältnis hat ein Fassungsvermögen von 55 Tonnen Streugut. Die 50.000-Euro-Investition sei sehr sinnvoll gewesen, bilanzierte die Gemeinde Holdorf nach dem zurückliegenden Winter.

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Blickten auf die vergangenen Winterwochen zurück: (von links) Bauhof-Leiter Lukas Melzow, Hauptamtsleiter Heiner Themann und Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug. Foto: Böckmann

Blickten auf die vergangenen Winterwochen zurück: (von links) Bauhof-Leiter Lukas Melzow, Hauptamtsleiter Heiner Themann und Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug. Foto: Böckmann

Die Sonne strahlte, es war angenehme 10 Grad warm – der Frühling zeigte sich von seiner besten Seite am Mittwochvormittag in Fladderlohausen. Und doch ging es bei einem Pressegespräch auf dem Bauhof der Gemeinde Holdorf vornehmlich um den Winter. Denn Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug zog mit seinen Mitarbeitern ein kurzes Fazit zu den vergangenen kälteren Wochen. Und er fragte seinen Bauhofleiter Lucas Melzow: Hat das neue Salzsilo seine Feuertaufe nach seiner ersten Wintersaison bestanden?

Wintereinbruch: Bauhof streut satte 37 Tonnen Salz

Ja, hat es. Sehr sogar, sagte Melzow. Seit dem vergangenen Dezember steht das 60 Kubikmeter fassende neue Salzsilo jetzt neben dem alten  Es war damit also rechtzeitig vor dem Wintereinbruch im Februar einsatzbereit – und auch bitter nötig. Denn der 30-Jährige und seine Mitarbeiter vom Bauhof streuten in den Wintertagen satte 37 Tonnen Salz auf die Gemeindestraßen, auf Geh- und Fußwege und vor die Liegenschaften der Kommune. Es sei wichtig gewesen, sich im Vorfeld eine optimale Fahrstrecke zu überlegen, um möglichst viele Straßen zu streuen.

Außerdem räumten die Mitarbeiter, wie der Bauhofleiter berichtete, auch 70 bis 80 Tonnen Schnee weg, weil einige Straßen nicht mehr befahrbar waren. "Wir haben in den Winterwochen schon einige Überstunden geschoben", sagte Melzow. Bis auf ein paar Kleinigkeiten habe der Winterdienst aber sehr gut funktioniert. Das fand auch Bürgermeister Dr. Krug. "Der Bauhof ist immer für die Gemeinde da", sagte der Verwaltungschef und blickte dabei auf das Salzsilo, auf dem eben jener Spruch plus das Wappen der Gemeinde gut sichtbar angebracht sind.

Das neue Salzsilo war vor allem aus 2 Gründen nötig geworden. Der alte Behälter war nicht mehr zeitgemäß, in den Innenwänden hatte sich unter anderem ein sogenannter Rostpanzer gebildet. Er bot außerdem wenig Platz, nämlich nur für rund 30 Tonnen Salz. Deshalb wurde Streusalz auch in einer Halle der Autobahnmeisterei zwischengelagert. Wegen der Privatisierung der Einrichtung sei dies aus Gründen der Sicherheit künftig nicht mehr möglich, erklärte Hauptamtsleiter Heiner Themann. 

Kosten für Transport und Aufbau betrugen 50.000 Euro

Das etwa 21 Meter hohe Behältnis mit seinem 4 Meter hohen Unterfahrbau wurde über die Holdorfer Firma Prüllage Systeme bezogen. Angefertigt haben es Arbeiter der M.I.P. Group im belgischen Ort Rijkevorsel im Norden der Region Flandern. Die Kosten für Transport und Aufbau betrugen 50.000 Euro.  Das neue Silo hat Platz für rund 50 bis 55 Tonnen Salz – das sind rund 2 Lkw-Ladungen. Das neue Salzsilo besteht aus einer Kunstharz-Beschichtung und soll laut Bauhofleiter Melzow mindestens 3 Jahrzehnte halten. Das neue Streugut, aus Kostengründen werden immer mindestens 27 Tonnen eingekauft, wird dabei von unten eingeblasen. 

"Die Anforderungen an unseren Bauhof steigen stetig. Deshalb war das neue Salzsilo eine sinnvolle Investition", resümierte Bürgermeister Dr. Krug. Auf dem 3 Hektar großen Gelände in Fladderlohausen 49 soll künftig übrigens noch eine Wagenremise gebaut werden. Auf dem Bauhof, der seinen jetzigen Standort im Holdorfer Südwesten seit rund 25 Jahren hat, sind 9 Mitarbeiter beschäftigt.

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