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Corona-Ausbruch in Goldenstedter Alten- und Pflegeheim

Im Haus St. Franziskus sind zurzeit 19 Bewohner und 10 Mitarbeiter infiziert. Es wird damit gerechnet, dass die Zahl noch steigt. Bis dato ist offen, ob die geplanten Impfungen stattfinden können.

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19 Bewohner und 10 Mitarbeiter haben sich im Haus St. Franziskus mit dem Coronavirus infiziert. Foto: Archiv

19 Bewohner und 10 Mitarbeiter haben sich im Haus St. Franziskus mit dem Coronavirus infiziert. Foto: Archiv

Im Alten- und Pflegeheim Haus St. Franziskus in Goldenstedt ist das Coronavirus ausgebrochen. Wie Peter Schulze, Vorstand der St. Hedwig-Stiftung, am Dienstag mitteilte, brachten die Testungen des Gesundheitsamtes folgendes Resultat: "Wir haben - Stand Dienstag - 19 infizierte Bewohner und 10 infizierte Mitarbeiter und es ist damit zu rechnen, dass in den nächsten Tage noch weitere Personen positiv getestet werden."

Eine weitere Testung am Donnerstag

Aktuell sei nur der Wohnbereich B betroffen, der Wohnbereich A, wo überwiegend die demenziell veränderten Bewohnerinnen und Bewohner lebten, sei derzeit noch nicht betroffen. "Das Gesundheitsamt Vechta hat für das Haus ein Betretungs- und Besuchsverbot, ein Aufnahmestopp und für alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Arbeitsquarantänen angeordnet. Am Donnerstag erfolgt eine erneute Testung durch das Gesundheitsamt", erklärte Schulze weiter.

Die Krankheitsverläufe der Bewohner seien zurzeit noch eher milde. Man stehe aber erst am Anfang der Infektion. "Aufgrund der Erfahrungen im St. Hedwig-Stift wissen wir, dass sich dies in der Regel noch ändern wird. Wir hoffen das Beste für unsere Bewohnerinnen und Bewohner wie auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", so Schulze, der sich für die großartige Unterstützung aus den Einrichtungen der gesamten Stiftung und das Engagement der Mitarbeiter vor Ort bedankt.

Erste Anzeichen am vergangenen Freitag

Alle 30 Bewohner im oberen Bereich – ob infiziert oder nicht – befinden sich laut Peter Schulze seit dem Wochenende in Zimmerquarantäne. Die Versorgung und soziale Betreuung auf den Zimmern bedeute eine hohe Personalintensität, verdeutlicht der Stiftungsvorstand. So zögen die Mitarbeiter etwa vor jedem Zutritt in ein Bewohnerzimmer neue Schutzmaterialien an - entsprechend den hygienischen Anforderungen.

Am vergangenen Freitag hatte ein Bewohner Anzeichen für eine Covid-Infektion gezeigt, berichtet Peter Schulze. Nachmittags sei ein Schnelltest gemacht worden, der positiv ausfiel. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt habe man dann am Samstagmorgen bei allen 60 Bewohnern und allen 42 Mitarbeitern ebenfalls Schnelltests durchgeführt. "Ein Mitarbeiter und 2 weitere Bewohner waren positiv. Die hatten am Samstagmorgen auch schon Symptome entwickelt." Am Montag habe das Gesundheitsamt dann Abstriche genommen und im Labor untersuchen lassen. Wie genau das Virus ins Haus St. Franziskus gelangt ist, kann Peter Schulze nicht sagen. Man werde aber versuchen, die Ansteckungswege zu filtern, um daraus Rückschlüsse zu ziehen.

Wie von der St. Hedwig-Stiftung weiter zu erfahren ist, sind in deren Einrichtungen für den kommenden Freitag und Samstag Impfungen  vorgesehen. Für die Bewohner des nicht betroffenen Wohnbereichs A im Haus St. Franziskus stehe aktuell die Impfentscheidung aber noch aus. "Für weitere Entscheidungen müssen wir die Entwicklungen abwarten. Daher sind wir mit dem Landkreis Vechta im engen Austausch", heißt es.

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