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Corona-Ausbruch in Altenheim eskaliert: Gesundheitsamt meldet 2 Todesfälle

Die Lage in der Altenoyther Alten- und Pflegeeinrichtung spitzt sich zu - und das trotz Impfschutz. Nach neuestem Kenntnisstand sind 22 Bewohner und 3 Mitarbeiter infiziert. Es gibt auch 2 Todesfälle.

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Symbolfoto: dpa

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Das Cloppenburger Gesundheitsamt spricht von einem "gravierenden Infektionsgeschehen" in dem Altenoyther Alten- und Pflegeheim. Nachdem dort in jüngster Zeit 6 Personen nach und nach positiv getestet worden, liegen am Mittwoch die Befunde der durchgeführten Reihentestung vor. Und das Ergebnis ist alarmierend: Wie Kreissprecher Frank Beumker am Nachmittag bestätigt, sind 22 Bewohner und 3 Mitarbeiter positiv getestet worden. 74 Abstriche lieferten ein negatives Ergebnis. Die schlimmste Nachricht: Mittlerweile "sind in den letzten Tagen zwei Bewohner im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion verstorben", so Beumker.

Der Ausbruch wirft jetzt eine Menge Fragen auf. Denn: Offenbar gab es eigentlich einen vollständigen Impfschutz in der Einrichtung. Wie es dennoch zu einer derartigen Ausbreitung des Coronavirus kommen konnte, muss jetzt geklärt werden. "Das Gesundheitsamt befindet sich in enger Abstimmung mit den Verantwortlichen der Einrichtung und dem Impfzentrum", erklärte Beumker. Es werde jetzt geprüft, welche Person mit welchem Impfstoff geimpft wurde.  "Auch werden die Chargen nachverfolgt." Das Landesgesundheitsamt ist mittlerweile in die Prüfung einbezogen worden.  "Die Daten sollen wissenschaftlich ausgewertet werden", so Beumker. 

Gleichwohl gibt es offenbar eine erste Erkenntnis: Der Impfschutz habe in den meisten Fällen den Krankheitsverlauf "erheblich abgemildert", so Beumker. Demnach traten überwiegend keine bis leichte Symptome bei den infizierten Personen auf.

Dem Cloppenburger Gesundheitsamt liegen am Mittwoch 39neue positive Testergebnisse aus 10 Städten und Gemeinden vor. Demgegenüber stehen 41Personen, die seit Dienstag als genesen gelten. Unter Berücksichtigung einer statistischen Korrektur in Molbergen sinkt damit die Zahl der aktiven und nachgewiesenen Infektionen geringfügig - von 793 am Vortag auf jetzt 790. 

Allein in einer Jugendhilfeeinrichtung in Cloppenburg sind 6 neue Infektionen gemeldet worden. Die weiteren neuen Coronafälle verteilen sich laut Beumker "weiterhin auf Personen aus verschiedenen beruflichen und gesellschaftlichen Bereichen, heute zwischen den Geburtsjahrgängen 1929 und 2020"

Die Lage in den 3 Krankenhäusern: Derzeit werden 14 infizierte Patienten stationäre behandelt - 2 mehr als am Vortag. 5 von ihnen liegen auf der Intensivstation - 2 mehr als am Vortag. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (kurz: DIVI) meldet am Mittwoch (Stand 12. Mai, 12.15 Uhr), dass ein Covid-Patient beatmet werden muss. Derzeit sind 16 Intensivplätze belegt, insgesamt stehen 21 zur Verfügung.

Wie bereits berichtet hat das RKI für den Landkreis Cloppenburg am Mittwoch eine wieder gesunkene 7-Tage-Inzidenz von 107,2 gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind 10.575 Infektionen im Landkreis nachgewiesen worden. Es gibt nunmehr 9632 Genesene. Derzeit stehen 1211 Einwohner des Landkreises unter amtlich angeordneter Quarantäne.

Pöbeleien am Corona-Bürgertelefon

Derweil stellt sich Landrat Johann Wimberg schützend vor die Mitarbeiter am Bürgertelefon. Denn diese werden wohl aktuell immer häufiger am Telefon beschimpft und beleidigt. Davon berichtet zumindest am Mittwoch der Kreissprecher. Das Bürgertelefon sei ein Serviceangebot des Landkreises, mit dem man den Menschen eine Hilfestellung geben möchte, so Landrat Johann Wimberg. Das Bürgertelefon sei stets um Aufklärung bemüht, habe aber nicht die Corona-Regeln und Vorschriften zu verantworten. Er betonte, dass die Mitarbeiter deshalb auch nicht auf jede Frage eine Antwort geben können.

Während die Impfungen an Christi Himmelfahrt fortgesetzt werden, sind das Bürger- und Impftelefon an dem Feiertag nicht besetzt. Neue Coronazahlen sollen wieder am Freitag veröffentlicht werden. Mit Stand von 11. Mai haben im Landkreis 71.044 Einwohner mittlerweile ihre Zweitimpfung erhalten. 58.609 Bürger haben darüber hinaus eine Erstimpfung bekommen.

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