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Cloppenburgs Landrat klagt: "Wir benötigen dringend mehr Impfstoff"

Im Kreis Cloppenburg schreitet die Organisation der Impftermine für die über 70-Jährigen voran. Der weitere Erfolg hängt von den Lieferungen ab. Aber die sehen "nicht sehr vielversprechend" aus.

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Symbolfoto: dpa

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Cloppenburgs Landrat Johann Wimberg befürchtet, dass das kreiseigene Pilotprojekt mit dezentralen Impf-Angeboten mangels vorhandener Impfstoffe "ausgebremst" werden könnte. "Wir benötigen dringend mehr Impfstoff", klagt Wimberg am Montag. 

Zum Hintergrund: Wie schon bei den über 80-Jährigen soll nun auch die zweite Priorisierungsgruppe der über 70-Jährigen mit dezentralen Impf-Angeboten in den 13 Städten und Gemeinden erreicht werden. Die entsprechenden Pläne werden weiter vorangetrieben. Das geht aus einer Mitteilung der Kreisverwaltung hervor. Demnach stehen jetzt weitere Termine für die Erstimpfungen fest:

  • Cloppenburg: 9., 10., 13. und 14. April
  • Barßel: 15. und 16. April
  • Essen: 17. April

Bei diesen Terminen werde der Impfstoff von Biontech/Pfizer und Moderna verabreicht, teilte die Kreisverwaltung mit. Wie Kreissprecher Frank Beumker gegenüber OM online erklärte, hätte man noch weitere Termin festmachen wollen - es scheitert seinen Angaben zufolge ab den zusagten Liefermengen. Die aktuellen Ankündigen seien "leider nicht sehr vielversprechend." Darüber hinaus sei außerdem die Zeitspanne zwischen Erst- und Zweitimpfung mittlerweile von 3 auf 6 Wochen ausgedehnt worden.

Wimberg: 2000 Impfungen pro Tag wären möglich

Es sei noch "nicht zu erkennen, dass die von der Politik in Aussicht gestellten Mehrlieferungen von Impfstoffen im nun beginnenden zweiten Quartal auch bald vor Ort ankommen werden", kritisiert Landrat Johann Wimberg. Was möglich wäre, rechnet er am Montag vor: "Mit dem Impfzentrum und den mobilen Impfteams sind wir im Landkreis Cloppenburg in der Lage, täglich rund 2000 Bürger zu impfen. Somit könnten wir in einer Woche an 6 Tagen 12.000 Menschen impfen. Wenn dazu noch die Hausärzte ergänzend einbezogen werden, könnte in 6 Wochen die Hälfte der Einwohner des gesamten Landkreises bereits geimpft sein." Mit Stand vom 27. März seien 27.912 Erst- und Zweitimpfungen im Landkreis verabreicht worden.

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