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Cloppenburger Boxer wünschen sich endlich eine sportliche Heimat

Bislang trainieren die Boxer in einem Nebenraum der Sporthalle am Cappelner Damm. Zwar sei das immerhin eine feste Trainingsmöglichkeit – aber auf Dauer nicht optimal.

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Empfang im Rathaus: Oben von links Marcel Sterlikow (bester Techniker der Niedersachsenmeisterschaft 2022), Alexander Tretjakow (bester Techniker der Weser-Ems-Meisterschaft 2022); Mitte von links Laurentiu Ulinici, Leon Spieß, Johannes Kislin, Wladimir Sterlikow, Dennis Kern, Kambis Rahmani, Francesco Maru; vordere Reihe von links Bürgermeister Neidhard Varnhorn, Michael Griesmann, Xenia Keksel und Vitali Rinas.  Foto: Bernd Götting

Empfang im Rathaus: Oben von links Marcel Sterlikow (bester Techniker der Niedersachsenmeisterschaft 2022), Alexander Tretjakow (bester Techniker der Weser-Ems-Meisterschaft 2022); Mitte von links Laurentiu Ulinici, Leon Spieß, Johannes Kislin, Wladimir Sterlikow, Dennis Kern, Kambis Rahmani, Francesco Maru; vordere Reihe von links Bürgermeister Neidhard Varnhorn, Michael Griesmann, Xenia Keksel und Vitali Rinas.  Foto: Bernd Götting

Im historischen Rathaussaal in Cloppenburg trafen sich die Boxer, Trainer und Vorstandsmitglieder des Vereins Freizeit und Sport Cloppenburg (FuS), um mit Bürgermeister Neidhard Varnhorn über Gegenwart und Zukunft des Vereins zu sprechen.

Wie Trainer Wladimir Sterlikow berichtete, habe das Vereinsleben deutlich zugenommen und die aktiven Boxer des FuS hätten in diesem Jahr 60 Wettkämpfe absolviert. Dabei falle die Bilanz durchaus positiv aus: Bei 35 Siegen mussten die Sportler nur 25 Niederlagen einstecken. Seine Aktivitäten finanziere der Verein ausschließlich über Sponsoren, Beiträge und Spenden.

Den Termin beim Bürgermeister nutzte der Verein auch, um einzelne Sportler vorzustellen, wie Europameister Kambis Rahmani, die einzige weibliche FuS-Boxerin Xenia Keksel, den aus der Ukraine geflüchteten Alexander Tretjakow, den DM-Qualifikanten Marcel Sterlikow und viele andere.

Der FuS hat bereits 160 Mitglieder

Derzeit, so Wladimir Sterlikow, habe der Verein rund 160 Mitglieder, 17 davon seien im Boxring aktiv. Der Sport werde wettkampfmäßig im Alter von 10 bis 40 Jahren betrieben. An drei Tagen je Woche werde trainiert, rund 6 Stunden pro Woche und Person seien ganz normal. An jedem Trainingstermin würden mindestens 20 Personen teilnehmen.

Boxen im FuS bedeute in erster Linie sportliche Betätigung, aber immer auch Bildung und Arbeit für die Zukunft. Stark seien auch die Initiativen für Integration und gegen Gewalt. Zudem engagiere sich der Verein auch für das Cloppenburger Kinderhilfsprojekt „Kleiner Stern“. Diese Botschaften lagen Sterlikow, der in Cloppenburg als Sozialarbeiter und Streetworker tätig ist, besonders am Herzen.

Da der Verein sehr viel Zeit und Arbeit in die Jugendarbeit investiert habe und das Trainingsniveau sehr hoch sei, dürfe man im kommenden Jahr fast mit einer Verdoppelung des Wettkampfgeschehens im Bereich Boxen rechnen.

Hochintensives Training erfordert Licht und Luft

Neben ihren Geschichten und Erfolgen brachten die FuS-Sportler aber auch Wünsche mit ins Rathaus. Das Training finde regelmäßig in einem Nebenraum der Sporthalle am Cappelner Damm statt und sei mit erheblichem Aufwand verbunden. Leider sei der Raum für den hochintensiven Sport kaum geeignet. Es gebe wenig Tageslicht und nur begrenzte Lüftungsmöglichkeiten. Das Equipment für den Sport müsse immer wieder herangeschafft, aufgebaut und deponiert werden.

Man sei zwar dankbar für diese Trainingsmöglichkeit. Dennoch wünsche man sich für die Zukunft eine Art sportliche Heimat, hieß es aus den Reihen der Boxer. Hilfreich sei es, wenn Sportgeräte dauerhaft installiert werden könnten oder langfristig an Ort und Stelle verbleiben dürften. Auch Kambis Rahmani unterstützte das Anliegen und sprach sich sehr engagiert für bessere Trainingsmöglichkeiten aus. Bürgermeister Neidhard Varnhorn hörte sich die Ausführungen der Sportler verständnisvoll an und versprach eine Prüfung. Allerdings machte er auch deutlich, dass es wohl keine exklusive Halle für den FuS geben könne. Vorrangig sei in der Stadt immer der Schulsport und die darüber hinaus bestehenden Kapazitäten würden den Vereinen der Stadt zur Verfügung gestellt.

Für das Jahr 2023, berichtete Wladimir Sterlikow, habe man bereits erste Pläne. So sei für den 11. Februar eine Bezirksmeisterschaft in der Sporthalle an der Leharstraße geplant.

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