Clemens Themann achtete 35 Jahre auf den Atemschutz
Die Feuerwehr Emstek verabschiedete auf ihrer Generalversammlung Clemens Themann als Atemschutzgerätewart. Er ist der landesweit erfahrenste Kamerad auf diesem Posten. Das gab es an weiteren Themen.
Ehrung für wichtige Arbeit: Reinhard Vaske (von links), Frank Jansen sowie Arno Rauer (von rechts) und Emsteks Bürgermeister Michael Fischer dankten Clemens Themann (Mitte). Foto: Nico Hülskamp
Landesweit hat er die größte Erfahrung als Atemschutzgerätewart bei der Feuerwehr. Nach 35 Jahren legte Clemens Themann diesen Posten im Rahmen der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Emstek nieder, wie die Kameraden berichten, sein Nachfolger wird Hendrik Schlichting. Gemeindebrandmeister Reinhard Vaske dankte Themann für die jahrelange akribische Arbeit. Neben einer Ehrung durch Kreisbrandmeister Arno Rauer bekam Themann von der Feuerwehr Emstek als Anerkennung für seine Tätigkeit ein 3D-Modell eines Feuerwehrmannes mit einem Atemschutzgerät.
Themann selbst schilderte die vielen Veränderungen, die er im Atemschutzbereich im Laufe seiner Dienstzeit erlebt hat. Verfügte die Feuerwehr Emstek zu Beginn seiner Tätigkeit (1989) über nur sechs Atemschutzgeräteträger, sind es mittlerweile 40. Und diese werden auch gebraucht, denn gab es zwischen 1989 und 1998 im Schnitt fünf Einsätze pro Jahr unter Atemschutz, ist man mittlerweile bei fast 20 Einsätzen pro Jahr angelangt. Mitverantwortlich war Themann auch für die landkreisweite Einführung eines Flaschenpools für Atemliftflaschen. Nur 3 Jahre später wurde das Konzept auf die Atemschutzmasken und Lungenautomaten erweitert. Diese Poollösung bedeutete für alle Atemschutzgerätewarte eine große Erleichterung.
Dank für professionelle Zusammenarbeit
Neben den zahlreich erschienenen Kameraden konnte Gemeindebrandmeister Vaske Kreisbrandmeister Arno Rauer, Bürgermeister Michael Fischer sowie Tobias Ellmann und Norbert Lukas von der Gemeinde Emstek begrüßen. Lukas ist der neue Ansprechpartner für die Belange der Feuerwehr bei der Gemeinde Emstek, da Ellmann die Gemeinde in naher Zukunft verlässt und eine neue berufliche Herausforderung antritt. Vaske dankte Ellmann für die gute und professionelle Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Zum Glück sei Ellmann auch als Gruppenführer in der Feuerwehr aktiv, sodass man ihn „nicht ganz ziehen lassen muss“.
Thema der Versammlung waren die gravierenden Änderungen im Bereich der landesweiten Ausbildungen der Feuerwehr. Lehrgänge, die jahrelang auf landesweiter Ebene stattgefunden haben, müssten nun durch den Landkreis durchgeführt werden, so Vaske. Dieser und Kreisbrandmeister Rauer waren sich einig, dass es sich hierbei um eine große Aufgabe handelt, die man im Landkreis aber meistern werde. Ein Konzept hierzu sei schon ausgearbeitet worden. In diesem Zusammenhang gab Vaske bekannt, dass Zugführer Simon Vorwerk als Ansprechpartner für die Ausbildung innerhalb der Gemeinde beauftragt wurde.
Immer umfangreichere Aufgaben
Neben der Ausbildungssituation seien die bürokratischen Aufgaben für die freiwilligen Feuerwehren immer umfangreicher, führte Vaske weiter aus. Die Vielzahl an Prüfungen der Einsatzmittel und der Einsatzkleidung sowie die umfangreiche Dokumentation der Einsätze würden, neben dem normalen Feuerwehralltag und vielen weiteren Aufgaben, die Emsteker Einsatzkräfte vor Herausforderungen stellen, führte Vaske weiter aus. Er sei sich aber sicher, dass man auch diese Herausforderung meistern werde.
Besonderen Dank sprach Kreisbrandmeister Rauer allen Einsatzkräften aus, die beim Hochwassereinsatz im vergangenen Jahr tatkräftig unterstützt hatten. Außerdem berichtete er über die Anschaffungen auf Landkreisebene 2023 und betonte, dass die Feuerwehren im Landkreis technisch ein sehr hohes Niveau haben.
Freude über die Beförderung: Reinhard Vaske (von links), Frank Jansen, Michael Fischer, Hermann Abeln, Dennis Kovtun, Waldemar Stürmer, Ludger Bohmann, Kerstin Ideler, Patrick Jacobi, Josef Tapken, Johannes Fels, Julian Schillmöller, Hendrik Schlichting, Jan-Heino Thoben, Clemens Themann und Arno Rauer. Foto: Nico Hülskamp
Bürgermeister Michael Fischer bezeichnete das Jahr 2024 für die Feuerwehr Emstek als ein ganz besonderes Jahr. Nach der Einweihung des Großtanklöschfahrzeugs schreiten die Planungen für die Erweiterung des Feuerwehrhauses schnell voran. Die ersten Fahrzeuge seien im Nahbereich in einer Halle untergebracht, damit der notwendige Platz für die Baumaßnahmen geschaffen wird.
Die Mannschaftsstärke konnte gehalten werden, denn es verließen zwar fünf Kameraden und Kameradinnen die Feuerwehr, jedoch konnten sechs neue gewonnen werden: Johannes Fels, Jens Streithoff, Julius Struckmeier, Jan-Heino Thoben, Ben Vorwerk und Annika Walder. So stehen für die Feuerwehr 76 Einsatzkräfte zur Verfügung. Die Altersabteilung besteht aus über elf Mitgliedern.
Als Maschinisten für das neue Großtanklöschfahrzeug wählten die Anwesenden Frank Schlichting und Hermann Abeln. Folgende Kameraden wurden befördert:
Feuerwehrmann-Anwärter: Johannes Fels und Jan-Heino Thoben; Feuerwehrmann: Dennis Kovtun; Oberfeuerwehrmann: Ludger Bohmann, Josef Tapken, Hendrik Schlichting, Hermann Abeln, Waldemar Stürmer; Hauptfeuerwehrmann/Hauptfeuerwehrfrau: Marvin Fennen, Kerstin Ideler, Julian Schilmöller; Oberlöschmeister: Patrick Jacobi.