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Bührener Grundschüler werden zu Autoren

In dem Projekt widmen sich die Mädchen und Jungen Corona und nähern sich dem Thema auf unterschiedliche Art und Weise an. Neuntklässler der Oberschule unterstützen als Schreibpaten.

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Rede und Antwort: 10 Interviewpartner waren am Mittwoch in der Grundschule Bühren zu Besuch. Foto: Vorwerk

Rede und Antwort: 10 Interviewpartner waren am Mittwoch in der Grundschule Bühren zu Besuch. Foto: Vorwerk

Zu Autoren werden in dieser Woche die 60 Grundschüler aus Bühren. Gemeinsam mit dem Geest-Verlag aus Langförden und mit Unterstützung der Schreibpaten aus der Oberschule Emstek werden Geschichten und Gedichte, Interviews und mehr zusammengetragen, um daraus ein Gesamtwerk zu machen. Es soll am 9. Juli im Rahmen eines Schulfestes vorgestellt werden. Als nun seitens des Kultusministeriums die Schulen angeregt wurden, zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie aktiv zu werden, war für Leiterin Claudia Heydthausen klar, wie das geschehen soll. Mit ihrer Vorgängerin Marlies Scheele hatte sie sich darüber unterhalten und das Ergebnis war, ein eigenes Buch zu schreiben.

Ungewohnte Perspektiven angenommen

Verleger Alfred Büngen ist in diesen Dingen erfahren und in ganz Deutschland aktiv. Mit einem sicheren Gespür, wie man die Jungen und Mädchen motiviert, hat er einige Aufgabenstellungen angeregt. So haben die Kinder sich ungewohnte Perspektiven gesucht und schrieben beispielsweise aus dem Blickwinkel der Schule, in die keine Kinder mehr kommen, weil sie im Homeschooling sind. Oder sie nehmen die Position einer Rose ein, die auf Abstand bleiben soll.

Außerdem wird es ein Corona-Museum geben, zu dem jedes Kind ein Stück beiträgt, das in den vergangenen 2 Jahren der Pandemie besonders wichtig geworden ist. "Viele haben als Erstes das Smartphone genannt", sagt Büngen. Es werden aber auch Kuscheltiere und viele Spiele zu sehen sein. "Sogar ein Trampolin ist dabei, auf dem das Kind zu Hause viel gesprungen ist." Man merke in den Gesprächen, was auf einmal nicht mehr normal war. Zudem gibt es Theater, eine Corona-Skulptur und Masken, die mit der zum Alltagsgegenstand gewordenen Mund-Nasen-Schutz so gar nichts mehr gemein haben.

In dem Buch kommen nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern und Großeltern zu Wort. 19 Erwachsene haben sich zu ihren Erlebnissen geäußert und ihre Erfahrungen niedergeschrieben. 10 besondere Gäste wurden am Mittwoch von den Schülerinnen und Schülern interviewt. Die Gäste in dem Mehrzweckraum reichten vom Bürgermeister über die kirchliche Mitarbeiterin, Vereinsvertreter bis hin zum Gastronomen.

Kinder löcherten 10 Gäste mit Fragen

Die Kinder wollten wissen, ob sie geimpft sind, schon eine Erkrankung durchgemacht haben, im Homeoffice waren oder finanzielle Einbußen hatten. Und ob sie Angst vor Corona haben. Angelika Kühling, früher Pastoralreferentin in Bühren und heute in der Krankenhausseelsorge in Wildeshausen tätig, hat auch auf der Corona-Station gearbeitet und dabei unmittelbar erlebt, mit welchen Ängsten und Nöten die Mitarbeiter zu tun haben. Petra Meyer aus Bühren berichtete davon, wie schön sie die gemeinsame Zeit empfunden hat, weil auch ihr Mann von zu Hause aus gearbeitet hat und man gemeinsam frühstücken konnte.

Keine Termine, keine Veranstaltungen. Da war Bürgermeister Michael Fischer so viel zu Hause, wie noch nie. "So dicht aufeinander haben meine Frau und ich sonst nicht gelebt und uns neu kennengelernt." Beide erkrankten erst kürzlich zeitgleich an Corona und erlebten Hilfe hautnah, weil Nachbarn sich gekümmert haben und Lebensmittel vor die Tür stellten. Für Maria Meyer, in dieser Runde als Vertreterin der Großmütter, hat sich die Perspektive des Lebens verschoben. "Viele Treffen waren nicht möglich, dafür wurde aber mehr in der Familie gemacht."

Diese und noch viele weitere Geschichten finden sich in dem Buch der Grundschule Bühren, das im Rahmen des Schulfestes am Samstag, 9. Juli, um 14 Uhr vorgestellt wird.

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