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Brand in Löninger Altenheim löst Großeinsatz der Feuerwehren aus: Mehrere Bewohner offenbar verletzt

In der Nacht zu Montag ist im Löninger Altenzentrum St. Franziskus ein Feuer ausgebrochen. Die Bewohner mussten evakuiert werden. Mehrere Feuerwehren sind im Einsatz.

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Foto: Nord-West-Media-TV

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Einen Hintergrundbericht lesen Sie hier.


Im Landkreis Cloppenburg sind in der Nacht zu Montag mehrere Feuerwehren für einen Großeinsatz in Löningen alarmiert worden. Der Einsatzort: das Altenzentrum St. Franziskus in der St.-Annen-Straße. Dort ist laut ersten Informationen seitens der Polizei am Montagmorgen aufgrund eines defekten E-Rollators im Erdgeschoss ein Brand ausgebrochen. Demnach haben die ersten Einsatzkräfte vor Ort den elektrischen Krankenfahrstuhl als Quelle des Feuers ausgemacht.

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Kurz nach 3 Uhr ging bei der Großleitstelle in Oldenburg der Notruf ein und es wurde offenbar schnell klar, dass es sich bereits um ein größeres Feuer handelte und es mehrere Verletzte gab. Im Erdgeschoss hatte sich bereits gefährlicher Rauch ausgebreitet. Die Leitstelle löste mit dem Stichwort „Massenanfall von Verletzten“ den Großeinsatz für mehrere Feuerwehren und den Rettungsdienst aus.

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Rund 150 Einsatzkräfte umliegender Feuerwehren begannen demnach neben der Brandbekämpfung mit der Evakuierung der Bewohner. Etliche Helfer von 13 Standorten des Deutschen Roten Kreuzes eilten ebenfalls zum Einsatzort. Wie Steven Feiler, stellvertretender Pressewart der Kreisfeuerwehr, informierte, waren 50 Einsatzkräfte aus Löningen, 30 aus Lastrup, neun Personen des ABC-Dienstes der Kreisfeuerwehr, zehn Einsatzkräfte aus Molbergen sowie vorsorglich das Löschunterstützungsfahrzeug aus Friesoythe vor Ort. Hinzukam das Team der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV), das sich mit neun Personen in der Kapelle des Seniorenzentrums eingerichtet hatte und sich um die Betreuung der Angehörigen und Bewohner kümmerte.

Nach aktuellen Angaben konnten 79 Personen zunächst in einem sicheren Bereich des Gebäudes untergebracht werden. 14 weitere Bewohner, die in dem vom Feuer besonders betroffenen Abschnitt des Gebäudes untergebracht waren, mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Einige hatten offenbar Rauch eingeatmet, andere benötigten andere medizinische Hilfe.

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Trotz der dramatischen Szenen, die sich in der Nacht in und vor dem Altenzentrum abspielten, sprachen die Einsatzkräfte vor Ort von einem Glück, dass der Brandschutz in dem Gebäude funktionierte – denn sonst hätte sich das Feuer offenbar weiter ausbreiten können. Der Brand im Erdgeschoss ist demnach schnell unter Kontrolle gebracht worden.

Der Einsatz ist aber auch am Montagmorgen noch nicht beendet: Weitere Bewohner müssen andernorts untergebracht werden. Laut ersten Informationen könnte das Altenzentrum zurzeit nicht mehr benutz- beziehungsweise bewohnbar sein. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf 750.000 Euro.

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