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Böseler organisieren Transport an die polnisch-ukrainische Grenze

Die Gemeinde Bösel, die Kirchen, die CarLa-Tafel und die Litauen- und Tschernobylhilfe organisieren gemeinsam einen Hilfstransport. Der Aktionskreis bittet besonders um Geldspenden.

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Organisieren einen humanitären Transport für die Ukraine: Ralf Meyer (links) und Bernd Roder.   Foto: Pille

Organisieren einen humanitären Transport für die Ukraine: Ralf Meyer (links) und Bernd Roder.   Foto: Pille

„Das Leid der Ukrainer, die nun vor dem russischen Angriffskrieg flüchten, lässt uns nicht kalt. Angesichts der sich dort zuspitzenden humanitären Situation und der erwarteten Flüchtlingsbewegungen wollen wir spontan und unbürokratisch helfen“, sagt Ralf Meyer, Mitglied des Böseler Gemeinderates. Für eine schnelle Hilfsaktion haben sich in Bösel die Mitglieder des Böseler Gemeinderates, die katholische und evangelische Kirche, die CarLa-Tafel sowie erfahrene Helferinnen und Helfer der Litauen- und Tschernobylhilfe zusammengetan. Bösels Bürgermeister Hermann Block ist dabei an ihrer Seite. „Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen“, sagt Bernd Roder, ebenfalls im Rat der Gemeinde, der sich kurzentschlossen für vom Krieg betroffene Menschen einsetzen will und die Aktion gemeinsam mit Meyer organisiert.

Konkret geplant ist ein Hilfstransport aus wahrscheinlich zwei Lkw an die polnisch-ukrainische Grenze unweit der ukrainischen Stadt Lwiw (Lemberg). Der Start ist voraussichtlich in der kommenden Woche Donnerstag um 14 Uhr. Fahrer werden Ralf Meyer und Frank Schwalm sein, beide seit über 25 Jahren erfahrene Helfer und Fahrer der Tschernobylhilfe in die atomverseuchten Gebiete in Weißrussland. Zwei weitere Lkw-Fahrer stehen bereit. Die Spedition Meyer stellt die Zugmaschinen, die Auflieger die BPM GmbH.

Begleitet wird der Transport von Bernd und Birta Roder sowie Andre Brunemund in einem Neunsitzer der Firma A+T Garrel, denn es ist geplant, von der Grenze ukrainische Flüchtlinge mit nach Bösel zu nehmen. Für deren Unterkunft in Bösel ist bereits gesorgt. Roder: „Eine Familie kann bei mir wohnen.“ Im polnisch-ukrainischen Grenzgebiet werden die Hilfsgüter von vertrauenswürdigen Kontaktpersonen aus Polen und der Ukraine entgegengenommen und über die Grenze gebracht. Diese bewährten Kontakte halten die Mitglieder der Tschernobylhilfe seit Jahren.

Aktionskreis bittet um Geldspenden

Der Aktionskreis bittet nun besonders um Geldspenden. „Wir wollen Hilfsgüter wie Medikamente, Verbandsmaterial und Lebensmittel möglichst palettenweise kaufen, um sie ohne Zeit zu verlieren auch so auf die Lkw laden zu können“, erläutert Meyer. Geldspenden sind aber auch wichtig, um die Dieselkosten für die Transporte bezahlen zu können, und die sind im Moment hoch. Pfarrer Stefan Jasper-Bruns hat zudem angekündigt, am Samstag und Sonntag in den Kirchen in Bösel und Petersdorf Kollekten abzuhalten, die in diese Aktion fließen.

Die ukrainischen Hilfsorganisationen haben den Böselern eine Liste mit Hilfsgütern zur Verfügung gestellt, die dringend benötigt werden und an die sich die Bevölkerung halten kann und sollte, wenn sie gut erhaltene Sachspenden geben will. Gesucht werden danach besonders Decken, Schlafsäcke, Hand- und Küchentücher, Hygieneprodukte, Winter- Regen- und Thermobekleidung in allen Größen, Schaufeln, Spaten, Taschenlampen mit Batterien und Radios.

Die Spenden können von Samstag bis Mittwoch jeweils von 9 bis 17 Uhr bei der CarLa-Tafel-Sammelstelle in der Fladdderburgerstraße 10 abgegeben werden. 

  • Info: Geldspenden werden nun dringend erbeten mit dem Verwendungszweck „Ukrainehilfe Bösel“ und einer Anschrift für die Spendenbescheinigung auf folgende Konten: Kath. Kirchengemeinde Bösel: IBAN DE71 2806 6620 0002 015001; Ev. Kirchengemeinde Bösel: IBAN: DE 65 2805 0100 0084 105642; Per Paypal

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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