Besten Zeitpunkt zur Sanierung erwischt
Das Dorfgemeinschaftshaus neben der Kirche in Halen wurde in den vergangenen Monaten generalüberholt. Doch wegen Corona muss die Einweihung zunächst warten.
Thomas Vorwerk | 11.01.2021
Das Dorfgemeinschaftshaus neben der Kirche in Halen wurde in den vergangenen Monaten generalüberholt. Doch wegen Corona muss die Einweihung zunächst warten.
Thomas Vorwerk | 11.01.2021

Viel Platz: Der Musikverein kann demnächst wieder im Obergeschoss seine Proben abhalten. Ein zusätzlicher Fluchtweg ist für den Fall eines Brandes eingerichtet. Foto: Thomas Vorwerk
Das Ende der Corona-Beschränkungen wird allerorts herbeigesehnt. Dass momentan aber keine Treffen in Gruppen stattfinden dürfen, hat in Halen auch einen ganz entscheidenden Vorteil. Ohne Zeitdruck können die Bauarbeiten im Dorfgemeinschaftshaus zu Ende gebracht werden. Und das könnte schon Mitte Februar soweit sein, denn Helfer aus der Dorfgemeinschaft sind momentan dabei, Bauschmutz zu beseitigen und abgängige Möbel zu entsorgen. Brandschutztüren müssen noch installiert werden und im Sanitärbereich sind noch Trennwände zu setzen. Verglichen mit dem, was in den vergangenen Monaten geleistet wurde, nur Kleinigkeiten. 1974 wurde das Pfarrheim als Flachdach-Gebäude mit Keller errichtet. 1987 gab es die Erweiterung mit Küche und Bücherei und es wurde das Dachgeschoss aufgesetzt. Optisch ansprechend, aber die Genehmigungsbehörde tat sich schwer, ihren Segen zu geben. Erst 1997 erfolgte die Abnahme, nachdem beim Brandschutz nachgebessert wurde. Der Mangel an Fluchtwegen sowie das offene Treppenhaus mit Holzvertäfelung zwangen vor wenigen Jahren allerdings neuerlich zum Handeln. Der Jugendkeller wurde 2015 geschlossen, denn im Fall eines Brandes hätte man nur über die einzige Treppe ins Erdgeschoss gelangen können. Zusammen mit Architekt Theo Dwertmann hat sich die Kirchengemeinde als Träger für eine grundlegende Sanierung entschieden. Das beginnt bei der Heizungsanlage, die ausgetauscht wurde, geht über die komplette Elektronik und endet bei einer Brandschutzdecke im Erdgeschoss. Der alte Eingang wurde verschlossen und an der Stelle ist eine Toilette für Menschen mit Handicap geschaffen worden. Auf der Seite zur Marienstraße hin wurde ein neuer Eingang davorgesetzt. Auf der gegenüberliegenden Giebelfront wurde aus einem Fenster eine Tür. Falls es brennt, muss niemand aus dem Fenster klettern und kann direkt ins Freie gelangen. Angesichts des bis zu 150 Personen fassenden Saals allerdings auch zwingend vorgeschrieben. Aus dem Obergeschoss kann man über eine breite Stahltreppe den Weg ins Freie finden. Über Jahrzehnte war das Haus als Jugendheim im Ort bekannt, jetzt nennt es sich Dorfgemeinschaftshaus. Die Öffnung für alle Gruppierungen des Dorfes unabhängig von der Konfession hat nicht zuletzt ihren Grund in der Finanzierung. 100.000 Euro konnten als Zuschuss vom Land eingeworben werden bei Gesamtkosten von rund 350.000 Euro. Die politische Gemeinde hat einen Zuschuss von bis zu 65.000 Euro freigegeben und den Rest trägt das Offizialat. Vor 5 Jahren war bei einer Infoveranstaltung noch überlegt worden, ob eine eventuelle Finanzierungslücke durch Haussammlungen, die Anrechung von Eigenleistungen oder die Einwerbung von Spenden geschlossen werden könnte. Dies ist aber nicht mehr erforderlich. Musik- und Gesangverein haben nun in absehbarer Zeit wieder ihren Probenraum zur Verfügung und auch für die nächste Theatersaison wird alles vorbereitet. Der Heimatverein kann seinen Bereich ebenfalls wieder nutzen und darüber hinaus stehen die Mutter-Kind-Gruppen in den Startlöchern. Die Bücherei wird nach dem Lockdown ebenfalls wieder an gewohnter Stelle öffnen können.1987 wurde das Gebäude aufgestockt und erweitert

Land Niedersachsen gibt Zuschuss in Höhe von 100.000 Euro
Bücherei wird an gewohnter Stelle wieder öffnen
Danke, OM für 10.000 Digital-Abos! Lesen Sie jetzt OM-Plus ein Jahr lang für nur 8,99€ / Monat und sparen Sie so bis zu 40%. Hier geht es zum Angebot.