Berufsalltag zwischen Zeitmangel und ganz viel Teamarbeit
Etwa 300 Teilnehmer tauschten sich jetzt beim 37. Tag der Altenpflege in der Cloppenburger Stadthalle untereinander aus. Eine Botschaft war dabei besonders wichtig.
Redaktion | 18.03.2026
Etwa 300 Teilnehmer tauschten sich jetzt beim 37. Tag der Altenpflege in der Cloppenburger Stadthalle untereinander aus. Eine Botschaft war dabei besonders wichtig.
Redaktion | 18.03.2026

Kamen zum 37. Tag der Altenpflege: die Pflegeschülerinnen (von links) Swaliha, Darelle und Parvathy aus Cloppenburg. Foto: LCV/Kattinger
„Anstrengend, erfüllend, abwechslungsreich“: So haben viele der rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim 37. Tag der Altenpflege in der Cloppenburger Stadthalle ihre Arbeit in der Pflege beschrieben. Personalmangel und Zeitdruck nannten sie in der Cloppenburger Stadthalle als größte Herausforderung, gefolgt von steigenden Anforderungen durch die generalistische Ausbildung. Das teilte der Landes-Caritasverband mit. Trotz Kritik an dieser seit dem 1. Januar 2020 in Deutschland geltenden gemeinsamen Berufseinführung in die Alten-, Gesundheits- und Kranken- sowie Kinderkrankenpflege sprach sich der Pflegeexperte Honorarprofessor Dr. Martin Pohlmann für die Beibehaltung der generalistischen Ausbildung aus. Gleichzeitig sollte diese weiterentwickelt und die Praxisbegleitung verstärkt werden. Tipps für ein besseres Klima im Pflegealltag gab Kommunikationstrainer Ludger Quatmann aus Dinklage. So riet er zu einem „10-Uhr-“ oder „11-Uhr-Zug“. Dabei solle das Team etwa um diese Uhrzeit kurz zu der Frage und gleichzeitig dem Thema des Altenpflegetages zusammenkommen: „Wer braucht hier gerade was?“ Auch riet er zu Aktivitäten von Teams außerhalb der Dienstzeit, durch die man die Kollegen besser verstehen lerne. Quatmann riet auch zu Ritualen wie einem kurzen Feedback am Ende der Dienstzeit. „Das sind Kleinigkeiten, die eine große Wirkung zeigen.“ Klare Grenzen gegenüber Bewohnern sollte eine Führungskraft laut Quatmann setzen, wenn sich ältere Personen weigern, sich von einer dunkelhäutigen Mitarbeiterin im Rahmen der Pflege berühren zu lassen. Solche Fälle sollten im Team aufgearbeitet werden und dem Bewohner sollte die Botschaft vermittelt werden: „Wir arbeiten hier in Vielfalt.“ Zur Frage „Was brauchen zugewanderte Pflegekräfte?“ kam aus dem Publikum die Anregung, einfache Gesprächskreise einzurichten. Dort könnten zugewanderte Pflegerinnen und Pfleger auf unkomplizierte Weise die deutsche Sprache lernen oder ihre Sprachkenntnisse verbessern. Umrahmt wurde die Veranstaltung durch Entspannungsübungen mit Ina Mürmel. Veranstalter waren der Landes-Caritasverband für Oldenburg sowie die Arbeitsgemeinschaft Altenhilfe.Vielfalt in der Altenpflege sollten auch die Bewohner würdigen
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