Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

BeLu-Ugandahilfe schickt Sachspenden von Löningen nach Afrika

Bernd Rickermann und die Unterstützer der BeLu-Ugandahilfe starten einen Hilfstransport auf dem Betriebsgelände der Firma Willen in Löningen. Mit dabei sind sehr umfangreiche Sachspenden.

Artikel teilen:
Zufrieden mit dem Spendenergebnis: Bernd Rickermann (links), stellvertretender Vorsitzender und Mitbegründer der Organisation, und sein Helfer-Team organisieren den Transport nach Uganda. Foto: BeLu-Ugandahilfe

Zufrieden mit dem Spendenergebnis: Bernd Rickermann (links), stellvertretender Vorsitzender und Mitbegründer der Organisation, und sein Helfer-Team organisieren den Transport nach Uganda. Foto: BeLu-Ugandahilfe

Hilfe zur Selbsthilfe in Uganda, dafür will der Verein BeLu-Ugandahilfe einen wichtigen Beitrag leisten. So sind drei mit Hilfsgütern bepackte Hochseecontainer auf den Weg nach Afrika geschickt worden. "Wenn alles nach Plan läuft, werden die Spenden dort Anfang Februar ankommen", sagt Bernd Rickermann, stellvertretender Vorsitzender und Mitbegründer der Organisation.

Gemeinsam mit Freunden und Förderern des Vereins sowie seinen Vorstandskollegen Ludwig Wilkens und Antonius Derda hatte der Sögeler auf dem Gelände des Logistikunternehmens Willen in Löningen verschiedene Sachspenden auf den Weg nach Afrika gebracht. Zu den besonders umfangreichen Gütern gehörte dabei beispielsweise eine in Einzelteile zerlegte Stahlhalle, die ein hiesiges Metallbauunternehmen gespendet hatte.

Die Halle soll genutzt werden, um in Uganda ein Handwerker-Ausbildungszentrum entstehen zu lassen, erklärt Bernd Rickermann. "Dort können wir dann Werkstätten für sechs Gewerke einrichten. Außerdem wollen wir darin einen Recycling-Bereich für die Wiederverwertung von Plastikabfall und zur Herstellung von Baumaterial aufbauen."

Verladung: Von Löningen aus geht es über Hamburg mit dem Schiff nach Mombosa (Kenia) und von dort aus mit dem Lkw in die ugandische Hauptstadt Kampala. Foto: BeLu-UgandahilfeVerladung: Von Löningen aus geht es über Hamburg mit dem Schiff nach Mombosa (Kenia) und von dort aus mit dem Lkw in die ugandische Hauptstadt Kampala. Foto: BeLu-Ugandahilfe

Windkraft- und Solar-Anlagen sowie Generatoren zählen zu den Sachspenden

Darüber hinaus befinden sich in den Seecontainern mehrere Windkraftanlagen, die neben der Stromerzeugung auch für den Antrieb von Pumpen genutzt werden sollen. Diese sogenannten "Kukate-Windpumpen" seien in Zusammenarbeit mit Professor Horst Crome und seinem Team von der Hochschule Bremen entwickelt worden, berichtet Rickmann. Zwei weitere Windkraftanlagen seien zudem von Landwirten zur Verfügung gestellt worden, da sie für sich keine Baugenehmigung erhalten hätten.

"Die große Spendenbereitschaft unserer Freunde und Förderer hat mich und meine Vorstandskollegen einmal mehr begeistert und wird den Menschen in Uganda wirklich sehr weiterhelfen", betont Bernd Rickermann. Der Umfang der Aktion sei ein Meilenstein in der Geschichte des Vereins.

Die Helfer konnten Solar-Anlagen und Generatoren für die Stromversorgung des neuen Kindergartens in Empfang nehmen. Für die Errichtung eines neuen Health-Centers, eine Art Krankenhaus, hatten die Ehrenamtlichen außerdem OP-Kleidung, verschiedene medizinische Geräte, darunter auch ein Ultraschallgerät und ein Röntgengerät, auf die Reise geschickt.

Auch in Sachen Handarbeit werden die Menschen in Uganda gefördert. So befinden sich in den Containern für die Einrichtung einer Nähstube 37 Nähmaschinen mit Fußantrieb. Ein Optiker hatte zudem 240 Brillen mit unterschiedlicher Sehstärke gespendet und die Helfer konnten viele Hilfsgüter für die Ausstattung der Schulen in Empfang nehmen.

Für die Transportkosten fallen 25.000 Euro an

Für die Sicherung der Trinkwasserversorgung können die Hilfesuchenden in Uganda künftig auf eine Zisterne mit einer Aufbereitungsmöglichkeit für Regenwasser zurückgreifen. Ebenfalls zu den Hilfsgütern zählt eine Steinpresse, die bei der Firma Krone hergestellt wurde.

Die Seecontainer werden im Hafen von Mombasa (Kenia) ankommen und von dort aus per Lkw weitertransportiert in die ugandische Hauptstadt Kampala am Victoriasee. Für die Transportkosten der Container fallen 25.000 Euro an, wobei die BeLu-Ugandahilfe einen Zuschuss der Organisation "Engagement Global gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen" beantragt hat.

Doch Hilfe kam auch von einer anderen Stelle: So hätten die BeLu-Vorstandsmitglieder auf dem Flug nach Uganda eine Lehrerin des Mönchsee-Gymnasiums in Heilbronn kennengelernt und sie von ihrer Arbeit überzeugt, erinnert sich Bernd Rickermann. Diese habe sich dazu entschlossen, einen Sponsorenlauf an ihrer Schule durchzuführen und den Erlös zu spenden. "Am Ende durften wir genau 7865 Euro für unsere Projekte in Empfang nehmen", berichtet der stellvertretende Vorsitzende.

In Uganda könnten Rickermann und seine Vorstandskollegen auf vertrauenswürdige Partner bauen, die die weitere Verteilung und die vorgesehenen Maßnahmen begleiten. So gebe es beispielsweise bereits grünes Licht für die geplante Werkhalle: Der örtliche Erzbischof Paul Ssemogerere habe über die Partnerorganisation "Belu Brothers of St. Amans" die Erstellung vertraglich zugesichert. "Die geplante Baumaßnahme kann anlaufen, sobald die Erschließung des Geländes erfolgt ist", sagt Bernd Rickermann.

So verpassen sie nichts mehr. Mit unseren kostenlosen Newslettern informieren wir Sie über das Wichtigste aus dem Oldenburger Münsterland. Jetzt einfach für einen Newsletter anmelden!

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

BeLu-Ugandahilfe schickt Sachspenden von Löningen nach Afrika - OM online