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Bei Staggenborg entstehen 44 Grundstücke

Alle Interessenten erhalten in diesen Tagen Post. Die Bauplätze werden im Rahmen des Erbbaurechts vergeben.

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Die Bagger stehen bereit: Die Vorbereitungen für die Erschließung des Baugebietes "Staggenborg" entlang der Goethestraße schreiten voran. Foto: Böckmann

Die Bagger stehen bereit: Die Vorbereitungen für die Erschließung des Baugebietes "Staggenborg" entlang der Goethestraße schreiten voran. Foto: Böckmann

Die Nachfrage nach Bauplätzen in der Stadt Dinklage ist groß. Das merkte die Verwaltung unlängst, als sie die Vermarktung für das Wohngebiet „Höner Kirchweg II“ gestartet hatte. Das Ergebnis: Rund 290 Bürger hatten ihr Interesse an einem der 40 Grundstücke im Nordwesten der Kommune signalisiert. Das sorgte entsprechend für viel Frust bei den Bauwilligen, die bei der Grundstücksvergabe leer ausgingen.

Doch für alle Dinklager, die ihren Wunsch vom Eigenheim nach wie vor erfüllen möchten und auf der entsprechenden Liste der Stadt stehen, gibt es jetzt gute Nachrichten: Sie erhalten in diesen Tagen Post von der Verwaltung. Dort müssen sie in einem Fragebogen beantworten, ob sie weiter Interesse an einem Grundstück haben. Und wenn ja, welche Grundstücksnummer sie favorisieren. Denn die Vorbereitungen für die Erschließung des Baugebietes "Staggenborg" entlang der Goethestraße schreiten voran, der Bebauungsplan Nummer 48 ist mittlerweile rechtskräftig.

44 Grundstücke in optimaler Lage: Die Grundstücksnummer 1 bis 10 sind für den Mietwohnungsbau reserviert, die Nummer 11 bis 44 für Einfamilienhäuser. Mittendrin: ein großer Spielplatz. Grafik: von der Heide  Quelle: Stadt Dinklage44 Grundstücke in optimaler Lage: Die Grundstücksnummer 1 bis 10 sind für den Mietwohnungsbau reserviert, die Nummer 11 bis 44 für Einfamilienhäuser. Mittendrin: ein großer Spielplatz. Grafik: von der Heide / Quelle: Stadt Dinklage

Im Rahmen des Erbbaurechts stehen 44 Grundstücke zur Verfügung. Die zehn Grundstücke direkt an der innerörtlichen Entlastungsstraße sind für den Mietwohnungsbau vorgesehen (zwei bis vier Wohneinheiten), die anderen 34 für Einfamilienhäuser. Die Grundstücke an der Katharina-von-Bora und der Martin-Luther-Straße – so die beiden Straßennamen – haben eine Größe von 600 bis zu knapp 1200 Quadratmeter. Im zentralen Bereich ist ein Spielplatz vorgesehen.

Über die Bauplatzvergabe entscheidet nicht die Stadt

Wichtig: Eigentümerin der Fläche ist nicht die Stadt Dinklage, sondern die ASB Grundstücksverwaltung GmbH. Hinter dem Namen verbergen sich die Familien Staggenborg und Burhorst, denen die Fläche gehört. Die Vergabe der Grundstücke im Rahmen des Erbbaurechts soll in Zusammenarbeit mit der Verwaltung erfolgen. Die endgültige Entscheidung, wer ein Grundstück erhält, fällt letztendlich die ASB Grundstücksverwaltung. Carl Heinz Putthoff, Amtsleiter Liegenschaften und Finanzen sowie Ansprechpartner für das Baugebiet, ist den Familien Staggenborg und Burhorst im Namen der Stadt Dinklage "sehr dankbar für die unkomplizierte Zusammenarbeit und die Bereitstellung der Fläche für den Wohnungsmarkt".

Neben den üblichen einmaligen Kosten wie Beurkundung, Grundschuld, Vermessungen oder Anschlusskosten für Kanalisation, Telefon, Strom und Gas wird zwischen der Stadt Dinklage und dem Grundstückseigentümer auch noch ein "Ablösevertrag" für die Kosten für die Erschließung und Abwasserbeseitigungsanlagen geschlossen. Der Wert des Grundstücks wird auf 110 Euro pro Quadratmeter angesetzt. Die Dauer der Erbpacht beträgt 99 Jahre.

Bürgermeister Frank Bittner freute sich schon im vergangenen Jahr, dass in der Stadt Dinklage in höchst attraktiver Lage direkt neben der evangelischen Kirche Grundstücke angeboten werden. Fußballplätze, Tennisanlage, Freibad und die neue Kindertagesstätte sind im Stadtteil Wiek wenige Hundert Meter entfernt. Die City und die Schulen sind ebenso gut zu erreichen wie die Supermärkte über die Entlastungsstraße. Mit der Bebauung der Grundstücke soll im Frühjahr 2021 begonnen werden, hofft Putthoff.

Hier entsteht ein Wohngebiet: Der Höner Kirchweg II“ – von oben fotografiert im Juni dieses Jahres. Foto: HartjensHier entsteht ein Wohngebiet: Der „Höner Kirchweg II“ – von oben fotografiert im Juni dieses Jahres. Foto: Hartjens

Apropos Baureife: Im Baugebiet "Höner Kirchweg II" verzögern sich die Erschließung etwas. Putthoff hofft, dass die Baustraße und die Ver- und Entsorgungsanlagen im Oktober fertig sind. Die 46 Grundstücke für Ein- und  Zweifamilienhäuser im "Hof Menke" (so der Straßenname) sind trotz der großen Bewerberzahl übrigens noch nicht vollzählig vergeben. Selbst die Nachrückerliste reichte dafür nicht aus; zuletzt gab es noch immer zwei, drei freie Flächen.

Über die Gründe der Absage kann die Verwaltung auch nur spekulieren. Lag's an Corona? An der Lage? An der Größe? An anderen Gründen? Sorgen, dass ähnliche Probleme auch im Baugebiet Staggenborg auftreten, hat Amtsleiter Putthoff indes nicht. Manchmal dauere die Vermarktung eben etwas länger. Die Stadt habe aber mit der Politik den Weg für zwei große Baugebiete geebnet – das sei für die Stadtentwicklung wichtig.

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