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BBS Friesoythe starten Infoveranstaltungen als Livestream

Am 27. Januar und 4. Februar stellen Schüler und Lehrer die Beruflichen Gymnasien mitsamt ihren Möglichkeiten auf YouTube vor. Fragen aus dem Chatroom werden live beantwortet.

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Fernsehmacher: Die BBS-Lehrer Lars Murra (links) und Ralf Stammermann haben den Livestream der Beruflichen Gymnasien Friesoythe konzipiert, organisiert und technisch umgesetzt. Am 27. Januar gehen sie auf YouTube erstmals auf Sendung. Foto: Stix

Fernsehmacher: Die BBS-Lehrer Lars Murra (links) und Ralf Stammermann haben den Livestream der Beruflichen Gymnasien Friesoythe konzipiert, organisiert und technisch umgesetzt. Am 27. Januar gehen sie auf YouTube erstmals auf Sendung. Foto: Stix

Am großen „Corona-Eigentlich“ kommen auch die Berufsbildenden Schulen (BBS) Friesoythe nicht vorbei. „Eigentlich würden wir jetzt an den Realschulen, Oberschulen und Gymnasien der Region unsere drei berufsbildenden Gymnasien vorstellen“, sagt BBS-Lehrer Ralf Stammermann. „Aber das geht momentan nun mal nicht.“

Die Informationsarbeit, mit der neue Schüler für die Gymnasien gewonnen werden sollen, bleibt aber weiter wichtig. Und so beschreiten Lars Murra, der Abteilungsleiter berufliche Gymnasien an den BBS, und Stammermann coronabedingt einmal mehr neue Wege. Ein Livestream auf der Videoplattform YouTube soll die persönlichen Besuche an den Schulen ersetzen. Am Mittwoch, 27. Januar, und am Donnerstag, 4. Februar, werden die beruflichen Gymnasien Punkt 19 Uhr auf Sendung gehen.

Direkte Interaktion soll nicht zu kurz kommen

Knapp eine Stunde werde das Programm wohl dauern, vermutet Stammermann. Letztlich sei es davon abhängig, wie viele Fragen von den zugeschalteten Schülern kommen werden. Denn die direkte Interaktion soll auch bei der digitalen Kontaktaufnahme nicht zu kurz kommen.

Basis des Livestreams werden bereits aufgezeichnete Videos von Schülern und Lehrern sein. „Wir haben uns dabei an den Fragen orientiert, die in den vergangenen Jahren üblicherweise bei den Schulbesuchen gestellt wurden“, sagt Murra. Da gehe es meist darum, wo der Unterschied zu den allgemeinbildenden Gymnasien liege und ob man mit einem Abitur der BBS die gleichen Möglichkeiten habe wie Absolventen etwa des Albertus-Magnus-Gymnasiums.

„Egal wen wir gefragt haben, eigentlich jeder war sofort bereit, an dem Projekt mitzuwirken.“Lars Murra, Abteilungsleiter Berufliche Gymnasien

Ein Großteil dieser Fragen werde in kurzen Videos der BBS-Schüler beantwortet. „Wir haben festgestellt, das den potenziellen Nachwuchs ganz besonders interessiert, warum unsere derzeitigen Schüler sich für die beruflichen Gymnasien entschieden haben“, erzählt Murra. Bei den individuellen Antworten auf diese Frage beseitigen Schüler der 11. und der 13. Klassen gleich viele andere Unklarheiten.

Den Lehrern bleibt es in den Videos vorbehalten, die Fächer sowie deren Inhalte und Besonderheiten vorzustellen. „Da gab es eigentlich keine Berührungsängste“, erzählt Murra. „Egal wen wir gefragt haben, eigentlich jeder war sofort bereit, an dem Projekt mitzuwirken.“

Technische Vorbereitung war größte Herausforderung

Murra selbst wird live die über die Chat-Funktion eingereichten Fragen beantworten. „Die werden sich nicht groß von den Fragen bei den Präsenzveranstaltungen unterscheiden“, vermutet er. „Und wenn doch, ist das auch in Ordnung.“

Die größte Herausforderung des Projektes sei die technische und organisatorische Vorbereitung gewesen, erzählt Stammermann. „Damit gingen unsere Weihnachtsferien drauf.“ Dafür sei die Videoausrüstung nun auf dem neuesten Stand. „Und ich weiß jetzt, was eine Softbox ist.“

Eine dauerhafte Einrichtung soll der Livestream nicht werden. „Kein Video kann den direkten Kontakt ersetzen“, sagt Murra. Als ergänzendes Angebot werde es die digitalen Video-Infos aber sicher auch künftig geben. Und die Aufzeichnung des Premieren-Streams wird dauerhaft auf YouTube zu sehen sein.


Fakten:

  • Die beruflichen Gymnasien Technik (Schwerpunkt Mechatronik), Wirtschaft sowie Gesundheit und Soziales (Schwerpunkt Sozialpädagogik) stellen die Vorbereitungen auf ein einschlägiges Studium oder eine Ausbildung in den Vordergrund.
  • Die Profilfächer der Schwerpunkte werden an sechs Stunden in der Woche unterrichtet, dafür fehlen beispielsweise Kunst und Musik im Pflichtprogramm.
  • Die Absolventen erwerben die allgemeine Hochschulreife, können also unter Berücksichtigung des NC an jeder Hochschule jedes Fach studieren.
  • Zum Livestream gelangt man am 27. Januar und 4. Februar um 19 Uhr über einen Link auf www.bbs-friesoythe.de, über die Suche nach „BBS Friesoythe“ bei YouTube oder über den direkten Link.

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