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Bauprojekt bringt Bewegung

Sportlich herrscht auch beim SV Altenoythe Stillstand, baulich startet jetzt der Umbau des Vereinsheims. Die Kosten belaufen sich auf 300.000 Euro.

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Umbau: Der SV erweitert seine Umkleiden und baut einen Sportraum. Foto: Wimberg

Umbau: Der SV erweitert seine Umkleiden und baut einen Sportraum. Foto: Wimberg

Der Rasensprenger ist nach wie vor die einzige Bewegung auf dem satten Grün und schon von Weitem ist zu erkennen, dass sich der Sportplatz des SV Altenoythe "in einem absolut perfekten Zustand" präsentiert, wie Vorsitzender Johannes Hardenberg bestätigt. Doch genutzt werden kann er nicht. "Das fehlt mir und uns schon sehr", betont der Vereinschef, der den krisenbedingten Schutzmaßnahmen jedoch zustimmt und sie "für die richtige Entscheidung" hält.

Sportlich und gesellschaftlich herrscht noch bis September Stillstand, baulich starten Vorstand und Mitglieder allerdings jetzt durch: Nach zwei Jahren der Planung beginnen die Arbeiten für die Sanierung und Erweiterung des Vereinsheims. Eine umfangreiche und notwendige Maßnahme, die mit einem Investitionsvolumen von rund 300.000 Euro kalkuliert ist.

Wie berichtet, waren die Kapazitäten auf dem Gelände im Ortsteil Cavens erschöpft. Mittlerweile registriert der SV rund 830 Mitglieder,  15 Kicker-Teams, zehn Völkerballmannschaften sowie acht Kleingruppen (Kinderturnen, Laufgruppen). Mit dem Bauprojekt sollen die beengten Verhältnisse der Vergangenheit angehören.

Sanitäranlagen barrierefrei erneuert

Neben dem Neubau von zwei rund 25 Quadratmeter großen Umkleidekabinen und eines großen Sportraums im Obergeschoss werden die vorhandenen Umkleiden saniert sowie die Sanitäranlagen auch für Menschen mit Beeinträchtigungen erneuert. Zum Projekt gehören außerdem zwei Schiedsrichterkabinen, ein Büro, Lager- und Technikraum.

Zuschüsse von insgesamt 230.000 Euro fließen von der Stadt Friesoythe, vom Landkreis Cloppenburg und aus dem EU-Programm "Leader". Schultern werde der Verein den Rest von rund 70.000 Euro in Form von Eigenmitteln und Eigenleistungen. Mit der Stadt Friesoythe sei ein neuer Pachtvertrag für das Gelände über 20 Jahre abgeschlossen worden.

NFV immer noch ohne klaren Laufplan

Das einzig Positive an der Coronapandemie sei der Umstand, "dass wir uns aufgrund des fehlenden Spielbetriebs in den kommenden drei Monaten voll und ganz auf den Bau konzentrieren können", betonte Hardenberg. In sechs Wochen wollen die Mitglieder Richtfest feiern, am Ende des Jahres die Einweihung. Und es bleibe zu hoffen, dass der Alltag dann wieder eingekehrt sei, denn auch aus finanzieller Sicht sei die Zwangspause natürlich spürbar, auch "wenn wir gut aufgestellt sind". Neben den fehlenden Ligaspielen ist die deutsche Meisterschaft im Völkerball ausgefallen, Osterparty und Sportwoche mussten darüber hinaus abgesagt werden.

Kritik äußert der Vereinschef an der Haltung des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV), der immer noch "keinen klaren Laufplan" formuliert habe. Dass viele Vereine deshalb das Gefühl hätten, alleine gelassen zu werden, sei nachvollziehbar.

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