Ein Unfall auf der A1 bei Bakum hat am Donnerstagabend die Autobahnpolizei Ahlhorn auf den Plan gerufen. Denn bei dem Unfall allein ist es nicht geblieben. Wie die Beamten am Freitagmorgen mitteilen, passierte der Unfall gegen 20 Uhr.
Ein 39-jähriger Mann aus dem Kreis Steinfurt war mit seinem VW in Richtung Osnabrück unterwegs, als er auf dem linken Fahrstreifen einer Baustelle bei der Anschlussstelle Vechta zu dicht auffuhr und andere Autofahrer durch Aufblenden zum Spurwechsel nötigte. Er erkannte zu spät, dass er selbst auf den mittleren Fahrstreifen hätte wechseln müssen und kollidierte mit Warnbaken, was erhebliche Schäden an seinem Fahrzeug verursachte.
Polizei leitet mehrere Ermittlungsverfahren ein
Nach dem Unfall forderte der Mann einen 41-jährigen Autofahrer aus Wuppertal, dessen Audi durch Trümmerteile beschädigt wurde, lautstark auf, nicht die Polizei zu rufen. Trotz der Schäden setzte er seine Fahrt fort, bis er auf dem Parkplatz Bakumer Wiesen stoppen musste, da sein VW nicht mehr fahrtüchtig war.
Die Autobahnpolizei traf dort auf die beiden Männer und stellte bei der Unfallaufnahme Alkoholgeruch beim 39-Jährigen fest. Ein Test ergab 1,05 Promille. Zudem stellte sich heraus, dass der Führerschein des Mannes gefälscht war und er keine gültige Fahrerlaubnis besaß. Es bestand auch der Verdacht, dass sich der Georgier unerlaubt im Bundesgebiet aufhielt. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen mehrerer Verstöße eingeleitet, und die zuständige Ausländerbehörde leitete aufenthaltsbeendende Maßnahmen ein.