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Anne May will alte Quellen digital zugänglich machen

Die gebürtige Dammerin leitet die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in Hannover.  Dessen Online-Angebot richtet sich unter anderem an Interessierte für Ortsgeschichte.

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Direktorin: Anne May leitet die GWLB in Hannover. Foto; May

Direktorin: Anne May leitet die GWLB in Hannover. Foto; May

Auf ein Online-Angebot der "Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek" (GWLB) in Hannover hat der stellvertretende Vorsitzende des Dammer Heimat- und Verschönerungsvereins "Oldenburgische Schweiz" aufmerksam gemacht. Nach Worten Wolfgang Friemerdings richtet es sich an Interessierte, die in die Geschichte ihres Ortes und ihrer Region einsteigen wollen und beabsichtigen, deren Erforschung zu betreiben. Das Angebot sei kostenlos und nach eigenem Belieben zu erarbeiten.

Leitung am 1. Januar 2016 übernommen

Die Direktorin der GWLB stammt aus Damme: Anne May, geborene Kuhlmann aus Borringhausen. "Woraus sich schon allein eine persönliche Beziehung zum Forschungsgegenstand ergibt", schreibt Wolfgang Friemerding. Anne May, die in Osnabrück Literatur- und Erziehungswissenschaften studierte und danach Bibliothekarin wurde, hat die Leitung der GWLB am 1. Januar 2016 übernommen.

Zuvor hatte die Mutter einer Tochter, die mit dem Bildhauer und langjährigem Dammer Carnevals-Büttenredner Helmut Johannes May verheiratet ist, zwischen 2002 und 2015 als stellvertretende Direktorin der Technischen Informationsbibliothek und Universitätsbibliothek Hannover gearbeitet. Seit 5 Jahren leitet sie als Direktorin mit der GWLB eine der größten Regional- und wissenschaftlichen Bibliotheken Deutschlands. Sie hat einmal in einem Gespräch mit einer Journalistin gesagt: "Eine Bibliothek existiert ja real und virtuell."

2 neue Selbstlernkurse

Es sei die Aufgabe, die Schätze einer systematisch zu digitalisieren, damit sie den Menschen zugänglich seien. Dazu tragen im Rahmen des Online-Angebotes der Bibliothek die sogenannten moodle-Kurse bei. Bei 2 neuen Selbstlernkursen mit den Titeln "Wie kann ich die Geschichte meines Ortes oder meiner Region erforschen?" und "Wie erforsche ich die Migrationsgeschichte meines Ortes oder meiner Region" lernen Teilnehmer nach Angaben Anne Mays, wie sie landeskundliche Informationen recherchieren. Anhand konkreter Beispiel erhielten sie im Laufe der Kurse verschiedene Quellengattungen und Anlaufstellen für weitere Recherchen vorgestellt. Zudem gibt es Literaturempfehlungen.

Zu jeder niedersächsischen Region und zu fast allen niedersächsischen Orten seien in der GWLB entsprechende Titel vorhanden. Sie reichten von Ortschroniken bis zu wissenschaftlichen Studien. Die GWLB sammele diese Bücher und stelle sie zur Verfügung, heißt es auf der Internetseite der Bibliothek.

Es handelt sich bei beiden Selbstlernkursen nach Worten Anne Mays noch um Beta-Versionen. Die Teilnehmer könnten Verbesserungsvorschläge zum Beispiel zur Nutzbarkeit oder Länge äußern. Wolfgang Friemerding sieht in dem Kurs zur Migrationsgeschichte eine Ergänzung zur derzeit im Stadtmuseum Damme laufenden Sonderausstellung "US-Auswanderung aus Damme im 19. Jahrhundert". Die Sonderausstellung sei allerdings bis zum Ende des aktuellen Lockdown im Rahmen der Bekämpfung der Corona-Pandemie lediglich in Auszügen im Internet einsehbar, sagte Friemerding.


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