Ammoniak tritt in Lohne aus: Mehrere Personen verletzt
Nach dem Großeinsatz am Vormittag am Lohner Tiefkühl Center kommt es am Nachmittag erneut zu einem Einsatz (Bildergalerie).
Matthias Niehues, Julian Röben | 05.03.2025
Nach dem Großeinsatz am Vormittag am Lohner Tiefkühl Center kommt es am Nachmittag erneut zu einem Einsatz (Bildergalerie).
Matthias Niehues, Julian Röben | 05.03.2025

Foto: M. Niehues
19.04 Uhr: Während eine Spezialfirma am Nachmittag im betroffenen Bereich Aufräumarbeiten und Belüftungen durchgeführt hat, ist ein Unterdruck in der Lüftungsanlage entstanden. Dadurch wurden Ammoniakdämpfe im Gebäude verteilt. Das berichtet die Polizei am Abend. 15.01 Uhr: Aktuell kommt es erneut zu einem Einsatz bei der vom Ammoniak betroffenen Firma in Lohne. Das berichtet die Polizei. Den Angaben zufolge haben einige Mitarbeiter Beschwerden, eine Vielzahl an Rettungswagen ist angefordert. 14.04 Uhr: Die Polizei fasst ihren ersten Ermittlungsstand zusammen. Demnach haben sich zwei Mitarbeiter einer Wartungsfirma bei einem Gefahrgutunfall am Mittwochvormittag bei der Firma LTC leicht verletzt. Sie waren mit Wartungsarbeiten an einer Ammoniakleitung befasst. Dabei sei ein Ventil abgerissen worden, sodass das gifte Gas Ammoniak austrat. Die Mitarbeiter hätten sich eigenständig auf das Flachdach der Firma retten können. Die Feuerwehr habe sie über die Drehleiter geborgen. Im Ergebnis seien LTC und vier weitere angrenzende Firmen des Industriegebietes durch die Feuerwehr und Polizei evakuiert worden. Der Einsatz sei von einem Großaufgebot der Feuerwehren, des Rettungsdienstes und der Polizei begleitet worden. Die nötigen Sperrungen seien mittlerweile wieder aufgehoben worden. 13.17 Uhr: Die Warn-Apps geben Entwarnung. 13.07 Uhr: Auch die Polizei gibt in einer aktuelle Mitteilung vorsichtig Entwarnung. Zwar seien angrenzende Firmen nach der Meldung des Unfalls vorsorglich evakuiert worden und eine Person habe über Kreislaufprobleme geklagt, es seien aber keine kritischen Werte im Umkreis von LTC festgestellt worden. Für die Bevölkerung habe keine Gefahr bestanden. 13.01 Uhr: Von der Firma LTC war ein Leck in ihrer Ammoniakanlage festgestellt worden. Eine Fachfirma wurde daraufhin mit der Wartung beauftragt. Bei den Arbeiten am Mittwochvormittag wiederum, so die Feuerwehr gegenüber OM-Medien, sei ein Ventil abgerissen worden. Ein Mitarbeiter der Wartungsfirma habe sich dabei verletzt. Er sei mit Atemschutztechnik geborgen und in eine Klinik gebracht worden. Zudem soll es einen zweiten Verletzten geben. 12.50 Uhr: Bei einem Ammoniak-Austritt im Lohner Tiefkühl Center (LTC) sind am Mittwochvormittag mehrere Personen verletzt worden. Nach ersten Erkentnissen der OM-Medien ist die genaue Sachlage aktuell allerdings noch unklar. 11.14 Uhr: Die Einsatzkräfte werden über den Ammoniak-Austritt im LTC informiert.
Gegen 14.20 Uhr klagten Mitarbeiter demnach über gesundheitliche Beschwerden, weshalb die anwesende Feuerwehr erneut ein Großaufgebot von Rettungskräften anforderte. Alle Mitarbeiter mussten das Gebäude verlassen und wurden von den Rettungskräften untersucht. Fünf Mitarbeiter kamen vorsorglich in Krankenhäuser.
Die Spezialfirma beseitigt aktuell ein Wasser-Ammoniakgemisch, das sich infolge des ersten Lecks gebildet hatte. Aus Sicherheitsgründen bleibt das Gebäude für Mitarbeiter gesperrt. Das Gewerbeaufsichtsamt ist ebenfalls vor Ort. Bis zum Abschluss der Arbeiten bleibt eine Nachaufsicht der Feuerwehr sowie ein Rettungswagen vor Ort.
Im Einsatz waren laut Polizei neben der Feuerwehr Lohne waren im Kontext der Alarmierung des Gefahrgutzuges die Freiwilligen Feuerwehren Vechta, Dinklage, Fladderlohausen, Holdorf, Langförden und Steinfeld. Die K264 (Krimpenforter Straße) sei zum Zwecke des Einsatzes zwischen dem Abzweig Voßberg und Lohne noch immer gesperrt.
Das Gas Ammoniak, ein Kältemittel, ist giftig. Daher war am Mittwochmittag präventiv eine Gefahrenwarnung an die Bevölkerung herausgegeben worden. Allerdings sei der Ammoniak-Grenzwert in der Umgebung um die Firma LTC nie überschritten worden, beruhigt die Feuerwehr. Daher seien auch keine Straßen gesperrt worden. Die Messungen sollen vorsorglich noch fortgesetzt werden.
Der Malteser Hilfsdienst war zwischenzeitlich mit bis zu elf Rettungswagen vor Ort, der Einsatz läuft aktuell noch. Die Feuerwehr hat eine Dekontaminationsschleuse eingerichtet, um Atemschutzgeräte nach dem Tragen abzuwaschen – schließlich handelt es sich bei Ammoniak um ein hochgiftiges Kühlmittel.
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