Eine kleine Suche im Netz und schon öffnen sich mehrere Fenster, Werbungen, Angebote und auch Fake-News. Um Kinder und Jugendliche vor diesen falschen Inhalten zu schützen, wird an Schulen oder auch durch Projekte wie dem „Medienprofi“ Medienkompetenz vermittelt. Doch was ist das eigentlich?
Was ist eigentlich Medienkompetenz?
Über diesen Begriff stolpert man heutzutage immer wieder. „Medienkompetenz ist eine Schlüsselkompetenz in unserer digitalen Gesellschaft. Lernende sollen Fähigkeiten und Fertigkeiten erwerben, sodass sie digitale Medien verantwortungsvoll, kritisch-reflektiert und selbstständig im Alltag verwenden können“, erklärt Heike Katzer-Diekmann. Sie ist Medienpädagogische Beraterin des Niedersächsischen Landesinstitutes für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ). Ihren Ausführungen zufolge gehören das sichere Nutzen digitaler Medien, Datenschutz und Urheberrecht, das kreative Gestalten von digitalen Medieninhalten, aber auch der kritische Umgang mit digitalen Informationen dazu.
Und das gilt besonders heutzutage. Laut Katzer-Diekmann stoßen Schülerinnen und Schüler auf verschiedene Gefahren: Fehlinformationen, Daten, die gestohlen werden könnten oder auch Cybermobbing. Und genau da kommen Projekte wie der „Medienprofi“ ins Spiel, sie sollen Kinder und Jugendliche gut auf die digitale Welt vorbereiten. Aber: „Auch Eltern, Schulen und Gesellschaft sind in ihren jeweiligen Rollen verantwortlich“, erklärt Katzer-Diekmann.
Wie sieht diese Medienbildung in den Schulen aus?
In Niedersachsen gibt es für die Schulen einen „Orientierungsrahmen Medienbildung“, demnach müssen diese die Medienkompetenz in ihren Lehrplan mit einarbeiten. Doch das fokussiere sich nicht nur auf ein Unterrichtsfach. „Vielmehr ist Medienbildung Querschnittsaufgabe aller Unterrichtsfächer und findet ihren Platz unter anderem auch in Wahlangeboten, Projekten, Projektwochen“, schreibt das Bildungsportal Niedersachsen auf seiner Website.
Was sind die Folgen von fehlender Medienkompetenz?
„Für das Leben in einer digitalen Gesellschaft ist die Medienkompetenz unverzichtbar. Fehlende digitale Kompetenzen können zu Teilhabeverlusten, zum Beispiel bei digitalen Prüfungen und in Bewerbungsverfahren führen“, sagt die Medienpädagogische Beraterin. Außerdem gehe laut der Internationalen Hochschule (IU) das Vertrauen in Medien immer weiter verloren. Hauptgrund sei die Menge an Fakenews, die im Netz kursiere. Dies geht ebenfalls aus einer Studie der IU hervor. Dabei stimmten 70,6 Prozent der Befragten voll und ganz beziehungsweise eher zu, dass ihr Vertrauen in die Medien in den letzten Jahren gesunken ist.