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Akrobaten berühren die Herzen des Publikums

Etwa 650 Zuschauer erleben "Feuerwerk der Turnkunst – on stage“ im Rasta-Dome in Vechta. Der erste Szenenapplaus gilt den Gastgebern.

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Gelungener Start in einen unterhaltsamen Abend. Die Showgruppe „In Motion“ des SFN Vechta eröffnete die Veranstaltung im Rasta-Dome in Vechta. Dabei präsentierte die Lokalgruppe Auszüge ihrer neuen Choreographie. Foto: Speckmann

Gelungener Start in einen unterhaltsamen Abend. Die Showgruppe „In Motion“ des SFN Vechta eröffnete die Veranstaltung im Rasta-Dome in Vechta. Dabei präsentierte die Lokalgruppe Auszüge ihrer neuen Choreographie. Foto: Speckmann

Ihre Körperbeherrschung ist beneidenswert. Gerade noch in kokonartigen Zwängen gefesselt, gelingt es Mandi Orozco am Vertikalseil, sich mit Händen und Füßen aus dem glitzernden Gewebe herauszuwinden. Nun dreht die Luftakrobatin mehrere Meter über dem Boden ihre Kreise, kraftvoll und elegant zugleich. Es ist einer dieser faszinierenden, fast märchenhaften Momente, die das Publikum im Rasta-Dome zu sehen bekommt.

Vor einem Jahr ist die Veranstaltung des Niedersächsischen Turner-Bundes (NTB) noch wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Diesmal haben die Ticketkäufer in Vechta mehr Glück. Etwa 650 Zuschauer sind am Donnerstagabend beim „Feuerwerk der Turnkunst – on stage“ dabei. Die Begeisterung auf den Rängen ist unüberhörbar. Immer wieder gibt es Szenenapplaus für Mandi Orozco und die anderen Akteure auf der Bühne.

Den ersten Beifall heimst aber nicht etwa die Tourneetruppe ein, sondern der SFN Vechta als Gastgeber. Seine Showgruppe „In Motion“ hat die Ehre, das rund 1,5-stündige Programm zu eröffnen. Zu mystischen Klängen zieht die Lokalgruppe in die verdunkelte Halle ein, um dann im bunten Glanz der Scheinwerfer ihr Können zu beweisen. Es sind Elemente aus der neuen Choreographie.

Raus aus dem Netz, rein ins Vergnügen: Mandi Orozco zeigte ihr Können am Vertikalseil. Foto: SpeckmannRaus aus dem Netz, rein ins Vergnügen: Mandi Orozco zeigte ihr Können am Vertikalseil. Foto: Speckmann

Die Stimmung ist schon vor dem Auftritt gut. Endlich ist es wieder da, dieses erwartungsfrohe Kribbeln vor einem Auftritt. Schließlich liegt die letzte Turngala in Vechta schon 2 Jahre zurück. „Wir haben in der Pandemie viele Absagen gehabt. Es ist ein tolles Gefühl, im großem Team dabei zu sein“, sagt Sarah Droste-Rehling, die zu den Stammkräften des 27-köpfigen Ensembles gehört.

Neun Auftritte innerhalb von 8 Tagen

Nicht minder groß ist die Freude bei den elf Künstlern, die in diesem Winter mit dem Programm „Anima“ durch Norddeutschland touren und dabei offenbar eine gute Kondition besitzen. Neun Auftritte innerhalb von 8 Tagen scheinen der Truppe nichts auszumachen. „Es ist schön, mit dem Team unterwegs zu sein und zu zeigen, woran man die letzten Jahre gearbeitet hat“, berichtet Tim Kriegler.

Der gebürtige Friedrichshafener ist ein echtes Ausnahmetalent. Nach ersten Erfahrungen im Kinderzirkus hat er eine Artistenschule in Berlin besucht. Inzwischen ist der 24-Jährige ein gefragter Mann beim „Feuerwerk der Turnkunst“ und vergleichbaren Shows in ganz Europa. Was Kriegler insbesondere an den sogenannten Strapaten, also den von der Decke hängenden Bändern, zu bieten hat, kann auch das Publikum im Rasta-Dome bewundern.

Gleich mehrere sehenswerte Elemente spielen sich an diesem Abend in luftiger Höhe ab. Aber auch auf dem Schwebebalken und am Boden wissen die Akrobaten zu überzeugen. Kira Lefebre und Michael Lamprecht treten gleich zweimal als Duo in Erscheinung. Ihre Verbindung aus Turnen und Tanzen geht über das Sportliche hinaus. Das harmonische Miteinander berührt die Herzen.

Sängerin Kati Lamberts begleitet die Darbietungen

Beflügelt wird die Stimmung von der eigens für die Show komponierten Musik. Kati Lamberts, bekannt aus der Fernsehshow „The Voice of Germany“, untermalt mit ihrem Gesang die Darbietungen. Unterdessen ist Tobias Wegner für die Abwechslung der heiteren Art zuständig. Der äußerst gelenkige Clown scheint mit seinem originell visualisierten Auftritt die Gesetze der Schwerkraft aus den Angeln zu heben.

Das abwechslungsreiche Programm gefällt dem Publikum. Als sich die Künstler im Finale verbeugen, ist die Anerkennung der Leistung groß. „Das ist beeindruckend, was die an Körperspannung haben“, sagt Familienvater Robert Moss aus Bakum. Sein Patenkind Lotta ist vor allem von den Luftnummern angetan: „Ich würde sowas gerne ausprobieren, aber ich hätte Angst, dass ich runterfalle“, sagt die 11-Jährige lächelnd.

Starke Leistung: Tim Kriegler zeigte an den Strapaten, warum er ein international gefragter Künstler ist. Foto: SpeckmannStarke Leistung: Tim Kriegler zeigte an den Strapaten, warum er ein international gefragter Künstler ist. Foto: Speckmann

Zufriedene Gesichter gibt es auch beim SFN Vechta, der gemeinsam mit dem Turnkreis Vechta als Ausrichter fungierte. „Es ist viel Arbeit, aber es hat alles super geklappt“, bilanziert Mitorganisatorin Bettina Wichmann. Sie richtet einen Riesen-Dankeschön an alle örtlichen Helfer, darunter Familienangehörige und Freunde der Aktiven. Die Gastgeber können schon jetzt eine Neuauflage vermelden: Am 22. Februar 2023 soll Vechta wieder Station auf der Tournee von „Feuerwerk der Turnkunst – on stage“ sein.


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Foto: Speckmann
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