Adventskalender-Aktion des Rotary-Clubs Vechta bringt 45.000 Euro ein
Das Gewinnspiel ist trotz der Corona-Pandemie ein Erfolg. Die Erlöse kommen 5 Projekten zugute.
Thomas Speckmann | 06.01.2021
Das Gewinnspiel ist trotz der Corona-Pandemie ein Erfolg. Die Erlöse kommen 5 Projekten zugute.
Thomas Speckmann | 06.01.2021

Volltreffer auf Rädern: Rotary-Club-Präsidentin Wilma Bocklage (links) und Fachhändler Jörg Kamphaus (rechts) überreichten das hochwertige Pedelec an Claudia Becker, hier mit Tochter Nina und Lebensgefährte Hubertus Tapken. Foto: Speckmann
Leistungsstarker Motor, hochwertige Kettenschaltung, hydraulische Scheibenbremsen: Claudia Becker ist für die nächste Tour durch das Oldenburger Münsterland bestens gerüstet. Ihr nagelneues Pedelec verfügt über eine komfortable Ausstattung. Und das Schönste: Es ist kostenlos. Bei dem Rad handelt es sich nämlich um den Hauptgewinn der Adventskalender-Aktion des Rotary-Clubs Vechta. „Das war mein Weihnachtswunder“, strahlte Claudia Becker bei der Übergabe vor dem Fachgeschäft Kamphaus in Dinklage. Die Lutterin hatte zunächst gar nicht registriert, dass sich der Preis hinter ihrem Kalendertürchen befindet. Als sie dann an Heiligabend von ihrem Lebensgefährten Hubertus Tapken auf das Losglück aufmerksam gemacht wurde, kannte die Freude keine Grenzen. Laut Fachhändler Jörg Kamphaus handelt es sich bei dem Pedelec der Marke Falter um ein „Rad der Extraklasse mit viel Komfort“. Der Warenwert beträgt fast 3000 Euro und ist damit absolute Spitze bei dem beliebten Gewinnspiel im Landkreis Vechta. Mit Unterstützung von Sponsoren hat der Rotary-Club 239 Preise im Gesamtwert von etwa 29.000 Euro unters Volk gebracht. „Die Aktion lief wie geschnitten Brot“, zeigte sich die aktuelle Präsidentin Wilma Bocklage vollends zufrieden. Dabei ist aber auch eine gewisse Erleichterung zu spüren, denn aufgrund der Corona-Pandemie waren die Organisatoren vor einigen Monaten gar nicht so sicher, ob der Adventskalender wieder zum Selbstläufer wird. Aber die Sponsoren hielten zur Stange und auch die Nachfrage in der Bevölkerung war groß. In den Vorjahren hatten die Rotarier mehrere tausend Exemplare beim Thomasmarkt unters Volk gebracht. Weil diese Veranstaltung ausfiel, wurde ein Verkaufsstand im Vechtaer Kino angeboten. Die Resonanz war riesig: Innerhalb weniger Stunden waren rund 1500 der 10.000 Exemplare vergeben. Die übrigen Kalender wanderten allesamt in den üblichen Ausgabestellen über den Tresen. Die Bilanz der zwölften Auflage kann sich sehen lassen, wie die Präsidentin berichtete. Abzüglich der Herstellungskosten summiert sich die Spendensumme auf etwa 45.000 Euro. Das Geld soll in diesem Jahr wieder 5 ausgewählten sozialen Einrichtungen zugutekommen, die sich auf regionaler oder internationaler Ebene in verschiedenster Form für das Gemeinwohl engagieren. Ein beispielhaftes Projekt vor Ort trägt den Titel „Sam“. Dabei handelt es sich um eine Begegnungsstätte des Andreaswerks in Vechta. Hier können sich Menschen mit und ohne Behinderung treffen, gemeinsam Koch- und Spieleabende oder auch Workshops veranstalten. Eine weitere Finanzspritze fließt in die Sozialen Kaufhäuser des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) Vechta. Außerdem unterstützen die Rotarier den Visbeker Alfons Hoping bei der Organisation von Hilfstransporten nach Litauen, um Waisenkindern ein neues Zuhause mit Perspektive zu bieten. Weitere Spenden gehen an die Aktion „Schulbau in Ruanda“ der Stiftung "Fly & Help" sowie den Hamburger Verein „Espior de Demain“. Dieser kümmert sich um verarmte Straßenkinder im Senegal. SkF-Geschäftsführerin Annette Kröger freut sich über die Spende und spricht damit sicherlich im Namen der übrigen Empfänger. „Die finanzielle Unterstützung hilft uns, an den Sozialen Kaufhäusern festzuhalten“, sagt Kröger. Durch die Pandemie seien die Geschäfte nicht dauerhaft geöffnet, und auch außerhalb des Lockdowns könne aufgrund der Abstands- und Hygieneregeln nur eine begrenzte Kundenzahl hereingelassen werden. Dadurch seien die Einnahmen gesunken. Die Fixkosten ließen sich hingegen kaum reduzieren. Spendenempfänger und Rotarier wollen sich an diesem Donnerstag in einer Videokonferenz austauschen. Eine feierliche Spendenübergabe ist aufgrund der Pandemie nicht möglich. Die Rotarier haben sich bereits im vergangenen Jahr mit virtuellen Begegnungen begnügen müssen, die wöchentlichen Treffen konnten nur selten stattfinden. Der traditionelle Ausflug fiel aus. Aber die Clubmitglieder sammelten Spenden für Mitarbeiter in Alten- und Pflegeheimen. „Das ist eine Wertschätzung für die geleistete Arbeit“, erklärte Bocklage. Die Präsidentin freut sich über die Unterstützung der Mitglieder, Geschäftsleute und sonstigen Sponsoren. Besonders gern erinnert sie an die Begegnung mit einer Bürgerin aus Carum, die Heiligabend vor der Tür gestanden habe. Die Frau hat bei der Adventskalender-Aktion einen 100-Euro-Gutschein gewonnen und vor Freude die doppelte Summe für die Projekte gespendet. „Das ist eine nette Geste“, so Bocklage.239 Preise im Gesamtwert von etwa 29.000 Euro
Bilanz kann sich sehen lassen

Clubmitglieder sammeln für Alten- und Pflegeheime
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