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Abschlussfeier Kolleg St. Thomas: "Das Beste kommt noch"

66 Schülerinnen und Schüler erhielten jetzt ihre Abiturzeugnisse. Dominikaner-Provinzial Pater Peter Kreuzwald betonte, dem Orden sei es wichtig, Gottes Begleitung erfahrbar zu machen.

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Die drei besten Abiturienten wurden geehrt: Pater Ludger Fortmann (von links), Schulleiter und Schulleiter Mark Brockmeyer übergaben die Auszeichnungen an Thore Hanke, Simon Tönnies und Rieke Stilkenböhmer. Rechts der stellv. Schulleiter Pater Christian Flake. Foto: M. Niehues

Die drei besten Abiturienten wurden geehrt: Pater Ludger Fortmann (von links), Schulleiter und Schulleiter Mark Brockmeyer übergaben die Auszeichnungen an Thore Hanke, Simon Tönnies und Rieke Stilkenböhmer. Rechts der stellv. Schulleiter Pater Christian Flake. Foto: M. Niehues

Gemeinsam singende Eltern sind etwas Besonderes bei einer Entlassungsfeier. Dem Schulelternratsvorsitzenden des Kolleg St. Thomas in Vechta, Frank Rohenkohl, gelang es am Freitag, das Lied "Ein Tag, so schön wie dieser ..." so anzustimmen, dass die ganze Sporthalle mit Klang erfüllt war. Zugleich stimmte er die Abiturienten auf ein freudiges Wiedersehen ein, ob in einigen Jahren im Beruf oder später als Ehemalige der Schule in freier Trägerschaft. Mit aufmunternden Worten forderte er die Abiturienten auf, den eigenen Weg zu gehen, zu finden und dabei niemals aufzugeben.

Weil ein Abiturient erkrankt war, konnte Schulleiter Mark Brockmeyer an diesem Vormittag nur 66 der eigentlich 67 Abiturzeugnisse an die Schülerinnen und Schüler übergeben. Er ehrte zudem zusammen mit dem stellv. Schulleiter Pater Christian Flake Abiturienten mit besonderen Leistungen in einzelnen Fächern, außerdem die drei 3 besten mit Leistungen ab 800 Punkten bei den Abiturprüfungen, Thore Hanke, Simon Tönnies und Rieke Stilkenböhmer.

In seiner Ansprache zeigte Brockmeyer den Abiturienten auf, wie wichtig es sei, die Balance zu halten, gerade in unruhigen und kriegerischen Zeiten. Er zeigte anhand der Biographien von Frank Sinatra und der hl. Teresa von Avila auf, wie diese bedeutsamen Personen in ihrer Zeit viel bewegt, kritisch gesehen und auch bekämpft wurden, aber dennoch viel Positives bewirken konnten. "Ihr müsst keine Heiligen sein", sagte er zur Abiturientia, "aber hört nicht auf, für die wirklich wichtigen Dinge im Leben einzustehen! Seid optimistisch", rief er den Schülerinnen und Schülern zu und verwies dabei auch auf den Spruch auf Sinatras Grabstein: "The Best Is Yet To Come" - das Beste kommt noch.

Abiturientin Johann Kruth aus Vechta gönnt sich zunächst 1 Jahr Auszeit. Schon in der 11. Klasse hat sie ein Auslandsjahr bei einer Gastfamilie absolviert. Diese möchte sie jetzt erneut besuchen. Eventuell möchte sie auch an einem Sozialprojekt in Südafrika teilnehmen. Und sie interessiert sich für eine Art und Design Foundation, um zu gucken, was ich dann studiere, sagt sie. Foto: M. NiehuesAbiturientin Johann Kruth aus Vechta gönnt sich zunächst 1 Jahr Auszeit. Schon in der 11. Klasse hat sie ein Auslandsjahr bei einer Gastfamilie absolviert. Diese möchte sie jetzt erneut besuchen. Eventuell möchte sie auch an einem Sozialprojekt in Südafrika teilnehmen. Und sie interessiert sich für eine Art und Design Foundation, "um zu gucken, was ich dann studiere", sagt sie. Foto: M. Niehues

Pater Peter Kreuzwald ging in seinem Grußwort als Provinzial auf die Bedeutung der Schule für den Orden ein. Die Dominikaner würden nicht in das Kolleg investieren, um Ordensnachwuchs zu rekrutieren, betonte er. Die christliche Bildung und Erziehung sei das Ziel. "Wir wollen vermitteln, dass Gott mit ihnen auf dem Weg ist", betonte er. "Wir wollen jedem Menschen Gottes Begleitung erfahren lassen." Er forderte die Abiturientia auf, die Gotteserfahrung auch jenen zuteil werden zu lassen, die gesellschaftlich zu schwach sind, um für sich selbst einstehen zu können. "Das braucht manchmal auch Zivilcourage", sagte er.

Jahrgangssprecherin Maria Becker erinnerte sich an schöne Schulmomente, aber auch an die Herausforderungen der Pandemie. Sie bedankte sich bei allen Lehrern, der Schulleitung und den Koordinatoren für das besondere Engagement in dieser Zeit. Musikalisch begleitet wurde der Festakt durch das Bläserensemble des Kollegs, das auch mit einem beeindruckendem Earth Wind an Fire-Arrangement sein Können unter Beweis stellte.

Benedikt Pulsfort aus Lutten fängt jetzt eine Ausbildung zum Mechatroniker bei der BLG in Bremen an. Die dauert mindstens 2,5 Jahre, sagt er. Möglicherweise will er danach noch ein Studium aufnehmen. Ob er später in die elterliche Maschinenfabrik einsteigt, hält er sich noch offen. Foto: M. Niehues‘Benedikt Pulsfort aus Lutten fängt jetzt eine Ausbildung zum Mechatroniker bei der BLG in Bremen an. "Die dauert mindstens 2,5 Jahre", sagt er. Möglicherweise will er danach noch ein Studium aufnehmen. Ob er später in die elterliche Maschinenfabrik einsteigt, hält er sich noch offen. Foto: M. Niehues‘

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