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Abrissarbeiten am Krankenhaus läuten Schlussoffensive ein

Der älteste Gebäudetrakt der Cloppenburger Einrichtung wird dem Erdboden gleichgemacht. Die Arbeiten werden rund 3 Monate dauern, der Neubau soll dann Anfang 2022 starten (mit Video).

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Abriss wurde gestartet: Die Arbeiten am Krankenhaus haben am Donnerstagmorgen begonnen. Foto: Hermes

Abriss wurde gestartet: Die Arbeiten am Krankenhaus haben am Donnerstagmorgen begonnen. Foto: Hermes

Die Betonschere bohrt sich in die Steinmauer, der Abrissbagger startet. Am Donnerstagmorgen sind die Arbeiten am Cloppenburger Krankenhaus gestartet. „Das wird alles in allem 3 Monate dauern“, erklärte Projektleiter Thobias Jonas von der Firma Oetjen.

Die Dauer der Arbeiten hängt auch von der alten Bausubstanz ab, es könne dabei immer Überraschungen geben. „Und auch die früheren Pläne waren nicht so genau“, sagt Jonas. Bereits seit Mitte April wurde das Gebäude entkernt, künftig werden noch Steine, Beton, Holz und Stahl für den Abtransport sortiert.

Dieser könnte aufgrund der engeren Zufahrt noch zu einer logistischen Herausforderung werden. Für den Abriss an sich spielt dies keine Rolle, als Mindestabstand zur Straße wird die halbe Höhe des Gebäudes gerechnet. „Das Objekt an sich bedeutet für uns keine größeren Schwierigkeiten“, so der Bauleiter. Herausforderungen sind jedoch die räumliche Situation sowie die Schnittstellen des angrenzenden Teils, in dem der Betrieb weiterläuft. „Dann beginnt der Teil, wo man etwas sachter arbeitet“, sagt Jonas mit einem Augenzwinkern.

Der Abrissbagger hat ein Eigengewicht von rund 50 Tonnen, es können Werkzeuge mit einem Gewicht von bis zu 2,5 Tonnen daran befestigt werden. Im Laufe der Maßnahme soll noch ein verlängerter Arm geliefert werden, sodass bis zu einer Höhe von 23 Metern gearbeitet werden kann. Genutzt werden gleichzeitig eine automatische Staubbindeanlage direkt vorne am Werkzeug sowie eine Art Schneekanone von der Seite.

Foto: HermesFoto: Hermes

Mit dem Abriss der beiden ältesten Gebäudetrakte startet nun eine „Schlussoffensive“ der jahrelangen Sanierungsmaßnahmen, die mindestens bis Ende 2023 andauern werden. Die ursprünglich angedachten 28 Millionen Euro Baukosten sind inzwischen auf insgesamt 47 Millionen Euro angestiegen. Der Grund: die wachsende Auslastung der 252 Betten, aber auch wachsende Anforderungen an Hygiene und Wirtschaftlichkeit.

Wie Krankenhaus-Geschäftsführer Andreas Krone bereits Ende Juni erklärte, wird Mitte August noch einmal der Haupteingang verlegt, ehe weitere Arbeiten erfolgen. Der Neubau soll dann zu Beginn des kommenden Jahres starten.

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