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57 Corona-Fälle in Lastruper Seniorenheim

Eine Reihentestung am Montag hat den Verdacht der Verantwortlichen im Lastruper St.-Elisabeth-Stift bestätigt. Unklar ist, wie das Virus in die Einrichtung kommen konnte.

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Betroffen: Im St.-Elisabeth-Stift ist es zu einer Vielzahl von Corona-Infektionen gekommen. Foto: Meyer

Betroffen: Im St.-Elisabeth-Stift ist es zu einer Vielzahl von Corona-Infektionen gekommen. Foto: Meyer

Die Pandemie trifft das Altenpflegeheim St.-Elisabeth-Stift in Lastrup hart. Wie Geschäftsführer Guido Suing am Mittwochabend mitteilte, sind 15 Mitarbeiter und 42 Bewohner positiv auf eine Infektion mit dem Corona-Virus getestet worden. Das habe eine Reihentestung vom Montag ergeben. Bislang seien die Verläufe überwiegend mild.

Einige Betroffene zeigten inzwischen aber „klarere Symptome“, sagte Suing am Donnerstagvormittag gegenüber der Redaktion. Zu der Testung sämtlicher Mitarbeiter und Bewohner der Einrichtung war es gekommen, weil bei einer Stichprobe Ende vergangener Woche 18 Bewohner ein positives Ergebnis zeigten. Die neuen Ergebnisse liegen Suing seit Mittwochnachmittag vor. Zusammen mit seinem Team hat er noch am selben Tag die Angehörigen aller Bewohner über die Situation informiert. Das schon am Wochenende ausgesprochene Besuchsverbot für die Einrichtung musste bis auf Weiteres verlängert werden. Der Informationsaustausch sei aber weiterhin telefonisch möglich, versichert Suing.

Einrichtung bereitet sich auf weitere Fälle vor

Die hohe Zahl an infizierten Pflegerinnen und Pfleger wirkt sich auch auf den Dienstplan des Hauses aus. „Wir sind ihn am Morgen noch einmal durchgegangen“, berichtete Suing am Donnerstag. Trotz der vielen Krankmeldungen könne die Arbeit weiter geleistet werden, sagte er und lobte das Engagement der Beschäftigten. Sollte dies irgendwann nicht mehr möglich sein, müssten im Einzelfall auch infizierte Mitarbeiter die Versorgung ebenfalls infizierter Bewohner übernehmen. Mit dem Gesundheitsamt habe er darüber bereits gesprochen, erklärte der Geschäftsführer. Mit der Behörde steht das St.-Elisabeth-Stift laut Suing in einem „guten und abgestimmten Dialog“.

Die Gemeinde Lastrup gehörte in den vergangenen Wochen zu den weniger stark von der Pandemie betroffenen Kommunen im Landkreis. Laut Statistik waren bis Mittwochnachmittag lediglich 36 Infektionen nachgewiesen.

Auf welchem Weg sich das Virus sich in der Senioreneinrichtung verbreiten konnte, lasse sich derzeit nicht feststellen, sagt Guido Suing. Er ruft die Bevölkerung zur Achtsamkeit und zur Einhaltung der Coronaregeln auf. „Ich kann nur jeden darum bitten, die Kontakte zu minimieren, um die Schwächsten in unserer Gesellschaft zu schützen.“

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