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500 Kinder erblicken im Krankenhaus Damme das Licht der Welt

Auf der Geburtenstation des St.-Elisabeth-Hospitals sind so viele Kinder wie lange nicht geboren worden. Die kleine Elli knackte den Rekord.

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Freuen sich über die Geburt von Elli: Dr. med. Brigitte Dietzel, Krankenschwester Sabina Övermöhle, Sabina Thie, Thomas Deck und Hebamme Kerstin Niemietz. Foto: E. Wenzel

Freuen sich über die Geburt von Elli: Dr. med. Brigitte Dietzel, Krankenschwester Sabina Övermöhle, Sabina Thie, Thomas Deck und Hebamme Kerstin Niemietz. Foto: E. Wenzel

Das Krankenhaus St. Elisabeth hat einen Rekord aufgestellt: 2021 sind über 500 Kinder geboren worden – so viele Babys habe es auf der Geburtenstation in Damme seit langem – wenn nicht sogar noch nie –gegeben, meint Chefarzt Dr. med. Bernd Holthaus. Er erinnert sich noch an die Zahl, als er 2008 im Krankenhaus in Damme anfing – 270 Geburten seien es damals gewesen. 

49 Zentimeter groß, 2500 Gramm schwer und drei Wochen zu früh kam die kleine Elli zur Welt – und das auch noch einen Tag vor Heiligabend. "Sie wollte die 500. werden", scherzt Mutter Sabina Thie. Mit dem Namen gedenkt die 27-Jährige ihrer Mutter – sie sei immer Elli genannt worden. Sie und ihr Partner, Thomas Deck, werden zum ersten Mal Eltern, ihre Aufregung ist offensichtlich. Zur Feier des Tages bekamen sie vom Dammer Baby-Fachgeschäft Grimme einen Baby-Schlafsack und einen Warengutschein geschenkt.

Gemeinsam verbrachten sie die Zeit vor der Geburt im Krankenhaus, als Elli dann plötzlich kam, wurde es hektischer. Am Weihnachtswochenende fuhr der Papa noch schnell nach Hause und bereitete alles für die Kleine vor. 

Dass Thomas Deck seine Partnerin begleiten konnte, war eine Besonderheit. Durch die Corona-Regelungen werden die Besuchszeiten stark beschränkt – zum Anfang der Pandemie wäre eine derartige Begleitung gar nicht denkbar gewesen, erklärt Chefarzt Holthaus. Zurzeit kann die angehende Mutter nur von jeweils einem Außenstehenden für eine Stunde besucht werden. Auch gilt für Besucher des Krankenhauses die 2G-Plus-Regel. Damit die Paare bei der Geburt und danach nicht voneinander getrennt werden, bietet das Krankenhaus Damme sogenannte Familienzimmer an. In diesen wird der Vater gleich mit seiner Partnerin untergebracht. Die beiden teilen sich dann den Raum und sind nicht an Besuchszeiten gebunden.

Elli in der Hand zu halten, ist für Thomas Deck ein unbeschreibliches Gefühl

So konnte die kleine Elli auch die ersten Tage ihres Lebens mit beiden Elternteilen verbringen. Schon jetzt ist Mutter Sabina Thie klar: "Sie wird eine richtige Dammerin", sagt sie schmunzelnd. Sie und ihr Freund sind beide in Damme geboren worden, dort würden sie auch in Zukunft bleiben wollen. Wie es sich anfühlt, nun eine Tochter zu haben, können die beiden noch nicht ganz in Worte fassen. "Das ist ein unbeschreibliches Gefühl", erklärt Deck. Als Elli früher als geplant geboren wurde, sei sein Herz in Panik geraten. "Da kommen Gefühle hoch, die kennt man gar nicht", beschreibt der Vater.

Damit Eltern wie Deck und Thie während der Schwangerschaft und Geburt gut betreut sind, werden Schwangere in Damme von Anfang an von Hebammen begleitet. "Es kümmern sich maximal zwei Frauen um eine Person", erklärt Hebamme Kerstin Niemietz. So solle möglichst eine Eins-zu-Eins-Betreuung gewährleistet werden. Auch haben Mütter die Möglichkeit, rund um die Uhr bei ihrem Kind zu sein, wenn sie dies wollten.

Darüber hinaus habe sich das Team in den vergangenen Jahren neu aufgestellt, berichtet Chefarzt Holthaus. Insgesamt bestehe das Ärzteteam nun aus zehn Personen, bei den Hebammen seien es sogar noch mehr. Dies stelle sicher, dass sich die Familien gut aufgehoben fühlten. "Geburt ist eine Frage des Vertrauens", meint Holthaus.

"Ich habe das Gefühl, die Mütter wollen schneller nach Hause."Hebamme Kerstin Niemietz

Besonders die Besuchsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie machten Schwangerschaft und Geburt schwieriger. "Ich habe das Gefühl, die Mütter wollen schneller nach Hause", berichtet Kerstin Niemietz. Auch Chefarzt Dr. Holthaus sei aufgefallen, dass Corona die Schwangeren verunsichere. Eine Schwangerschaft belaste sie ohnehin, die Angst vor einer Infektion mit dem Virus sei zudem spürbar. Beruhigend in diesem Zusammenhang, dass Impfungen nun auch für Schwangere möglich sind. 

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