Am Ende stürmten noch einmal alle Aktiven die Bühne: Die Frauenkarnevals- Organisatorinnen vom Frauenbund Maria Frieden, Büttenredner, Schauspieler und Tänzer – in Summe mehr als 40 Frauen und immerhin vier Männer. Gut viereinhalb Stunden hatten sie am Dienstagabend für Programm und Stimmung gesorgt. Die fast 200 ausschließlich weiblichen Gäste – mit Ausnahme von Hausherr Pfarrer Richard Büssing – im Saal des Pfarrheims Maria Frieden hatten ausdauernd mitgefeiert, gesungen geschunkelt und gelacht Einige zog es auch nach dem großen Finale noch nicht nach Hause.
Der Frauenkarneval in Maria Frieden ist ein Dauerbrenner. Nachdem im vergangenen Jahr erstmals und für die Organisatoren enttäuschend weniger Gäste gekommen waren, freute sich die Frauenbund-Vorsitzende Maggie Pille am Dienstagabend wieder über ein fast volles Haus. Schließlich hatte das 15-köpfige Organisationsteam auch wieder viel Arbeit in die Vorbereitungen gesteckt. Das heißt auch in jedem Jahr: Sie haben neue Aktive für das Bühnenprogramm gesucht. Die Frauen setzen auf möglichst viel Abwechslung.
Und so feierte Peter Havers – als Pastoralreferent zuerst bei der Stadtkirchengemeinde Mariä Himmelfahrt, jetzt in der Kirche am Campus – seine Frauenkarneval-Premiere. Er sang, natürlich live, als Howard Carpendale den Song „Thermomix“ mit der Melodie des Klassikers „Ti amo“.
Mit Havers wuchs erneut die Männerquote. Für Maggie Pille passt das ins Konzept eines emanzipierten Frauenkarnevals: Die Männer dürften auf die Bühne, so lange die Frauen Spaß haben, erklärte sie. Für Spaß sorgte so unter anderem Antonius Schröer in seiner Paraderolle als Straßenfeger Martin – mit manchmal recht flachen Witzen und viel Lokalkolorit. Er sagte etwa: Bei der Vechtaer CDU werde jetzt kein Alkohol mehr getrunken, weil die jetzt alle Angst vor einem Kater hätten. Das traf den Geschmack des Publikums. Im zweiten Jahr dabei war Alexander Bartz als Moderator und in der bissigen Rolle des Friseurs Stefano Starlight. Ein Höhepunkt auch in diesem Jahr: Büttenrednerin Käthe Stukenborg als Kathrin vom Grünenmoor, die ständig zwischen Platt- und Hochdeutsch wechselte und rückhaltlos einen Witz nach dem anderen abfeuerte. Das Publikum forderte lautstark eine Zugabe.
Zum ersten Mal dabei war auf der Bühne auch die Tanzfit-Gruppe der Tanzschule Sandmann. Tanzlehrerin Andrea Sieck ließ bei der Zugabe das komplette Publikum mitmachen. Auch die Karnevalsorganisatorinnen ließen sich ihren großen Auftritt nicht nehmen. Beim Auftakt stürmten sie in DJ-Ötzi- Verkleidungen mit dem Song „Die Fischerinnen vom Bodensee“ die Bühne – und mischten danach auch im weiteren Programm mit. Erneut dabei waren unter anderem auch die Kolpingfrauen und die Sketchexpertinnen Ulla Kröger und Hildegard Hermes.