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Zwei Kinos wollen wieder ihre Türen öffnen

Der Betrieb in Vechta und Lohne läuft am 2. Juli wieder an. Damme startet aus wirtschaftlichen Gründen voraussichtlich erst im August.

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Beste Unterhaltung für Kinder: Zum Neustart nach der mehrmonatigen Schließung zeigen die Kinobetreiber aus Vechta und Lohne, Gunnar Schäfers (rechts) und Dieter Straßenburg, den Animationsfilm „Meine Freundin Conni“. Foto: Speckmann

Beste Unterhaltung für Kinder: Zum Neustart nach der mehrmonatigen Schließung zeigen die Kinobetreiber aus Vechta und Lohne, Gunnar Schäfers (rechts) und Dieter Straßenburg, den Animationsfilm „Meine Freundin Conni“. Foto: Speckmann

Mehr als drei Monate waren die Kinos im Landkreis Vechta aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. Nun kommt wieder Bewegung auf die Leinwände. Die ersten Vorstellungen sind am Donnerstag (2. Juli) in Vechta und Lohne. Die Filmfreunde in Damme hingegen müssen sich noch gedulden. Das Dersa-Kino wird voraussichtlich nicht vor August seine Türen öffnen.

„Die Leute haben uns in den letzten Tagen immer wieder auf der Straße angesprochen, wann es losgeht. Es ist einfach schön, jetzt wieder für die Gäste da zu sein“, sagt Gunnar Schäfers, Inhaber der Schauburg Cineworld in Vechta. Damit spricht er seinen Kollegen im Capitol-Kino in Lohne aus der Seele. Auch dort arbeiten Inhaber Dieter Straßenburg und seine Mitarbeiterin Lydia Stuntebeck auf den Re-Start hin.

Corona verzögert Filmstarts 

Mit den großen Blockbustern kann das Publikum zum Auftakt nicht rechnen. Hier sind die Kinobetreiber vom internationalen Markt abhängig. Die Verleiher der amerikanischen Produktionen warten zunächst die Premieren in den USA ab, erst dann kommen die Filme auch nach Deutschland.

Die Kinos setzen in der ersten Woche vorwiegend auf deutsche Produktionen, etwa den Kinderfilm „Meine Freundin Conni“. Auch die Komödie „Takeover“ mit den Lochis ist ab Donnerstag zu sehen. Eine Woche später soll der Streifen „Scooby! - voll verwedelt“ anlaufen.

Jede zweite Reihe wird gesperrt

Capitol-Mitarbeiterin Lydia Stuntebeck verweist auf die Abstands- und Hygieneregeln. Jede zweite Reihe wird gesperrt. Zudem bleiben jeweils zwei Plätze zu den Seiten unbesetzt. Das erarbeitete Konzept sieht eine Desinfektion aller Plätze nach jeder Vorstellung vor. Im Kassenbereich und auf den Gängen herrscht Maskenpflicht. Während der Vorstellung darf der Mundschutz indes für den Verzehr abgenommen werden. Die Kinos müssen von jedem Gast die Kontaktdaten erfassen. Das Formular gibt es zum Download auf der Webseite und auch vor Ort.

Aufgrund des begrenzten Filmangebotes und der Abstandsregeln ist davon auszugehen, dass die Säle nicht gleich aus allen Nähten platzen. „Im besten Fall kommen wir auf eine Auslastung von etwa 25 Prozent“, erklärt Stuntebeck. „Die ersten Wochen werden nicht kostendeckend sein. Aber wir wollen zeigen, dass wir da sind“, ergänzt Schäfers.

Alexander Thye setzt derzeit auf ein Open-Air Kino

Das Dersa-Kino in Damme hält sich derweil unter anderem aus wirtschaftlichen Gründen zurück. Inhaber Alexander Thye befürchtet, dass der verzögerte Start neuer Filme dazu führt, dass in den ersten Wochen die Besucherzahlen weit hinter den Erwartungen zurückbleiben könnten. Auch die Maskenpflicht („Sie ist nicht gut für das Erlebnis-Kino“) und die Angst vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus könnten dazu beitragen, dass Menschen nicht wie von den Betreibern erhofft in die Kinos gehen.

In der Auszeit waren die Kinobetreiber übrigens nicht untätig. Sie hatten mit den Autokinos eine Alternative geboten und waren auch hinter den Kulissen aktiv. Schäfers hat zwei der sechs Säle neu bestuhlt und die Raucher-Lounge neu gestaltet. Thye lässt derzeit eine neue Getränke-Anlage ins Dersa-Kino einbauen. Zudem setzt er im Moment auf Open-Air-Kino. Nächster Start ist am 18. Juli in Rieste am Alfsee.

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