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Zuschauer werden als Ermittler tätig

Bereits zum elften Mal gehen die Schauspieler der Spälkoppel Peheim auf Mörderjagd und das Landcafé Peek in Grönheim wird dabei in den Wilden Westen verlegt.

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Yippie Ya Yeah: Die Schauspielerinnen und Schauspieler der Peheimer Spälkoppel nehmen ihr Publikum beim diesjährigen Krimi-Dinner mit in den Wilden Westen. Foto: Luisa Cordes

Yippie Ya Yeah: Die Schauspielerinnen und Schauspieler der Peheimer Spälkoppel nehmen ihr Publikum beim diesjährigen Krimi-Dinner mit in den Wilden Westen. Foto: Luisa Cordes

Das erfolgreiche Format, ein Krimidinner, das ein kulinarisches Verwöhnprogramm von Familie Peek mit amüsantem Schauspiel verbindet, kommt seit der ersten Saison beim Publikum gut an. Aber die Gäste dürfen sich nicht nur entspannt zurücklehnen: Sie werden als Teil des Theaterstücks mit eingebunden und dürfen vor der großen Auflösung auch mit­raten. Wer dann noch den richtigen Täter benennen kann, kommt in einen Lostopf und hat die Möglichkeit, einen Gutschein für das Landcafé zu ergattern.

Günther Wanke, Mitwirkender seit der Geburtsstunde der Aufführungen, lädt mit dem Ensemble und der Familie Peek in diesem Jahr zu einer „wilden“ Zeitreise ein: Mit dem Krimi-Dinner von Carsten Ellerhorst, das eigens von den Schauspielern ins Plattdeutsche übersetzt wurde, werden die Gäste in den Wilden Westen entführt.

Im Jahr 1865 bietet Butch (Christoph Schrand) mit seinen Angestellten Annie und Fanny (Annette Wernke und Tanja Gerken) besondere Dienstleistungen in seinem Saloon in „Monte Grönheim“ an. Plötzlich wird der örtliche Sheriff tot aufgefunden. Revolverheld James T. Dexter (Uwe Niemeyer) möchte umgehend den beschuldigten Häuptling der Sioux für den Mord hängen. Mary Adams (Christa Flint), eine Farmerin, stellt sich ihm jedoch in den Weg. Kopfgeldjäger Django Colt (Günther Wanke) passt ein Lynchmord im wahrsten Sinne nicht recht ins Geschäft. Als dann noch die Häuptlingstochter Elu (Ellen Horstmann) auftaucht, eskaliert die Situation. Die Gäste können also einen „Mordsspaß“ erwarten – inklusive Kugelhagel.

„Diese Art der Schauspielerei ist nicht für jeden Schauspieler etwas – das trauen sich nicht viele zu“, verrät Luisa Cordes, Spielleiterin der Spälkoppel Peheim. Das Format des Krimi-Dinners findet unmittelbar zwischen den Gästen statt – die Schauspieler müssen also gegebenenfalls spontan reagieren können. Beispielsweise sei bereits einmal eine „Leiche“ gekitzelt worden oder aber Zwischenrufe von Zuschauern führten zu ungeplanten Lachanfällen.

„Darüber hinaus arbeitet dieses Ensemble ganz ohne Souflleur – das ist ja gar nicht möglich, so nah am Gast“, sagt Cordes. Es sei also niemand da, der bei Texthängern oder vergessenen Einsätzen den Schauspielern aus der Patsche helfen könne. „Das ist schon eine Herausforderung – Textsicherheit ist somit das A und O für die Schauspieler.“

Auch ohne zusätzliche Regie arbeite das Ensemble bei Peek, diesen Job übernehmen die Schauspieler einfach selbst untereinander. „Diese Herausforderungen meistert das Team aber ohne Frage. Die Beliebtheit des Krimi-Dinners zeigt es jedes Jahr aufs Neue“, lobt Luisa Cordes die Schauspieler.

Von der schauspielerischen Leistung der Spälkoppel Peheim konnten sich am Freitag bereits die ersten Gäste bei der gelungenen Premierenvorstellung überzeugen. Weitere Aufführungstermine lassen sich der Homepage www.gaststaette-peek.de entnehmen.

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