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Warum sich das Kolpingorchester Dinklage über die neuen Probenräume freut

Der Umzug von den Bürgerstuben in das Industriegebiet Bahler Grund ist geglückt. Dadurch hätten sich viele Vorteile ergeben, erklären die Musiker.

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Sichtlich zufrieden: In den neuen Räumen des Kolpingorchesters begrüßte die Vorsitzende Christine Lier die interessierte Öffentlichkeit. Foto: Röttgers

Sichtlich zufrieden: In den neuen Räumen des Kolpingorchesters begrüßte die Vorsitzende Christine Lier die interessierte Öffentlichkeit. Foto: Röttgers

Zunächst wurde die abgehängte Decke entfernt. Dann der große Probenraum neu verkleidet und gestrichen. Die gesamte Elektrik und die Heizung wurden erneuert. Ein neuer Boden wurde verlegt. Außerdem wurden Akustikplatten unter der Decke angebracht und alles schön hergerichtet. Das Kolpingorchester Dinklage hat vor einiger Zeit neue Räumlichkeiten im Industriegebiet Bahler Grund bezogen. Wie es dort genau aussieht, darüber durften sich jetzt auch Musikfreunde und Interessierte bei einem "Tag der offenen Tür" informieren. Die Besucher konnten sich davon überzeugen, dass der Verein ganze Arbeit geleistet hat.

„Insgesamt haben wir in Eigenleistung fast 1000 Stunden Arbeitszeit in die neuen Räumlichkeiten investiert – von der Planung bis hin zur Neugestaltung“, blickte die erste Vorsitzende Christine Lier zurück. Das alles geschah mit einem großen Helferteam in den vergangenen Wochen und Monaten.

45 Musiker bringen sich beim Umbau ein

Die Bauleitung übernahm der 2. Vorsitzende Daniel Lögering, der als Bauingenieur schon gewisse Voraussetzungen mitbrachte. Daneben investierte der angehende Tischlermeister Niklas Witte viele Stunden. Stephan Blömer war darüber hinaus für die Elektrik verantwortlich gewesen. Insgesamt brachten sich 45 Musiker in einem oder mehreren Arbeitseinsätzen bei dem Umbau ein. „Das war eine tolle Teamleistung“, freute sich die Vorsitzende Lier.

Fleißige Handwerker: Insbesondere Niklas Witte (links) und Daniel Lögering haben viele Stunden Arbeit für ihren Verein investiert. Foto: RöttgersFleißige Handwerker: Insbesondere Niklas Witte (links) und Daniel Lögering haben viele Stunden Arbeit für ihren Verein investiert. Foto: Röttgers

Die neuen Räumlichkeiten brächten jede Menge Vorteile, erklärte ihr Mann Ulrich Lier. „Der Klang im Raum ist einfach besser, als wir ihn in den früheren Räumen, in denen geprobt wurde, hatten“, stellte der Dirigent fest. „Wir können jetzt unsere Instrumente, wie beispielsweise Schlagzeug, Notenständer und Stühle, aufgebaut stehenlassen. Wir haben Möglichkeiten zum Lagern unserer Noten, Uniformen, Instrumente, des Archivs, was vorher an mehreren unterschiedlichen Orten – aus Platzmangel teils auch privat – untergebracht war.“

Zudem sei die Lage einfach optimal, da das Kolpingorchester hier niemanden störe, ausreichend Parkplätze vorhanden und Outdoorproben möglich seien. Für das Kolpingorchester und das Jugendorchester sei der Raum darüber hinaus natürlich auch eine Art Treffpunkt, an dem sich das Vereinsleben abspielen kann und zu dem man gerne komme. Seine jüngste Generalversammlung hat der Musikverein dort auch schon abgehalten.

Investitionskosten von 15.000 Euro

„Unser Verein hat viel Geld in die Hand genommen, aber den Umbau auch durch Spenden von hiesigen Unternehmen finanziert“, resümierte die erste Vorsitzende Christine Lier. Insbesondere wurde der Umbau gefördert durch die Oldenburgische Landschaft. Die Kosten für Umbau und Investitionen bezifferte der Verein auf rund 15.000 Euro. Auch die Stadt Dinklage unterstützt das Orchester finanziell: Für die nächsten 5 Jahre darf sich der Verein über einen Zuschuss in Höhe von 10.000 Euro freuen.

Umzug und Umbau waren für die rund 70 Musikerinnen und Musiker des Kolpingorchesters überhaupt erst nötig geworden, nachdem die Eigentümerin Nicky Suntken die Gaststätte „Bürgerstuben“ verkauft hatte und der hier seit 2011 genutzte Saal für die Proben ersatzlos weggefallen war. In den anderen Dinklager Saalbetrieben oder den Schulen war laut Vorstand einfach kein Platz. Insbesondere deshalb nicht, weil die Instrumente hier nicht gelagert werden können.

Orchester plant ein Frühjahrskonzert

In 2020 und 2021 hatten die Kolpingmusiker coronabedingt recht wenige Auftritte. Deshalb freuen sie sich umso mehr jetzt schon auf den 18. Dezember. Denn dann spielt das Kolpingorchester eine Adventsandacht im Dom zu Münster. Eingeladen hat die Musiker der Dompropst und frühere Dinklager Pastor Kurt Schulte. Außerdem plant das Orchester für den 12. März 2022 ein Frühjahrskonzert in der Aula der Oberschule Dinklage mit gymnasialem Zweig.

Auch das Jugendorchester werde jetzt neu aufgebaut. Interessierte, die schon ein wenig Unterricht auf einem Holzblas-, Blechblas- oder Schlaginstrument hatten, können mit ihrem Instrument beim Kolpingorchester vorbeischauen. Geprobt wird immer donnerstags ab 18.30 Uhr.

Ulrich Lier (rechts) dirigiert seit 2018 das Kolpingorchester. Foto: RöttgersUlrich Lier (rechts) dirigiert seit 2018 das Kolpingorchester. Foto: Röttgers

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