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Von Morula bis Pupusa – was in diesem Jahr in der Lohner Wassermühle zu sehen ist

Fünf Ausstellungen, elf Nationen und acht Sprachen – die Kunstschaffenden informieren mitunter „Über Gott und die Welt“ und „Weltenblick“ und zeigen Werke „Von Land und Leuten“.

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„La fenetre“ von Dorothea Schüle. Sie zeigt Werke zum Thema „Weltenblick“. Sie stellt ihre Werke vom 4. September (Freitag) bis 11. Oktober (Sonntag) in der Wassermühle Lohne aus. Ihre Werke sind vielfältig: Café-Interieur interessiert sie ebenso wie See- oder Stadtlandschaften von beispielsweise Paris oder Istanbul. Foto: Schüle

„La fenetre“ von Dorothea Schüle. Sie zeigt Werke zum Thema „Weltenblick“. Sie stellt ihre Werke vom 4. September (Freitag) bis 11. Oktober (Sonntag) in der Wassermühle Lohne aus. Ihre Werke sind vielfältig: Café-Interieur interessiert sie ebenso wie See- oder Stadtlandschaften von beispielsweise Paris oder Istanbul. Foto: Schüle

Der Kunstverein „Die Wassermühle Lohne“ präsentiert in diesem Jahr fünf Ausstellungen, die ein breites Spektrum künstlerischer Ausdrucksformen abdecken:Gezeigt werden druckgrafische Arbeiten, Landschaftsmalerei, Skulpturen aus unterschiedlichen Materialien, Stillleben und aktuelle Arbeiten, überwiegend Malereien, aus den Ateliers von jungen Studierenden an der Hochschule für Künste Bremen. Die einzelnen Künstlerinnen und Künstler kommen wie so oft von überall her: aus Leipzig, Bremen, Bad Zwischenahn, Düsseldorf und aus dem Elsass.

Den Auftakt macht Patrick Fauck mit seiner Ausstellung „Über Gott und die Welt“ vom 20. Februar (Freitag) bis 29. März (Sonntag). Der in Leipzig lebende Künstler ist auf Druckgrafik spezialisiert und zeigt Radierungen, Lithografien, Siebdrucke sowie Holz- und Linolschnitte. Faucks Arbeiten sind gegenständlich und meist figürlich. Sie erzählen die kleinen und großen Geschichten vom Leben, häufig mit hintergründigem Humor, manchmal zeigt sich auch das Makabre und Surreale.
Im Rahmen der Lohner Kulturtage präsentiert der Elsässer Jacques Muhlenbach in einer Sonderausstellung vom 16. April (Donnerstag) bis 10. Mai (Dienstag) seine Malereien unter dem Titel „Die Morula lebt“.

In „Von Land und Leuten“ zeigen gleich zwei Künstler ihr Können

Die Doppelausstellung „Von Land und Leuten“ zeigt vom 22. Mai (Freitag) bis 28. Juni (Sonntag) Werke von Puck Steinbrecher und Eberhard Szejstecki.

Puck Steinbrecher ist Landschaftsmaler. Er versteht sich als „Farbakteur“, der in seiner gegenständlichen Malerei zu immer abstrakteren Bildlösungen gefunden hat. Steinbrecher lebt und arbeitet in seinem Geburtsort Bad Zwischenahn, wo er seit 50 Jahren die Galerie Moderne betreibt. Das Zwischenahner Meer ist das Gravitationszentrum seiner Malerei. Hier findet er vielfältige Motive: Uferbilder in Serie, Baumgruppen, Pflanzen und deren Spiegelung.

Eberhard Szejsteckis Wahlheimat ist Bremen. Bronze, Terrakotta, Holz – er setzt als Bildhauer unterschiedliche Materialien ein für seine häufig mit feinem Humor arrangierten, kleinformatigen Skulpturen, die voller Psychologie sind und selten größer als 60 Zentimeter. Kritiker beschreiben seinen Stil als poetisch und hintergründig. Ausgebildet wurde der renommierte und mehrfach ausgezeichnete Bildhauer an der Hochschule für Künste (HfK) Bremen von Waldemar Otto, der ehemals führenden Lehrpersönlichkeit in der figürlichen Bildhauerei in Deutschland. Bei ihm war er Meisterschüler. Viele von Szejsteckis Skulpturen sind insbesondere in seiner Wahlheimat Bremen fest im Stadtbild verankert.

Vielfältige Motiv-Auswahl: Café-Interieur und Seelandschaften

Dorothea Schüle aus Düsseldorf stellt vom 4. September (Freitag) bis 11. Oktober (Sonntag) ihre Malereien unter dem Titel „Weltenblick“ aus.

Ausgebildet wurde Schüle an der Kunstakademie Münster. Dort war sie Meisterschülerin bei Prof. Hermann-Josef Kuhna. Inzwischen stellt die mit Kunstpreisen ausgezeichnete Künstlerin deutschlandweit aus. Kritiker reihen Schüles Malstil in die Malerei der Impressionisten ein. Ihr Werk widmet sich dem klassischen Thema des Stilllebens und der Landschaft. In der Wahl der Motive und Formate ist sie vielseitig. Interieurs von Cafés, Restaurants und Bars interessieren sie ebenso wie See- oder Stadtlandschaften, wie beispielsweise Paris oder Istanbul oder maritime und technische Motive.

Den Abschluss des Ausstellungsjahres bildet die Schau „Pupusa“ vom 27. November (Freitag) bis 3. Januar 2027 (Sonntag). Studierende der Hochschule für Künste Bremen der Klasse Katrin von Maltzahn – Professorin für Zeichnung und Malerei – präsentieren aktuelle Arbeiten zum Thema Nahrung. Besonders: Die Studierenden stammen aus elf Ländern; es werden acht unterschiedliche Sprachen gesprochen.

Die Ausstellung zeigt die künstlerische Vielfalt der internationalen Studierendengruppe und thematisiert das verbindende Element der Nahrung. Der von den Studierenden gewählte Ausstellungstitel „Pupusa“ bedeutet demnach Fladenbrot, das Nationalgericht El Salvadors und anderer südamerikanischer Länder. Ziel der Ausstellung sei es auch, die Vielfalt der Klasse künstlerisch sichtbar zu machen.

Die traditionelle Kunstreise des Lohner Vereins unter Leitung von Kerstin Sommer und Ina Ribinski findet vom 7. bis 9. August statt. Das Ziel ist Flandern im Nachbarland Belgien. Besucht werden die Kulturstädte Gent und Antwerpen. Museumsbesuche, Stadtführungen und geselliges Beisammensein stehen auf dem
Programm.

  • Info: Wer sich weiter zu den einzelnen Veranstaltungen oder der Kunstreise informieren möchte, kann dies online unter www.kunstverein-wassermuehle.de tun.

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