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Vom Solisten bis zum Chor: Musikalische Größen kommen in den Landkreis

Mittlerweile ist es schon fast Tradition, dass Konzerte im Rahmen des Musikfestes Bremen auch im Landkreis Cloppenburg stattfinden. Geboten werden Auftritte von internationalen Szenegrößen.

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Drei Konzerte in der Region: (von links) Landrat Johann Wimberg, Kreisrätin Anne Tapken und Intendant Professor Thomas Albert präsentieren die Veranstaltungen im Landkreis Cloppenburg. Foto: Dickerhoff

Drei Konzerte in der Region: (von links) Landrat Johann Wimberg, Kreisrätin Anne Tapken und Intendant Professor Thomas Albert präsentieren die Veranstaltungen im Landkreis Cloppenburg. Foto: Dickerhoff

Das musikalische Veranstaltungsangebot in Cloppenburg kann sich in puncto Abwechslungsreichtum durchaus sehen lassen. Für eigentlich jeden Geschmack ist in diesem Jahr etwas dabei. Bislang gab es schon beispielsweise eine Beatles-Coverband, Sarah Connor, Mallorca-Schlager, Bluesrock oder auch Jazz zu bewundern. Und nun steht der nächste Höhepunkt an. Denn das Musikfest Bremen hat auch in diesem Jahr wieder Konzerte im Umland der Hansestadt organisiert. Seit 2018 gibt es eine Kooperation des Landkreises Cloppenburg mit dem Musikfest, die es ermöglicht, hochkarätig besetzte Konzerte in die Region zu holen. Die Menschen erwartet "ein großer Blumenstrauß musikalischer Leckerbissen", wie es Landrat Johann Wimberg umschreibt.

Wie zuletzt auch sind drei Konzerte im Landkreis geplant, in jedem der ehemaligen drei Ämter jeweils eines. Bislang war in Cloppenburg der Austragungsort immer das Museumsdorf, das mit seinem historischen Charme geradezu prädestiniert war für hochwertige Klangerlebnisse. Doch auch wenn die Konzerte hier verlässlich ein Erfolg und gut besucht waren, soll es in diesem Jahr mal etwas anderes sein. "Wir wollten da mal einen Wechsel bei den Veranstaltungsorten haben", erklärt Musikfest-Intendant Professor Thomas Albert. Und es ist ja nicht so, als hätte die Stadt keine anderen schönen und akustisch geeigneten Orte. So ist die Wahl dieses Mal auf die St.-Andreas-Kirche gefallen. 

Vom Museumsdorf in die Andreas-Kirche

Mit der Kirchengemeinde stünde man in gutem Kontakt, so Albert. Er selbst habe das Gotteshaus schon mehrfach besucht Der Raum wurde auch ausführlich vermessen, damit klanglich alles passt, wenn am 31. August das Collegium Vocale Gent unter der Leitung von Philippe Herreweghe auftritt. Präsentiert werden unter dem Titel "Verlorenes Paradies" ausgewählte Madrigale – also mehrstimmige Vokalstücke – von beispielsweise Monteverdi oder Palestrina, unter anderem rund um den italienischen Dichter Francesco Petrarca. "Das Ensemble entfaltet eine unglaubliche Kraft und Intensität", schwärmt Intendant Thomas Albert. Das Konzert sei als ein "Schulterblick auf die italienische Musikkultur" zu sehen, die für das Land eine ähnlich große Visitenkarte sei "wie vielleicht Fußball oder Pizza".

Bereits am 20. August gibt es in der Löninger St.-Vitus-Kirche "Himmlische Stimmen" zu hören. Unter diesem Motto tritt der renommierte Tölzer Knabenchor auf und singt Werke von Mendelssohn Bartholdy, Haydn, Mozart oder Orff. "Das wird eine Sternstunde der jungen Stimmen", kündigt Albert an. Unter dem Titel "Magnificat 1723" gibt es dann als letztes Konzert im Landkreis am 6. September das Vokal- und Instrumentalensemble "Vox Luminis" in der Friesoyther St.-Marien-Kirche zu hören. Aufgeführt werden hier Werke von Händel und Bach. Vor 3 Jahren hat das Ensemble bereits in Löningen begeistert, der Intendant verspricht für den Auftritt in Friesoythe "die gleiche Pracht und Qualität".

Besonders günstige Preise für den Nachwuchs

Wer sich nicht alltäglich mit dieser Art von Musik auseinandersetzt, kennt die Künstler vermutlich nicht. Laut Thomas Albert handelt es sich aber um "die oberste Liga". Das freut auch den Landkreis, der schon jetzt schon auf das kommende Jahr schaut. "Wir wollen gerne bei drei Konzerten bleiben, vielleicht aber auch mal andere Orte in den jeweiligen alten Ämtern mit einbeziehen", kündigt Kreisrätin Anne Tapken an. Wichtig ist allen Beteiligten, dass die hochklassige Musik möglichst erschwinglich ist. So können Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre jedes der Konzerte für jeweils 6 Euro besuchen. 

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