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"Totgeliebt": Das tragische Ende einer toxischen Beziehung

Der Journalist und Autor Andreas Kläne liest am 3. November im Haus "Die Macher" aus seinem Tatsachenroman. Kläne schildert die Geschichte einer großen Liebe, die in einer Katastrophe endet.

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Gibt Einblicke ins Seelenleben der Täterin: Andreas Kläne hat den Fall „Karin Krogmann“ hautnah begleitet.  Foto: Kläne

Gibt Einblicke ins Seelenleben der Täterin: Andreas Kläne hat den Fall „Karin Krogmann“ hautnah begleitet.  Foto: Kläne

Andreas Kläne, freier Journalist und Autor, wird am 3. November um 17 Uhr im Haus „Die Macher – zu jung, um alt zu sein“ aus seinem Tatsachenroman „Totgeliebt“ lesen.

Das Buch behandelt eine wahre Geschichte. Es schildert die einer großen Liebe, die in einer Katastrophe endet. Es geht um eine typische Ehe, wie sie zu Tausenden in den 60er-Jahren geschlossen wurde. Die Rolle der Frau hatte selbstverständlich die zu sein, den Ehemann bei seiner Karriere und seinem beruflichen Fortkommen zu unterstützen und ihm „den Rücken freizuhalten“, die Kinder groß zu ziehen und dabei eigene, vor allem berufliche Wünsche und Vorstellungen, hinten anzustellen. Die Fassade nach außen zeigt ein Ehepaar, das ein scheinbar perfektes Leben miteinander führt. Die letztlich totale Abhängigkeit der Frau von ihrem Ehemann treibt sie jedoch schließlich in eine Grenzregion, aus der sie ausbricht, als ihr Mann einen fatalen Fehler begeht. In ihrer Verzweiflung sieht sie nur noch einen Ausweg: den über alles geliebten Mann zu töten, eine Tat, die sie selbst als "das Schlimmste, was man einem Menschen antun kann", verurteilt.

Fall beschäftigte die Öffentlichkeit 

Der Fall der „Karin Krogmann“ beschäftigte in den 90er-Jahren die Öffentlichkeit so sehr, dass selbst Alfred Biolek seine Sendung „Boulevard Bio“ in die Justizvollzugsanstalt nach Vechta verlegte, um dort die Täterin zu interviewen. Wirklichen Zugang zur Inhaftierten fand als einziger Journalist jedoch nur Andreas Kläne. Er durfte mehrfach mit ihr sprechen. Er verfolgte den Gerichtsprozess und recherchierte 1,5 Jahre im Umfeld der Täterin und auch des Ehemanns. Mit seinem Buch „Totgeliebt“ geht es Andreas Kläne um die Psychologie des Verbrechens.

„Ich möchte aufzeigen, was passieren kann, wenn Probleme in einer Partnerschaft nicht besprochen werden. Dann implodiert oder explodiert der Mensch“, sagt der Autor. Der sich aus den Tatsachen ergebende Themenkomplex aus Beziehungsalltäglichkeiten, Fassadendenken, traditionellen Rollenverteilungen und einer Affäre, die alles ändert, scheint jedem bekannt und schafft daher in „Totgeliebt“ eine Authentizität, die diese Geschichte einmalig macht.


Zur Person: 

  • Andreas Kläne lebt als freier Journalist und Autor in Cloppenburg.
  • Lange Jahre arbeitete er als Redakteur bei verschiedenen Verlagen, danach als freier Journalist, Texter, Autor, Ghostwriter, Dozent an der Frauen-Fachakademie Schloss Mondsee und in unterschiedlichen Unternehmen in Österreich.
  • Er hielt Schreibseminare ab für den Magistrat von Linz, für die Alumni-Clubs an der Universität Klagenfurt und wirkte an der Fachhochschule Salzburg.
  • Seit 2018 ist Andreas Kläne Jury-Mitglied der Literaten-Vereinigung „Gruppe 48“, deren Ziel es ist, preiswürdige deutschsprachige Literatur zu entdecken und zu fördern.
  • Info: Anmeldungen zur Lesung erfolgen unter Telefon 04471/87688.

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