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"Theater ex libris" bringen Halloween nach Stapelfeld

In einer Livelesung in der Katholischen Akademie präsentierten sie den Grusel-Thriller "Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde".

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Die Mitgliedern von „Theater ex libris“  (von links) um Johannes Kraas (Musik und Sound) und die Erzähler Urs von Wulfen, Alexander Rolfes und Christoph Tiemann sorgten für Spannung und Gänsehaut im Publikum. Foto: Andreas Heidkamp

Die Mitgliedern von „Theater ex libris“ (von links) um Johannes Kraas (Musik und Sound) und die Erzähler Urs von Wulfen, Alexander Rolfes und Christoph Tiemann sorgten für Spannung und Gänsehaut im Publikum. Foto: Andreas Heidkamp

Mit ihrer Halloween-Livelesung „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ in der ausverkauften Katholischen Akademie in Stapelfeld gelang den Mitgliedern von "Theater ex libris" das perfekte Zusammenspiel von Story, Sprache und Bild.

Die 1886 von Robert Louis Stevenson geschriebene Novelle verbindet dabei die Elemente der klassischen Gruselgeschichte mit denen eines modernen Psychothrillers. Das viktorianische London im Jahr 1886: Mit Schaudern erzählt der Rechtsanwalt John Gabriel Utterson die merkwürdigen Umstände eines äußerst außergewöhnlichen Falls. Der beliebte und ehrgeizige Arzt Dr. Henry Jekyll experimentiert Ende des 19. Jahrhunderts in seinem Labor mit verbotenen Substanzen. Dabei ist er fasziniert von dem Gedanken, er könne das Böse im Menschen durch seine Versuche isolieren und zum Vorschein bringen.

Eines Tages gelingt eines seiner Experimente. Jekyll verwandelt sich in die bösartige Ausgabe seiner selbst; den skrupellosen Edward Hyde. Anfangs scheint Jekyll noch die Kontrolle über seine dunkle Seite zu behalten, bald aber wird die Identität Hyde zur ernsthaften Gefahr. Der so entstandene Mr. Hyde verfolgt ohne Gewissen und Moral seine Triebe und Leidenschaften bis hin zu einem sinnlosen Mord an dem Politiker Sir Carew.

Anwalt vermutet eine Erpressung

Der Anwalt macht sich auf die Suche nach dem Mörder und findet eine Kopie eines Testaments von Dr. Jekyll, welches er aufbewahren soll. Aus dem Testament ist zu entnehmen, dass, im Falle seines Todes, Jekyll all seinen Besitz Mr. Hyde überlässt. Der Anwalt vermutet zuerst eine Erpressung.

Ein Jahr nach diesen Geschehnissen wird Hyde des Mordes verdächtigt. Von den Verdächtigen fehlt allerdings jede Spur. Von Jekyll bekommt Utterson einen Abschiedsbrief von dem gesuchten Mr. Hyde. Bei diesem fällt die ähnliche Handschrift Dr. Jekylls und Mr. Hydes auf. Später schließt sich Jekyll in seinem Labor ein. Die Diener hören nur noch seine Stimme, welche sich anders als gewöhnlich anhört. Die Diener vermuten, dass Jekyll ermordet wurde und ein anderer seinen Platz eingenommen hat. Utterson wird herbeigerufen und dieser bricht die Tür auf. Auf dem Boden des Labors finden sie die Leiche von Hyde. Diese trägt Jekylls Kleidung. Der eigentliche Besitzer dieser Kleidung ist aber nirgends aufzufinden.

Utterson findet einen Brief, in dem ein neues Testament ist. Dieses ernennt ihn zum neuen Empfänger aller Besitztümer Jekylls. Außerdem ist in dem Brief ein Geständnis, welches von Dr. Jekyll verfasst wurde. Der Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde wird mithilfe dieses Geständnisses gelöst. Jekyll wurde in einer hoch angesehenen Familie geboren und sah sich gezwungen, seine böse Seite zu verstecken. Sein Forschungsgebiet hat sich seitdem auf die beiden Seiten der Menschen beschränkt.

Geschichte endet mit offener Frage

Durch einen selbst entwickelten Trank gelang es Jekyll, die gute von der bösen Seite zu trennen. Mit diesem Trank verwandelt sich Jekyll in Mr. Hyde. Für diesen kauft Jekyll ein eigenes Haus und stellt eigens für Hyde Diener ein. Dem Personal seines Hauses gibt Jekyll zu verstehen, dass Mr. Hyde freundlich und zuvorkommend behandelt werden soll. Jekyll genießt seine beiden Seiten und kann tun und lassen, was er möchte. Doch Mr. Hyde nimmt überhand. Jekyll verwandelt sich ohne den Trank in Mr. Hyde und die böse Seite kontrolliert ihn. Der Doktor benötigt immer mehr Tränke, um sich nicht zu verwandeln, jedoch gehen ihm schnell die Zutaten aus. Unter der Wirkung des letzten Trankes entscheidet sich Jekyll dazu, den Abschiedsbrief zu verfassen.

Am Ende hat entweder Jekyll oder Hyde den Selbstmord begangen. Aufgelöst wird die Frage nicht. Freuen können sich die Freunde vom "Theater ex libris" auf den 15. März 2024. Dann werden Sherlock Holmes und sein Freund Dr. Watson auf Verbrecherjagd gehen.

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