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"Spolköppel ut Kampe" probt für die Premiere am 3. März

Die Laiendarsteller der "Spölköppel ut Kampe" betreten im März wieder die große Bühne. In ihrem plattdeutschen Stück "Schüttenbeer in Dinkelhuesen" geht es unter anderem um die Emanzipation der Frau.

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Freuen sich, wieder auf der Bühne zu stehen: Alle Schauspieler der Laienspielschar St.  Joseph Spölköppel ut Kampe  mit (vorne von links) Manuela Block, Alois Beckmann, Jan Benkens Petra Tamling, Laura Tamling, Günter Meyer, Kerstin Ackermann, hinter Reihe von links: Dierk Ortmann,  Ulrike Beckmann, Brigitte Meyer, Ludger Kohake, Lukas Beckmann. Foto: Passmann

Freuen sich, wieder auf der Bühne zu stehen: Alle Schauspieler der Laienspielschar St. Joseph Spölköppel ut Kampe  mit (vorne von links) Manuela Block, Alois Beckmann, Jan Benkens Petra Tamling, Laura Tamling, Günter Meyer, Kerstin Ackermann, hinter Reihe von links: Dierk Ortmann, Ulrike Beckmann, Brigitte Meyer, Ludger Kohake, Lukas Beckmann. Foto: Passmann

Theaterspielen aus Leidenschaft: Das trifft auf  die Laiendarsteller der St. Joseph "Spölköppel ut Kampe" zu. Schon seit Jahren erfreuen sie ihr Publikum mit ihren Aufführungen. Nun sind sie alle froh, nach einer Pause wieder mit einem neuen plattdeutschen Schwank die Bretter der Bühne im kommenden Jahr betreten zu können. Dazu wird schon kräftig im Sportlerheim des Sportclubs  Kampe-Kamperfehn an der Röbkenbergstraße in Kampe geprobt.

Auf dem Programm steht das Lustspiel "Schüttenbeer in Dinkelhuesen" (Schützenfest in Dinkelhausen) in drei Akten von Wilhelm Behling und ins Plattdeutsche übersetzt von Helmut Drüing und Manfred Kestermann. "Wir fangen mit dem Einlesen an und dann geht es auf die Bühne. Alle sind ausgesprochen fleißig und beherrschen ihre Rollentexte schon sehr gut,  sodass wir den Aufführungen gelassen entgegensehen können“, lobt Regisseur Christoph Kröger sein Team.

Viel braucht er allerdings nicht anmerken, da die Rollen den Schauspielern wie auf dem Leib geschrieben sind. Um den Schwank fehlerfrei vorzuführen, geben alle Akteure schon in den Proben alles, damit nicht nur der Text, sondern auch Mimik und Gestik zum richtigen Zeitpunkt sitzen. Trotzdem sorgen die kleinen Versprecher, die hier und da auftreten, für viele Lacher. Schließlich soll der Spaß nicht zu kurz kommen. Damit die Schauspieler in diesen Situationen nicht aus der Ruhe kommen, sorgt Souffleuse Silvia Bauer bei Texthängern für Unterstützung.

Stück thematisiert weibliche Mitgliedschaft im Schützenverein

Doch, worum geht es in dem Stück? Die Dinkelhueser Frauen wollen mehr Emanzipation. Über Jahrzehnte wurde das Schützenfest im Ort in großer Harmonie gefeiert, doch plötzlich steht Ungemach ins Haus; das wird auf einer Vorstandssitzung deutlich. Der Schützenpräsident Willi Zastermann(Dierk Ortmann) von altem Schrot und Korn und bis in die Haarspitzen konservativ, hat noch nie etwas von Schützinnen in seinem Verein gehalten.

Doch plötzlich geben sich die Frauen nicht mehr nur mit der Mitgliedschaft im Verein zufrieden, sie wollen auch um die Königswürde mitschießen, erklärt die Leiterin der Damenschießgruppe, Silvia Schuhmacher (Kerstin Ackermann). Als der Vorsitzende meint, dies sei doch Männersache und von Schießmeister Kalle Kreuzer (Ludger "Fatti" Kohake) und Kassenwart Bruno Bräsig (Alois Beckmann) unterstützt wird, bricht das Unheil über die Schützen herein. Die Frau des Vorsitzenden, Hilde Zastermann (Petra Tamling), droht stimmgewaltig wie auch die anderen Schützinnen mit der Blockade des Schützenfestes.

Und damit nicht genug: Der neue Pfarrer Engel (Günter Meyer) will auf Beerdigungen nicht mehr das traditionelle Posaunensolo für die verstorbenen Schützen spielen lassen. Kirchenvorstand Otto Kröger (Jan Benkens) steht natürlich auf der Seite des Pfarrers. Komplett wird das Unheil für die Schützen, als der Prüfer vom Bauamt, Markus Schmidt (Lukas Beckmann ), den neuen Schießstand wegen baulicher Mängel schließen will. Ein gewichtiges Wort bei allem hat auch Vereinswirtin Lotti Henkelmann (Brigitte Meyer) beizutragen. Aushilfskellnerin Elke Zastermann (Laura Tamling) sowie Erna Hasemann (Manuela Block) sorgen für weitere Höhepunkte in dem an Turbulenzen, Missverständnissen und Dramatik reichen Stück. 

Für die Tontechnik sorgt Ewald Schmidt. Der Bühnenaufbau wurde von allen Darstellern der Kamper Spielschar gemeinsam erstellt. Das Zwerchfell des Publikums wird mit Sicherheit arg strapaziert – dafür wird sich die Kamper Spielschar in den nächsten Monaten kräftig ins Zeug legen, verspricht Regisseur Christoph Kröger.


Fakten:

  • Die erste Aufführung findet am Freitag (3. März 2023) um 15 Uhr statt. Hierzu sind alle Senioren eingeladen. Neben der Aufführung wartet Kaffee und Kuchen auf die Zuschauer.
  • Die weiteren Termine: Samstag (4. März)  19.30 Uhr, Sonntag (5. März) 11 Uhr mit Frühschoppen, Freitag (10. März), Samstag (11. März) mit After-Show-Party und 18. März jeweils um 19.30 Uhr, Sonntag (19. März) 15 Uhr mit Kaffee und Kuchen, Samstag (25. März) um 19.30 Uhr mit After-Show-Party und Sonntag (26. März) um 15 Uhr mit Kaffee und Kuchen.

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