Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

So könnte das "haseTheater" aussehen

Ein breit gefächertes Angebot in und für Löningen möchten die Initiatoren eines neuen Vereins schaffen. Dafür wollen sie das Haus Grönheim an der Langenstraße 51 zum Kunst- und Kulturzentrum umbauen.

Artikel teilen:
Außenansicht nach Umbau: Aus dem ehemaligen Hauses Grönheim an der unteren Langenstraße soll das „haseTheater“ werden.  Visualisierung: Bertzbach

Außenansicht nach Umbau: Aus dem ehemaligen Hauses Grönheim an der unteren Langenstraße soll das „haseTheater“ werden.  Visualisierung: Bertzbach

Ein ebenso ambitioniertes wie spannendes Projekt haben sich die Verantwortlichen des inzwischen 100 Mitglieder starken neuen „haseTheater Kunst- und Kulturvereins Löningen“ vorgenommen. Sie wollen in der Region nicht nur für Löningen ein multifunktionales Kulturzentrum mit einem breit gefächerten Angebot, sowohl was Theater, Kleinkunst, Konzerte oder Kabarett angeht als auch für alle Altersstufen als Adressaten, schaffen.

"haseTheater" entsteht an der Langenstraße 51

Standort des neuen „haseTheaters“ soll nach dem dafür notwendigen Umbau das ehemalige Hauses Grönheim an der Langenstraße 51 werden, das der Löninger Unternehmer Karsten Thomes erworben hat. Der Verein ist bereits vor einiger Zeit gegründet worden und dabei, seine umfangreichen Hausarbeiten zu machen, um das Projekt verwirklichen zu können, das vor allem von den räumlichen Voraussetzungen abhängig ist.

„Wir sind davon überzeugt, dass ein solches Angebot gemeinsam mit dem Forum Hasetal die kulturelle Landschaft in Löningen belebt, ergänzt und bereichert“, erklärt Uwe Berning, der 1. Vorsitzende. Die Pläne seien bisher auf breite Zustimmung und Wohlwollen gestoßen, so Berning. Lob kommt vom Stadtmarketing-Geschäftsführer Jörn Willen. Er begrüße das Projekt, denn er sehe, dass eine Kleinkunstbühne und mit ihr etliche unterschiedliche kleinere Formate in Löningen nicht so ohne weiteres möglich seien, da das Forum wegen seiner Größe einfach nicht geeignet sei. In einem Raum für 460 Personen könne mit gut 100 Besuchern keine Atmosphäre aufkommen, so Willen. Er sieht durch den Standort auch die große Chance, die Innenstadt zu beleben. Davon könnten auch Restaurants und Gaststätten durch die zusätzlichen Besucher vor oder nach den Veranstaltungen profitieren.

Vorstand: Anne Berning (hinten, von links), Vorsitzender Uwe Berning,  Jörn Willen, Karsten Thomes, Katharina Göddeker und Sonja Siemer sowie (vorne, von links) Walburga Abeln und Petra Pieper. Zum Team gehört auch Rainer Herbers als Kassenwart.   Foto: SiemerVorstand: Anne Berning (hinten, von links), Vorsitzender Uwe Berning,  Jörn Willen, Karsten Thomes, Katharina Göddeker und Sonja Siemer sowie (vorne, von links) Walburga Abeln und Petra Pieper. Zum Team gehört auch Rainer Herbers als Kassenwart.   Foto: Siemer

Zum Führungsteam, das das Projekt in Gesprächen weiter vorantreibt, gehören Walburga Abeln als 2. Vorsitzende, der in Löninger lebende Bankkaufmann Rainer Herbers als Kassenwart, Petra Pieper aus Bunnen als Schriftführerin sowie Katharina Göddeker und Jörn Willen als Beisitzer. Den Beirat bilden Sonja Siemer aus Benstrup für die Kinder- und Jugendarbeit, Anne Berning (Heimatpflege) sowie Uwe Berning und Jörn Willen für den Bereich Gastspiele. Für das geplante „haseTheaterensemble“, das auch die eigenen Bretter betreten will, die die Welt bedeuten, zeichnet ebenfalls der in diesem Bereich durch seine Arbeit in Quakenbrück erfahrene Vorsitzende verantwortlich. Walburga Abeln betreut das Aktionsfeld Bildende Kunst, unter anderem mit den Bereichen Malerei und Bildhauerei, und Carsten Thomes übernimmt den Part „Gebäude“. Geplant sind ein Saal mit Bühne und rund 130 Sitzplätzen, zwei Gruppenräume, ein Kostümfundus und ein Probenraum sowie die erforderlichen Nebenräume und sanitäre Anlagen.

Verein bereitet viele Förderanträge vor

Sowohl wichtigste Voraussetzung wie größte Aufgabe zum Gelingen sind die nötigen finanziellen Mittel zum Ausbau des Gebäudes. Dafür werden gerade Zuschussanträge vorbereitet, um Mittel, unter anderem aus den EU-Förderprogrammen „Leader“ und „Zile“ und von diversen Stiftungen, zu erhalten. Die Verantwortlichen hoffen auch auf die Unterstützung der Stadt, auch hier sind bereits erste Gespräche mit den Fraktionen und der Stadtverwaltung geführt worden. Eine weitere Säule sind Finanzmittel von Sponsoren und aus einem starken, noch wachsenden Mitgliederstamm. „Der Erfolg des Projekts steht und fällt mit dem Engagement vieler Menschen, die die Lebensqualität im Bereich Kunst und Kultur in unserer Heimat Löningen fördern und mitgestalten wollen“, betont der Vorsitzende. Die Initiatoren hoffen und werben um weitere Mitstreiter und laden alle Interessierten im Mai zu einer ersten Versammlung ein.

Die Um- und Ausbaupläne für den Gebäudekomplex, der einmal eine Tanzschule und danach eine freikirchliche Gemeinde beherbergte, hat die Cappelner Architektin Suse Bertzbach entworfen. Das inhaltliche Konzept selbst steht neben dem eigenen Ensemble auf weiteren Säulen: die „haseBühne“ für Theater, Kleinkunst, Vorlesungen oder Kabarett, Gastspiele, aktives Erleben von Theater und Kunst für Kinder, Jugendliche und Schulen, Platz für Treffen, Proben, Weiterbildung für plattdeutsche Bühnen, Kulturvereine, Landfrauen oder lokale Bands sowie bildende Kunst im Haus mit Malerei, Grafik Fotografie oder Kunsthandwerk.

Zeit für ein Update! Mit der jüngsten Überarbeitung unserer App haben wir das Nachrichten-Erlebnis auf dem Smartphone weiter verbessert und ausgebaut. Jetzt im Google-Playstore und im  Apple App-Store updaten oder downloaden.

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

So könnte das "haseTheater" aussehen - OM online