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Neue Ausstellung in der Galerie Luzie Uptmoor zeigt norddeutsche Kulturlandschaften

Die Schau "Privat gesammelt – öffentlich gezeigt" läuft vom 29. Mai bis zum 11. September. Sie soll das Bewusstsein für historisch gewachsene Landschaften wecken – und für deren Erhalt werben.

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Natur- und Kulturlandschaften waren beliebte Motive von Künstlern: Renate Crewell (links) und Mechthild Beckermann vom Freundeskreis Luzie Uptmoor stehen vor einem Gemälde der Vareler Malerin Olga Potthast von Minden. Foto: Timphaus

Natur- und Kulturlandschaften waren beliebte Motive von Künstlern: Renate Crewell (links) und Mechthild Beckermann vom Freundeskreis Luzie Uptmoor stehen vor einem Gemälde der Vareler Malerin Olga Potthast von Minden. Foto: Timphaus

Historische Kulturlandschaften aus dem norddeutschen Raum stehen im Mittelpunkt der neuen Sonderausstellung "Privat gesammelt – öffentlich gezeigt", die ab Sonntag (29. Mai) in der Galerie Luzie Uptmoor im Industriemuseum Lohne zu sehen ist. Die Vernissage beginnt um 11 Uhr. Die Schau, die bis zum 11. September (Sonntag) läuft, zeigt 35 Malereien und Grafiken mit Motiven, die die norddeutsche Landschaft in allen 4 Jahreszeiten zeigen. Zusätzlich sind zwei Specksteinarbeiten von Maria Kokenge aus Varrelbusch und drei Holzskulpturen von Martin Gier aus Lohne zu sehen.

Vertreten sind neben Luzie Uptmoor unter anderem Sophie Bötjer-Mallet sowie Fritz Overbeck und sein Sohn Franz-Theodorf aus Worpswede, die Varelerin Olga Potthast von Minden, die Maler Gerhard Bakenhus, Ludwig Fischbeck und Horst Janssen aus Oldenburg, der Dötlinger Künstler Georg Müller vom Siel und andere. Die Entstehungszeit der Werke umfasst knapp 100 Jahre, vom Ende des 19. bis zum Ende des 20. Jahrhunderts.

Wie Mechthild Beckermann, Vorsitzende des Freundeskreises Luzie Uptmoor, und ihre Stellvertreterin Renate Crewell ausführen, soll die Ausstellung die alte Landschaft und bäuerliche Umgebung in der Kunstbetrachtung erlebbar machen und zugleich das Bewusstsein für die historisch gewachsenen Landschaftsstrukturen wecken – und für ihren Erhalt zur Stärkung der Biotop- und Artenvielfalt werben. Zur Genese der Schau haben nach den Worten Crewells auch Maria Kokenge, Maria Bode und Maria Tepe beigetragen.

Sammler spricht von "verborgenem Kulturschatz"

Die Gemälde, Aquarelle und Grafiken stammen aus einer privaten Sammlung, die in einem Zeitraum von etwa 10 Jahren aufgebaut wurde. Ausgangspunkt war das ausgeprägte Engagement des Sammlers, der anonym bleiben möchte, für den Erhalt gewachsener Kulturlandschaften. Er wolle zur "Bewusstseinsbildung für Landschaftsgeschichte in unserer Region beitragen", sagt der Mann im Gespräch. Er spricht von einem "verborgenen Kulturschatz", der nahezu überall in Nordwestdeutschland zu finden sei.

Im 19. und 20. Jahrhundert waren Natur- und Kulturlandschaften beliebte Motive von Künstlern. Auch Hohl- und Bohlenwege, Ackerraine, Hecken, Alleen, Streuobstwiesen oder Hutewälder hielten die Kreativen gerne im Bild fest. Die künstlerischen Zeugnisse dienen als "Erinnerungslandschaft" des frühen Wirtschaftens und bilden zugleich eine Dokumentation regionaltypischer Besonderheiten für die Nachwelt.


Fakten:

  • Die Ausstellung „Privat gesammelt – öffentlich gezeigt. Norddeutsche Kulturlandschaften“ läuft vom 29. Mai bis 11. September in der Galerie Luzie Uptmoor im Industriemuseum Lohne.
  • Im Rahmenprogramm sind folgende Events geplant:
  • Am 19. Juni um 15 Uhr findet eine öffentliche Führung statt.
  • Am 25. Juni geht's auf Fahrradtour zum Moorsteg im Aschener/Heeder Moor. Start ist um 13.30 Uhr beim Restaurant Adriatik. Detlef Tänzer, Geschäftsführer des Naturparks Dümmer, gibt Auskünfte über das Projekt. Kostenbeitrag: 17 Euro. Anmeldungen werden per E-Mail an freundeskreis@luzie-uptmoor.de erbeten.
  • Am 6. Juli findet eine halbtägige Kunstfahrt zum Gut Altenkamp nach Aschendorf mit Besichtigung der Schau „Bilder aus dem Teufelsmoor begegnen Moorlandschaften im Emsland“ statt. Abfahrt um 13 Uhr beim Reiseunternehmen Schomaker. Kostenbeitrag: 40 Euro für Mitglieder, sonst 45 Euro. Anmeldungen werden per E-Mail an freundeskreis@luzie-uptmoor.de erbeten.
  • Am 23. August um 18 Uhr findet ein Kunstvortrag mit Konstanze Radziwill zu „Franz Radziwill – Ein Bündnis mit der Natur“ im Vortragsraum des Industriemuseums statt. Der Eintritt ist frei.

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