Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Musikverein greift nach dem "Hervorragend"

Der Instrumental Musikverein (IMV) Neuenkirchen nimmt am Samstag am Bundesentscheid des Deutschen Orchesterwettbewerbs teil. "Das ist Bundesliga", schwärmt Leiter Heiko Maschmann.

Artikel teilen:
Große Aufgabe: Heiko Maschmann möchte beim Start des Instrumentalmusikvereins Neuenkirchen am Samstag die Note "Hervorragend" erspielen. Foto: Lammert

Große Aufgabe: Heiko Maschmann möchte beim Start des Instrumentalmusikvereins Neuenkirchen am Samstag die Note "Hervorragend" erspielen. Foto: Lammert

Am kommenden Samstag hat sich in der Halle des Unternehmens Kurt Grefenkamps in Bieste ein hochrangiger Gast angesagt. Wenn der Beitrag des Instrumental Musikvereins (IMV) Neuenkirchen für den Bundesentscheid des Deutschen Orchesterwettbewerbs aufgezeichnet wird, wird sich Helmut Schubert, der Projektleiter des Deutschen Chor- und Orchesterwettbewerbs beim Deutschen Musikrat ist, einfinden. Für den musikalischen Leiter des IMV, Heiko Maschmann, und die Mitglieder ein Grund mehr, ihr großes Potenzial abzurufen.

Für Heiko Maschmann ist die Zielrichtung klar. Er möchte mit dem IMV am Ende ein "Hervorragend" erreichen, die beste Benotung. Dass das ein durchaus realistisches Ziel ist, haben die Musikerinnen und Musiker bereits bei der Landesentscheidung bewiesen. Bei der schnitten sie mit dieser bestmöglichen Bewertung ab. Gelingt es erneut, darf sich der IMV "Preisträger des Deutschen Orchesterwettbewerbs" nennen.

Proben sind erst seit Ende Mai wieder möglich

Allerdings starten die Neuenkirchener, die in der Kategorie Blasorchester teilnehmen, ebenso wie die anderen Orchester in den verschiedenen Kategorien, unter erschwerten Bedingungen. Denn Proben sind erst seit Ende Mai wieder möglich. Die finden in der Halle Grefenkamp statt. Dort können die Musiker die geltenden Coronaregeln etwa hinsichtlich der Abstände problemlos einhalten. „Wir sind Kurt Grefenkamp sehr dankbar, dass er uns unterstützt, indem er die Halle zur Verfügung stellt“, sagt Heiko Maschmann.

Bevor der IMV sich ab Ende Mai wieder zu Präsenzproben treffen konnte, übten die Mitglieder quasi im Homeschooling. Und das offenbar so gut, dass es bei der ersten gemeinsamen Probe keine Anlaufschwierigkeiten gab. Außerdem: Das für die Aufzeichnung am Samstag vom IMV selbst ausgewählte Stück, die Armenischen Tänze von Alfred Reed, kennen die Musiker bestens. Sie gehören schon lange zum Repertoire. Das 2. Stück, "Schattengänge" von Marco Pütz, hat der Deutsche Musikrat als Veranstalter des Wettbewerbs dem IMV vorgegeben. Auch das stand ständig auf dem Übungsplan. Dieses Stück ist eine sogenannte Beethoven-Auftragskomposition, die der Deutsche Musikrat aus Anlass des Beethoven-Jahres 2020, in dem der Deutsche Orchesterwettbewerb eigentlich in Bonn stattfinden sollte, in Auftrag gegeben hatte.

Bis zum 31. Oktober ist Zeit, die Videos bundesweit zu drehen

Am Samstag müssen beide Stücke auf Anhieb perfekt gespielt werden. Denn die Möglichkeit, es ein 2. Mal einzuspielen, weil etwas nicht passte, wird es nicht geben. Das Videoteam, das den Auftritt des IMV mit beiden Stücken filmt, dreht jeweils nur 1 mal. Pro Stück rechnet Heiko Maschmann mit 10 Minuten.

Dann ist die meiste Arbeit zumindest des Videoteams getan. Es wird gegen 10.30 Uhr beginnen, in der Halle das erforderliche technische Equipment aufzubauen. Der IMV wird gegen 14 Uhr zum Soundcheck antreten. Gegen 15 Uhr, hofft Dirigent Maschmann, beginnen die Aufnahmen.

Danach wird die Zeit des Wartens beginnen. Denn bis zum 31. Oktober 2021 ist Zeit, die Videos bundesweit zu drehen. Insgesamt beteiligen sich rund 70 Orchester in 16 Kategorien. In der des IMV treten ebenfalls die Stadtkapelle Bad Griesbach, Stadtkapelle Rain, das Sinfonische Blasorchester Wehdel und die Bläserphilharmonie Kiel an.

Deren Videos wird sich eine Jury ebenso wie die aller anderen Wettbewerbsteilnehmer ab November ansehen und dann die Bewertungen vornehmen. Die Jury werde sich jede Aufnahme nur einmal ansehen, sagte Heiko Maschmann, der den Deutschen Orchesterwettbewerb in einem Vergleich zum Fußball so beschreibt: „Das ist Bundesliga.“ Es sei „krass“, dass der IMV dabei ist. Er möchte, sagte er, zusammen mit den anderen IMV-Mitgliedern überlegen, wie man auf der Basis dieser Wettbewerbsteilnahme die Arbeit weiter ausbauen könne.

  • Info: Der Deutsche Orchesterwettbewerb findet nach Angaben des Deutschen Musikrates seit 30 Jahren im Turnus von 4 Jahren statt. Austragungsorte seit seiner Gründung 1986 waren bislang Würzburg, Berlin, Goslar, Gera, Karlsruhe, Osnabrück, Wuppertal, Hildesheim und Ulm. Finanziell trägt ihn der Bund.

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Musikverein greift nach dem "Hervorragend" - OM online