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Musiker berühren in Bethen zum Valentinstag die Herzen

Der Tag der Liebenden fiel coronabedingt in diesem Jahr anders aus als gewohnt. In Bethen nahm man den "Feiertag" zum Anlass, mit einem Konzert Spenden für die neue Orgel zu sammeln.

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Konzert zum Valentinstag: Die Oldenburger Flötistin Irmgard Asimont und Bethens Kirchenmusiker Christian Kienel (rechts) spielten vor 60 Musikfreunden in der Bether Kirche St. Marien. Als Dank überreichte Monsignore Dr. Dirk Költgen (links) Irmgard Asimont eine Besitzurkunde für den Ton A1 in der neuen Orgel.   Foto: Andreas Heidkamp

Konzert zum Valentinstag: Die Oldenburger Flötistin Irmgard Asimont und Bethens Kirchenmusiker Christian Kienel (rechts) spielten vor 60 Musikfreunden in der Bether Kirche St. Marien. Als Dank überreichte Monsignore Dr. Dirk Költgen (links) Irmgard Asimont eine Besitzurkunde für den Ton A1 in der neuen Orgel.  Foto: Andreas Heidkamp

Am Sonntag war ­Valentinstag, der als Tag der Liebe und Verliebten gilt. Aber abends schön Essen gehen, vielleicht ein Candle-Light-Dinner zu zweit? Mitnichten, Corona lässt grüßen. Eine sinnliche Alternative bot die geistliche Abendmusik in der St.-Marien-Kirche in Bethen. Dort gab es nicht nur etwas Entspannendes für die Ohren, sondern vor allem auch fürs Herz. Rund um den Gedenktag des Patrons der Liebenden, Bischof Valentin von Terni, präsentierten die Oldenburger Flötistin Irmgard Asimont und Kirchenmusiker Christian Kienel stimmungsvolle Musik, die zum Teil ins Herz ging oder aber zum Träumen verleitete.

Schwung- und vor allem stimmungsvoll eröffnet wurde der Abend mit vier Stücken aus den "Heldenmusik" von Georg ­Philipp Telemann, einem deutschen Komponisten des Barock. "Die Liebe", "Die Ausgelassenheit", "Die Sanftmut" und "Die Freude" lauteten die Titel der Charakterstücke, mit denen Telemann die Gefühlszustände der Liebenden beschrieb und die das harmonierende Duo in Bethen gekonnt umsetzte.

Liturgische Texte ­ergänzen das ­Musikprogramm

"Dem Himmel so nah" oder Bachs "Air" – kaum ein klassisches Musikstück ist so populär wie das anschließend gespielte "Air" aus der Orchestersuite Nr. 3 in D-Dur von Johann Sebastian Bach. Obwohl kein eigenes Werk, sondern nur ein Satz aus Bachs Orchestersuite No. 3, gehört es zu den beliebtesten Barockstücken überhaupt. Werke von Philippe Gaubert und Giovanni Platti ergänzten das Programm, fünf Stücke aus "Flötenuhr" von Joseph Haydn und das "Andante in C-Dur" von Wolfgang Amadeus Mozart unterstrichen die sensible Auswahl der Stücke für einen gelungenen musikalischen Abend.

Zum Thema Liebe ergänzten liturgische Texte, Gebete und Gedanken-Impulse durch Monsignore Dr. Dirk Költgen das abendliche Programm. Rund 60 Musikfreunde boten einen würdigen Rahmen der Veranstaltung, bei der im Anschluss zugunsten der neuen Kirchenorgel gespendet werden konnte. "Sie haben uns Ihre Musik und Ihre Zeit geschenkt", bedankte sich Monsignore Dr. Költgen bei dem Duo und überreichte Irmgard Asimont eine Urkunde, mit der sie Besitzerin des Tons A1 aus dem Register Flauto Traverso 8' wurde. Insgesamt dreimal fuhr die Musikerin von Oldenburg nach Bethen, um sich gemeinsam mit dem Organisten Christian Kienel auf den Abend einzuspielen. Und es sollte sich lohnen. Das kleine Konzert empfanden zahlreiche Besucher als wahren Musikgenuss.

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