Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Morphing: Ausstellung bringt Fotografie und Malerei zusammen

Die Friesoyther Künstler Christa Anneken und Gerd Binder interpretieren Schwarzweißporträts der Scharreler Fotografin Yvonne Gunz. Eröffnung ist am Samstag um 17 Uhr.

Artikel teilen:
Künstler und Model: Yvonne Gunz (rechts) hat Frauen wie etwa Fotomodel Dilbar (2. von rechts) in Schwarz-Weiß-Porträts in Szene gesetzt, Gerd Binder und Christa Anneken habe ihre Interpretationen der Fotos auf die Leinwand gebracht.   Foto: Markus Tieben

Künstler und Model: Yvonne Gunz (rechts) hat Frauen wie etwa Fotomodel Dilbar (2. von rechts) in Schwarz-Weiß-Porträts in Szene gesetzt, Gerd Binder und Christa Anneken habe ihre Interpretationen der Fotos auf die Leinwand gebracht.   Foto: Markus Tieben

Wenn zwei künstlerische Disziplinen miteinander in Aktion treten, kann mitunter etwas vollkommen Neues entstehen. Spannend ist es auf jeden Fall. Die Friesoyther Künstler Christa Anneken und Gerd Binder haben gemeinsam mit der Scharreler Fotografin Yvonne Gunz eine Ausstellung konzipiert, in der die Porträtfotos von Gunz in den Bildern von Anneken und Binder neu interpretiert werden. "Morphing" haben die drei das Projekt getauft, am Samstag (23. April) wird die Ausstellung im Rahmen der Friesoyther Maitage im Atelier am Schlachthaus, Burgstraße 21, um 17 Uhr eröffnet.

Morphing ist laut Duden ein "auf einem Computerprogramm beruhendes Verfahren", bei dem "ein Bild fließend in einem wahrnehmbaren Prozess ohne abrupte Übergänge" so verändert wird, dass ein völlig neues Bild entsteht. "Morphing heißt ja verwandeln, umwandeln", sagt Christa Anneken. "Und das habe ich mir zur Aufgabe gemacht."

Von der 11. Fotografie gibt es zwei neue Varianten

Grundlage der Bilder von Anneken und Binder sind 11 Porträtfotos, die Gunz von vier Frauen angefertigt hat. Die Porträts entstanden alle in einer natürlichen Umgebung, ohne künstliches Licht und mit unterschiedlichen Accessoires. Aus den 30 mal 40 Zentimeter großen Schwarz-Weiß-Fotos sind Farbbilder im Format 100 mal 100 Zentimeter entstanden. Jeweils fünf der Bilder haben die Künstler allein interpretiert, von der 11. Fotografie entstanden zwei neue Varianten, die den Betrachtern einen direkten Vergleich der Herangehensweise und Wahrnehmung ermöglichen.

Die Idee zu dem Projekt stammt von Yvonne Gunz, die vor einem knappen Jahr Anneken und Binder ins Boot holte. "Ich bin ein großer Kunstfan und habe Christa und Gerd gefragt, ob sie nicht Lust hätten, mit mir und meinen Fotografien eine Ausstellung zu machen", erzählt Gunz, die nach eigenen Angaben als Jugendliche selbst viel mit Bleistift gezeichnet hat. "Wenn es dunkel wurde, habe ich ein Foto von der Landschaft gemacht und zu Hause weitergearbeitet. Das war die Grundlage für die Ausstellung."

Verschmelzung darstellerischer und bildnerischer Arbeit

Für Binder ist das Morphing die Verschmelzung der darstellerischen und bildnerischen Arbeit. "Wir zeigen, was wir in den Fotos sehen und wie man das auch anders ausdrücken kann." Es geht also eben nicht darum, einfach die Bilder in Farbe auf Leinwand zu übertragen. "Ich habe das gemalt, was ich in den Bildern von Yvonne gesehen habe", sagt auch Anneken. "Beispielsweise habe ich die Models in andere Szenerien gesetzt, etwa noch eine Person hinzugefügt, und so eine Interaktion geschaffen, die sich für mich aus dem Porträt ergeben hat." Dadurch sei das Foto mit dem verschmolzen, "was meine Fantasie dazu hergegeben hat".

Für den Betrachter dürfte auch spannend sein zu sehen, wie sich die Arbeits- und Mal-Stile von Binder und Anneken auf die Interpretationen auswirken. "Wir sind ja grundsätzlich sehr unterschiedlich unterwegs", sagt Anneken. "Gerd eher abstrakter und farbstark, ich deutlich dezenter." Noch hat Gunz  keine Ahnung, was aus ihren Porträtfotografien entstanden ist, und auch die beiden Künstler kennen die Werke des jeweils anderen nicht. "Das ist", sagt Anneken, "auch für uns unglaublich spannend."

  • Info: Die Ausstellung „Morphing“ im Atelier am Schlachthaus, Burgstraße 21 in Friesoythe, wird am Samstag (23. April) um 17 Uhr eröffnet. Sie ist danach immer samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr sowie montags bis freitags von 18 bis 20 Uhr geöffnet.

Zeit für ein Update! Mit der jüngsten Überarbeitung unserer App haben wir das Nachrichten-Erlebnis auf dem Smartphone weiter verbessert und ausgebaut. Jetzt im Google-Playstore und im  Apple App-Store updaten oder downloaden.

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Morphing: Ausstellung bringt Fotografie und Malerei zusammen - OM online