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Mit Merkels Zeitmaschine in die Zukunft

Auf Einladung des Kulturkreises Bösel-Saterland-Friesoythe machen die Kabarettisten mit ihrem Stück „Welt retten für Anfänger“ Station im Landkreis.

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Ab in die Zukunft: Im 150. Bühnenprogramm des Berliner Kabarett-Theaters Distel lässt Angela Merkel (Timo Doleys) eine Zeitmaschine bauen, um ihr Volk in eine sorgenfreie Zukunft zu katapultieren.	Foto: Chris Gonz

Ab in die Zukunft: Im 150. Bühnenprogramm des Berliner Kabarett-Theaters Distel lässt Angela Merkel (Timo Doleys) eine Zeitmaschine bauen, um ihr Volk in eine sorgenfreie Zukunft zu katapultieren. Foto: Chris Gonz

Die aktuelle Weltlage gibt mit Stichworten wie Trump, Brexit, Thüringen, AfD oder Klimawandel an sich wenig Anlass zur Heiterkeit. Vielleicht ist es ja in der Zukunft besser, so in 50 Jahren beispielsweise. Man müsste nachschauen können, einmal in die Zukunft reisen und zurück.

Wie das aussehen und ausgehen könnte, hat sich der Autor Thomas Lienenlüke für das 150. Bühnenprogramm des Berliner Kabarett-Theaters Distel ausgedacht. In „Weltretten für Anfänger“, mit dem die Distel am 12. März im Forum am Hansaplatz gastiert, machen sich Annette und Ralf Konnewitz samt Papa (Caroline Lux, Timo Doleys und Michael Nitzel) als Testpassagiere einer Zeitmaschine auf in die schöne neue Welt.

Auftraggeber ist niemand anders als Bundeskanzlerin Angela Merkel höchstpersönlich. Weil gegen Ende ihrer Amtszeit irgendwie alles nicht so toll läuft, niemand sie noch so richtig lieb hat, ihre Partei sich selbst zerlegt, die Große Koalition ihrem Ende entgegendümpelt, will sie einen letzten Anlauf unternehmen, um als historische Figur in die Geschichte einzugehen. Sie, die promovierte Physikerin, lässt eine Zeitmaschine bauen, mit der sie ihr Volk in eine sorgenfreie Zukunft katapultieren will.

2070 heißt das Ziel, Familie Konnewitz erklärt sich bereit, die Zeitmaschine zu testen und schon mal vorauszureisen. In der Hoffnung, dabei in einer paradiesischen Zeit zu landen, in der alles vollautomatisiert, satellitengesteuert und komfortabel zugeht.

Dass es dabei viel zu lachen gibt, versteht sich bei einem Programm der Distel von selbst. Und doch: Die Hintergründe und Themen, mit denen Lienenlüke arbeitet, sind nicht an den Haaren herbeigezogen. Lückenlose Überwachung durch Computer, chinesische Investoren, die Europa aufkaufen, unliebsame Menschen, die verschwinden, Wüstenklima überall – Familie Konnewitz merkt schnell, dass nicht überall Gold drin ist, wo Zukunft draufsteht. Am Schluss geht es nur noch darum, vielleicht die Welt, vor allem aber sich selbst zu retten und zurück in die gute alte Zeit zu reisen.

  • Info: Karten für das Gastspiel der Distel gibt es für 18 Euro im Vorverkauf bei der Buchhandlung Schepers und bei der LzO.

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