Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Maybebop bittet zum Tourneeauftakt in die JVA Vechta

Im Rahmen der Open-Air-Veranstaltungen ist die Band dort zu Gast. Unbekannte sind die Musiker nicht – sie spielen zum dritten Mal in der Einrichtung. 600 Zuhörer und Zuhörerinnen sind begeistert.

Artikel teilen:
600 Gäste lauschten der A-Cappella-Band Maybebop im Innenhof der Frauenhaftanstalt. Foto: F. Wenzel

600 Gäste lauschten der A-Cappella-Band Maybebop im Innenhof der Frauenhaftanstalt. Foto: F. Wenzel

Applaus, Applaus für das "Best-of". In Vechta hat die A-Cappella-Band "Maybebop" jetzt ihre gleichnamige Tournee gestartet. Dabei überzeugten die Musiker mit dem, was seit zwei Jahrzehnten Kern des Programms ist: starke Stimmen, ernste Töne und dazu Kabarett im besten Stil. Die 600 Konzertgäste waren begeistert.

Im Rahmen der Open-Air-Veranstaltungen der Justizvollzugsanstalt für Frauen (JVA) waren die Musiker zu Gast. Nach 2013 und 2016 war dies bereits der dritte Auftritt im Innenhof der JVA für Frauen. Die für 2020 und 2021 geplanten Konzerte konnten aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Im dritten Anlauf hat es dann aber jetzt endlich geklappt.

Die Generalprobe fand nachmittags vor den Inhaftierten im Sporthof der JVA statt, erzählt die stellvertretende Leiterin der JVA, Dr. Katharina Tebben. Der Abendtermin war dann den etwa 600 zahlenden Gästen vorbehalten.

Nach 20 Jahren, 2000 Konzerten und eine Million Zuhörern sei es an der Zeit, ein „Best-of“ zu machen, befand Maybebop. Auf der Bühne erklärte die Band den gut gelaunten Gästen, „dass ist auch Euer Best-of“. Deshalb durfte sich das Publikum auch für den zweiten Teil der Show zwei Wunschlieder aussuchen.

Vechta war dabei der Auftakt für die gleichnamige Tournee, die noch bis nächsten Mai quer durch Deutschland und Österreich führen wird. „Die Band ohne Hits spielt ihre Lieblingslieder“ scherzte Lukas Teske vor dem Bühnengang. Das quirlige Quartett um Oliver Gies, Lukas Teske, Jan Bürger und Christoph Hiller steht für leichtfüßige Vocal-Arrangements und gehobene Sangeskunst. Dabei überzeugen sie stets auch mit ihren energiegeladenen Tanzeinlagen.

Maybebop wechselt bei Konzert Genres und Stile

Nach dem Stück „Raggamuffin“ gab es eine halbstündige Erfrischungspause für die aufgeheizten Besucher und Musiker. Weiter ging es mit dem Vogellied, einer spöttischen Satire über die Familie Meyer und ihren vorweihnachtlichen Stress. Das Kinderlied mit Hyänentönen und wildem Geflatter der Sänger wurde vom Publikum mit stetigem Gelächter und Klatschen begleitet.

Maybebop zelebrieren gerne Gegensätze, Skurriles und Berührendes, mal witzig, dann wieder böse. Die vier Sänger wechseln nicht nur ständig die Genres, sondern auch ihren Stil, vom klassischen Gesang in den Beatbox-Stil und wieder zurück. Langeweile geht definitiv anders. Sangeskunst auf allerhöchstem Niveau, mundgemacht aus Norddeutschland.

Maybebop überzeugte auch beim dritten Akt in der JVA. Das Publikum bekam 2,5 Stunden Vokalakrobatik mit Esprit und Humor geboten und bedankte sich mit Applaus. Für Anstaltsleiter Oliver Weßels hingegen lief die Veranstaltung unter dem Motto: „Same procedure as every year“. Schließlich kennt man sich seit vielen Jahren.

Zeit für ein Update! Mit der jüngsten Überarbeitung unserer App haben wir das Nachrichten-Erlebnis auf dem Smartphone weiter verbessert und ausgebaut. Jetzt im Google-Playstore und im  Apple App-Store updaten oder downloaden.

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Maybebop bittet zum Tourneeauftakt in die JVA Vechta - OM online