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Kerstin Kramer bringt das Gefühl von Wasser auf eine Leinwand

Schon als Kind habe sie eher mit Stiften gespielt als mit Puppen, so die gebürtige Friesoytherin. Die Künstlerin bereitet derzeit eine Bilderausstellung in der Cloppenburger Kunsthalle vor.

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Erzählt mit ihren Bildern: Kerstin Kramer aus Friesoythe bringt ein „nasses Thema“ in den Vordergrund des Cloppenburger Spätsommers. Foto: Kramer

Erzählt mit ihren Bildern: Kerstin Kramer aus Friesoythe bringt ein „nasses Thema“ in den Vordergrund des Cloppenburger Spätsommers. Foto: Kramer

Am Anfang ihres schaffenden Lebens gab es Pergament, Bleistift, Tusche sowie klare Linien, Ecken und Kanten – Kerstin Kramer erlernte nach dem Abitur den soliden Beruf des Bauzeichners und startete kurz darauf das Studium der Architektur, das sie 1996 erfolgreich abschloss. Mehr als die präzisen Bauzeichnungen lag ihr offenbar das Kreative und Künstlerische im Blut.

Schon als Kind habe sie eher mit Stiften gespielt als mit Puppen, erzählte die gebürtige Friesoytherin im vergangenen Jahr bei einer Galerieeröffnung in Dötlingen. Ideen haben sie immer, erzählt die Architektin. So viel, dass sie oft sogar parallel an mehreren Bildern arbeite. Den dafür erforderlichen Raum und auch die Atmosphäre findet sie in einem Atelier in der Oldenburger Innenstadt, dass sie sich mit mehreren Künstlern teilt. Bekannt ist Kerstin Kramer für ihr zweidimensionalen Arbeiten in Acryl- und Mischtechniken.

Ausstellung vom 28. August bis 2. Oktober

Die Art der Farbe ist wohl ihrem Temperament geschuldet, denn sie malt nach eigenen Worten „relativ schnell und impulsiv“. Realistische Darstellungen wie in der Architektur sind allerdings nicht ihr Ding, wenn sie künstlerisch arbeitet. Vielmehr laufe sie mit großen Augen und Ohren durch die Welt und erzähle dann mit ihren Bildern Geschichten, die sie im Alltag erlebt habe. Fast immer sind dann auf den Bildern Menschen zu sehen, meist figürlich und abstrahiert dargestellt. Zu sehen seien oft bestimmte Situationen, in denen Menschen irgendetwas machten. Erfahrungen mit Ausstellungen hat Kerstin Kramer reichlich.

Seit 2004 zeigt sie ihre Bilder öffentlich. Wichtige Projekte seien unter anderem Bühnenbilder für das Staatstheater Oldenburg gewesen, die 2004 und 2014 entstanden. Auch im Oldenburger Münsterland war sie schon oft zu sehen, beispielsweise in der JVA Vechta, in der Galerie Lindern, im Kreishaus Cloppenburg oder beim Kunstkreis Friesoythe.

Derzeit nimmt sie ihre Werke genauer unter die Lupe, und das eine oder andere wird nun auch final bearbeitet. Denn vom 28. August bis zum 2. Oktober stellt die Künstlerin in der Cloppenburger Kunsthalle am Kulturbahnhof aus. Unter dem Titel „...über Wasser“ liefert sie eine beiläufige Betrachtung des Lebenselexiers, an dem es derzeit überall mangelt. Die Ausstellung zeigt erzählerische Bilder über ein ständig bewegtes und alle und jeden bewegendes Element. Die Werke, so kündet es die Kunsthalle an, stellen den Versuch dar, das Gefühl Wasser auf die Leinwand zu bringen. Umgesetzt wird der Versuch im Einklang mit erlebten und gesehenen Bildern.

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